In meinem heutigen Samstagsplausch möchte ich das Thema von Andrea bei Karminrot übernehmen. Letzte Woche war es das „Lächeln“, diesmal der Weltfrauentag.
Morgen am 8. März ist der Weltfrauentag. Viele Jahre kannte ich diesen Tag gar nicht. Dazu muss ich erwähnen, dass ich in Baden-Württemberg aufgewachsen bin. Das ist deshalb relevant, weil dieser Tag im Osten weit bekannter ist. Denn in der DDR wurde er damals öffentlich gefeiert.
Eigentlich ist er schon vor dem Ersten Weltkrieg entstanden, als für das Frauenwahlrecht gekämpft wurde. Willst Du mehr über die Geschichte erfahren kann ich Dir Wikipedia empfehlen. Dass die Gleichberechtigung immer noch nicht ganz vollzogen ist, und damit der Weltfrauentag nach wie vor sinnvoll ist darüber berichtet der SWR.
Der Weltfrauentag ist in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sogar Feiertag! Was dieses Jahr kaum bemerkbar ist, da er auf einen Sonntag fällt. Aber hier in Baden-Württemberg ist diesen Sonntag Landtagswahl.
Plötzlich betrifft mich an diesem Datum ganz persönlich, was die Frauenrechtlerinnen vor etwas mehr als 100 Jahren für uns erkämpft haben. Ich darf wählen gehen!
Landtagswahl
Ich erinnere mich immer noch an meine Schulzeit wo wir das Thema Landtagswahl durchgekaut haben. Ich fand das damals trocken, kompliziert und unlogisch. Doch letztens wurde es mein Prüfungsthema und ich musste mich in dieses komplizierte Wahlsystem einarbeiten. Vielleicht deswegen, weil es so ein Hassthema war, ist es besonders „hängen geblieben“.
Das Wahlsystem für die Landtagswahlen ist kompliziert und nicht jeder versteht das mit den zwei Stimmen so ganz. Und deshalb haben viele Wahlberechtigte schlicht keinen Bock mehr sich damit zu beschäftigen und gehen aus Faulheit nicht wählen.
Doch genau darin sehe ich eine Gefahr! Wenn Dir nicht gefällt was die Politiker aktuell leisten, dann geh unbedingt wählen. Wenn Du Dich nicht mit den Wahlprogrammen usw. beschäftigen willst, dann geh hin und mach Dein Kreuzchen lieber bei irgendeiner Partei, die Du niemals zuvor gehört hast und die evtl. bis zu nächsten Wahl nicht mehr existiert. Hauptsache nicht bei Verfassungsfeindlichen mit dem A…
Wenn Du nicht Wählen gehst, gibt Du automatisch denen die hingehen recht. Denn das Wahlergebnis zählt nur die abgegebenen Stimmen. Wenn jemand nur aus Faulheit und Politikverdruss keine Stimme abgibt verringert das nur die 100 % der Stimmen. Du gibts damit indirekt jeder abgegebenen Stimme mehr Gewicht.
Kleines Rechenbeispiel:
100 Leute dürfen Wählen:
- 8 wählen A
- 10 wählen B
- 20 wählen C
- 22 wählen D
- 40 Leute gehen nicht hin
Das Ergebnis? Die Partei D gewinnt die Wahl obwohl nur 22 von 100 Wahlberechtigten für sie gestimmt haben.
So war meine Woche
Letztes Wochenende hatte ich inklusive Montag frei und so konnte ich mich von der leichten Blasenentzündung erholen die mich Tage zuvor etwas geärgert hatte. Viel Trinken, viel Tee, viel Wärme und viel Nixtun. Dazu ein Medikament aus der Apotheke, denn ich war damit nicht beim Arzt. Weil ich den Eindruck hatte das die Erkrankung weg ist war ich dann Dienstag wieder Arbeiten.
Die Schicht startete schon um 5 Uhr und ich hab mir dafür wieder ein Carsharing Auto angemietet, weil ich momentan noch nicht mit dem Fahrrad zur Dienststelle fahren wollte. Denn vor 5 Uhr gibt es noch keine S-Bahn, mit der ich nach Basel fahren kann. Erstens ist mein Fahrrad gerade defekt und zweitens finde ich es so früh morgens noch zu kalt um mit einer „Fast-Blasenentzündung“ durch die Nacht zu radeln.
Auch während der Schicht war ich sehr vorsichtig, ich hatte immer noch die Winterjacke dabei und habe diese bei längerem Halt angezogen. Zudem achte ich akribisch darauf trotz viel Arbeit im Zug regelmäßig genügend Wasser zu trinken.
Mit der Taktik hatte ich den relativ langen Arbeitstag gut überstanden, fühlte mich danach aber über die Maßen erschöpft. Und am Abend auf der Couch, trotz Kuscheldecke und heißem Tee begann ich zu „frieren wie ein Schlosshund“. Darum ging ich zeitig zu Bett mit Pulli und Bettflasche.
Doch die Nacht war schlecht. Ich war immer wieder wach, ich wachte auf, weil ich Durst hatte! Das kenne ich sonst nicht. Extrem trockener Mund und extremes Durstgefühl. Ich stand auf ging zum Wasserhahn und trank ein oder zwei Gläser Wasser auf ex. Danach kurz zur Toilette und wieder ins Bett. Zwei Stunden später das Gleiche… so ging das mehrmals. Und jedes Mal wurde es mühsamer. Ich fühlte mich schlapp, benebelt und mir tat der Kopf weh. Gegen 6 Uhr war es schlimm, gegen 8 Uhr konnte ich fast nicht aufrecht gehen. Mein Kopf fühlte sich an als würde die Stirn gleich platzen.
Bei einem meiner Ausflüge in Küche und Bad hatte ich das Fieberthermometer mitgebracht und 38 Grad gemessen, frag mich aber nicht wann das war, ich war da schon etwas sehr verpeilt.
Irgendwann hat mein Freund angerufen über Videocall. Dabei fiel es mir schwer den Kopf zu heben so mies gings mir. Deshalb blieb ich bis mittags im Bett. Ich schlief immer wieder ein und wurde von Durst und Harndran wieder wach.
Erst nach 12 Uhr entschied ich mich mich krank zu melden , für den nächsten Tag denn Mittwoch hatte ich planmäßig frei. Ein Anruf bei meinem Hausarzt ergab das dieser im Urlaub ist und der AB verwies auf den Nofalldienst unter 116 117. Mit ungewöhnlich viel Geduld rief ich dort dreimal an. Zweimal wartete ich über 10 Minuten, das dritte mal über 15 Minuten in der Warteschleife. Dann gab ich auf und probierte es über die entsprechende Webseite.
Ich spielte das Patienten-Navi durch und beantwortete die Fragen offen und ehrlich. Das Endergebnis schockierte mich dann etwas:

