Da ich dieses Wochenende nicht dazu gekommen bin wie gewohnt einen Samstagsplausch zu schreiben, gibt es stattdessen ein „Wochenende in Bildern“ oder abgekürzt WIB. Mit diesem Beitrag nehme ich bei der gleichnamigen Blogparade bei Grosse Köpfe und Blogfamilia teil.

Erstmal Hallo,
für diejenigen, die meinen Blog noch nicht kennen. Ich bin Zugbegleiterin und das bedeutet, dass ich regelmäßig auch am Wochenende arbeiten muss. Diese Woche war das wiedermal der Fall. In diesem Beitrag nehme ich Euch mit in meinen Arbeitsalltag als Zugbegleiterin im Fernverkehr.
Samstag
Am Samstag hatte ich um 7 Uhr Dienstbeginn. Da leider samstags die S-Bahnen seltener verkehren, musste ich eine Stunde eher schon nach Basel fahren. Alternative wäre das Radfahren gewesen, aber da ich wegen der Übernachtungsschicht am nächsten Tag abends den Dienstkoffer mitnehmen musste, ging das nicht.
Der Samstag war sehr heiss! Und wir hatten viel zu tun. Deshalb gibt es nur Bilder von Sonntag und Montag.

Sonntagmorgen konnte ich dann wenigstens die S-Bahn eine Stunde später nehmen. Mein Arbeitstag startete um 7 Uhr.

Durch den Sonntagsfahrplan hatte ich im Basler Schweizer Bahnhof die erste „Tätigkeitsunterbrechung“… also Arbeitszeit in der ich nichts tue, nur auf meinen Zug warten. Ich nutzte diese Zeit für ein kleines Frühstück auf dem Bahnsteig.

Wir begleiten den ICE von Basel bis nach Frankfurt. Am Frankfurter Hauptbahnhof hatten wir nur eine halbe Stunde bis zu unserem nächsten Zug und weil angenehmes Wetter war, blieben wir so lange am Bahnsteig. Hier mein Blickwinkel von einer Bank aus. Ich suche halt immer Blickwinkel mit möglichst wenigen Leuten.
Was ich alles schon „auf dem Bahnsteig in Frankfurt“ erlebt habe kannst Du im gleichnamigen Beitrag lesen.
Mit dem nächsten Zug ging es bis Mannheim wo wir unsere Mittagspause verbrachten.

Mein Mittagsessen im Pausenraum in Mannheim bestand aus Pellkartoffeln mit Frischkäse. Dieses Essen hat sich zum Mitnehmen als sehr praktisch erwiesen. Ich koche gerne für eine Arbeitswoche einen ganzen Topf Kartoffeln vor, die ich dann wahlweise kalt oder warm esse.
Als nächstes fuhren wir mit dem EC 9 zurück nach Basel. Rein zufällig traf ich bei der Fahrkartenkontrolle die Tochter einer guten Freundin. Das nutzen wir natürlich für ein gemeinsames Selfie:

Durch eine leichte Verspätung hatten wir es in Basel extrem knapp unseren nächsten geplanten Zug zu erreichen. Denn unser Dienstplan sah eine weitere Fahrt nach Karlsruhe vor. Wenn Du jetzt denkst „wie hin und her?“. Ja es stimmt, wir waren zuvor schon zweimal durch Karlsruhe hindurch gefahren. Das ist normal in unserem Beruf.
Feierabend in Karlsruhe
Meine heutige Schicht sah vor das ich in Karlsruhe dienstlich übernachte. Mehr über solche „Übernachtungsschichten“ findest Du unter „ich fahre eine Übernachtung“.
Diesmal hatte ich diese Gelegenheit dazu genutzt, mich mit meiner Schwester, die in Stuttgart wohnt, zu verabreden. Karlsruhe liegt zwischen unseren Wohnorten und so konnte sie sich einige Kilometer sparen, um mich zu treffen.

Meine Schwester hat mich auf dem Bahnsteig am Zug abgeholt und bei der Gelegenheit gab es ein Selfie mit abfahrenden ICE.
Nachdem wir unser Gepäck im nahegelegenen Hotel Ibis Hauptbahnhof abgeliefert hatten, sind wir zusammen essen gegangen.

Unser Abendessen im Brauhaus Erste Fracht direkt neben dem Eingang zum Tiergarten konnten wir leider nicht in dem schönen Biergarten genießen. Denn es regnete gerade heftig. Doch ich war sehr froh um das Wetter. Lieber etwas Regen als so eine Hitze wie am Samstag.
Statt einem gemeinsamen Spaziergang gab es danach Aperol Spritz in der Hotelbar. Allerdings nicht sehr lange, denn ich musste zeitig schlafen gehen, um am nächsten Morgen fit zu sein.
Mein Dienst begann bereits um 4:45 Uhr. Meine Schwester, die ein eigenes Zimmer hatte, konnte länger schlafen. Ist dann jedoch auch von Karlsruhe direkt zu ihrer Arbeit gefahren.


Im Zug hatten wir gut zu tun, deshalb habe ich kein Sonnenaufgangbild geschafft.
Frankfurt

Tief stehende Morgensonne bei unserer Ankunft in Frankfurt am Main

Zum Frühstück gab es einen Rahmtaler vom Bäcker Eifler. Den Bäckerladen bei dem Ausgang in Richtung Gleis 1 kann ich sehr empfehlen. Wenn Du mal am Frankfurter Hauptbahnhof umsteigen musst, lohnt sich der kleine Umweg.
Generell rate ich aufgrund meiner Erfahrungen dazu, für einen Umstieg in Frankfurt am Main immer mindestens 15 Minuten Umstiegszeit einzuplanen. Denn an diesem verkehrsreichen Knotenpunkt kommt es leicht mal zu Verzögerungen. Oft entstehen Verspätungen erst kurz vor dem Bahnhof, weil sich hier sehr viele Züge kreuzen.

Mein Arbeitstag (Montag) endete gegen 10 Uhr an meinem S-Bahn-Haltepunkt. Dieses Bild stammt allerdings vom Sonntagmorgen. Nach einem sehr frühen aber erfolgreichen Dienst sah ich nicht mehr ganz so frisch aus.
Ich finde es ziemlich cool bereits um 10 Uhr Feierabend zu haben, allerdings brauchte ich dann später einen Mittagsschlaf.
Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog
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