Eigentlich wollte ich Euch hier ganz begeitert von meiner Arbeit erzählen und berichten wie es mir im Arbeitsalltag in dem neuen Beruf ergeht. Grundsätzlich wollte ich nur über positives bloggen.

Aber gestern hat mir eine traurige Nachricht „die Schuhe ausgezogen“. Ich kam gestern Mittag gut gelaunt nach meiner ersten dienstlichen Auswärtsübernachtung nach hause und ich dachte ich mach nun ein kleines Mittagsschläfchen und danach geht es hoch motiviert an verschiedene private Erledigungen. So war der Plan.

Eine langjährige Freundin ist verstorben!

Vor etwa 6 Wochen hat mir diese Freundin wortlos ein Foto von ihrer Hand mit einem Zugang daran zukommen lassen. Im Hintergrund konnte man ein typisches Krankenhaus Nachthemd erkennen. Ich schrieb sie sofort an „Was ist passiert? Bist Du im Krankenhaus?“. Sie antworte mir mit einer Sprachnachricht die ich mir mehrfach anhören musste um den Inhalt zu realisieren! Bei ihr wurde ein Tumor diagnostiziert der bereits zahlreiche Metastasen in verschiedenen Organen gebildet hatte.

Aus der langjährigen Freundin aus dem nahen Ausland mit der ich fast 20 Jahre regelmäßig zu Thomas Anders-Konzerten gefahren war, wurde binnen weniger Minuten eine nahestehende Person die ich unbedingt nochmal besuchen wollte!

Die Informationslage war schon gleich so, das mir klar war ich muss sie sehr bald besuchen! Aber ich stand kurz vor meiner Abschlussprüfung der Umschulung. Am liebsten hätte ich frei genommen und wäre hin gefahren. Aber sie lehnte das ab, weil für sie selbst war diese Situation ja auch neu, und sie müsse in eine andere Klinik verlegt werden usw… Ich bat sie sich bei mir zu melden wenn sie wisse wo sie dann sei und ob und wie man sie da besuchen kann…

Vorübergehend fiel es mir schwer mich auf mein Lernen und die Prüfung zu konzentrieren. Denn einen neuen Beruf zu lernen und neu anzufangen, während eine gleichaltrige gerade ihr Todesurtel erhalten hat fühlte sich so ungerecht und unwahr an.

Ganz ehrlich? Ich musste kämpfen sie und ihre Situation aus meinen Gedanken zu verdrängen. Denn solche Dinge lösen bei mir sehr leicht eine gewisse „Vergesseritis“ aus… und genau das kann man unmittelbar vor einer Prüfung nicht gebrauchen!

Es fällt mir schwer das in Worte zu fassen, aber kennt ihr das wenn die Kontrolle der eigenenen Gedanken zusätzlich Stress auslöst ?

Ich hab mich zusammengerissen und bis zur Prüfung so gut wie möglich funktioniert. Erst als mir die Prüferin das Dokument mit der Urkunde überreichte brach es aus mir heraus und ich begann zu heulen. Das fanden alle Anwesenden etwas eigenartig.

Unmittelbar danach ging es in diesen verrückten Tournee-Urlaub, wo ich kaum Zeit hatte irgendwelchen negativen Gedanken nach zu hängen. So war das ja auch von mir gewollt.

Wie ich schon in „Traumurlaub endet in Katastrophe“ beschrieben, hatte ich dann schon gleich ein paar andere Probleme um die ich mich kümmern musste. Darauf folgten zwei arbeitsreiche Wochen in denen ich mich erst mal in den Alltag eines Zugbegleiters einleben musste. Noch ist alles sehr neu für mich und ich lerne immernoch täglich neues dazu!

Gestern kam die Nachricht

Ich hatte keine Zeit mich bei dieser Freundin zu melden um einen Termin für einen Besuch abzumachen. Nun ist es zu spät und mich quält etwas das schlechte Gewissen.

Gestern kam die Nachricht das sie verstorben ist!

Lebwohl liebe Daniela, es tut mir leid das ich Dich nicht mehr besuchen konnte! Auch wenn unser Kontakt die letzten Jahre nicht mehr so eng war, ich werde Dich vermissen. Denn ich verbinde mit Dir sehr viele schöne Erinnerungen!

Eigentlich wollte ich hier keine Namen nennen… aber wer von unseren gemeinsamen Bekannten wissen möchte, um wen es genau geht, schreibt mich direkt an. Danke

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5 Kommentare zu „Ich trauere !“

  1. […] allererstes Mal ein herzliches Dankeschön für die vielen netten Reaktionen auf meinen letzten Blogbeitrag. Das hat mir gutgetan, […]

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  4. Avatar von Corinna
    Corinna

    Liebe Uschi, sei fest umarmt, ich fühle mir dir! 🤍🕊️

  5. Avatar von ndafanseite

    Das tut mir aufrichtig leid, liebe Uschi. 🫂😥

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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