Obwohl es mir wieder besser ging, folgte ich dem Rat und fuhr mit dem Bus zum Lörracher Kreiskrankenhaus. In der Notaufnahme meldete ich mich mit dem Hinweis auf diese Meldung an. Und ich wurde erst genommen, ich kam wieder erwarten nach nur etwa einer Stunde Wartezeit dran. Bis dahin war ich wieder Fieberfrei, dennoch hat mir der Arzt ein Antibiotikum verschrieben.
Um eine Krankmeldung zu bekommen, kontaktierte ich über die App meiner Krankenkasse einen Arzt via Videosprechstunde. Und dieser sagte mir das ich wieder Fieber oder starke Schmerzen bekommen erneut zum Krankenhaus gehen sollte. Ups! So eine Kleinigkeit wie ich dachte, ist die Sache gar nicht. Momentan bin ich krankgeschrieben und Montag soll ich dann zu meinem Hausarzt.

Dieses Titelbild stammt von meiner einzigen Schicht diese Woche. Entstanden ist dieses Bild auf der meistbefahrenen Eisenbahnbrücke Deutschlands, die Hohenzollernbrücke. Es zeigt die Kirche Groß St. Martin. Der Dom ist von hier aus nicht zu sehen, da der Zug gerade fast darauf zu fährt.
Mehr dazu unter „Warum der Kölner Hauptbahnhof ein Muss ist“.
Vielen Dank für Deinen Besuch auf Unterwegsistdasziel.blog. Ich werde mir nun erneut einen Tee und eine warme Bettflasche machen und mich auf der Couch mit meinem Strickzeug erholen.
Dieser Text wird zusätzlich im Karminroten Lesezimmer verlinkt.






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