Echte Hilfsbereitschaft

Heute möchte ich Euch berichten wie mir in den letzten Tagen echte Hilfsbereitschaft von zum Teil Fremden zuteil wurde.

Vorletzte Woche hatte meine Mutter die Idee mich in der Woche vor Weihnachten zu besuchen. Sie hatte mitbekommen das in ihrem Wohnort die Corona Inzidenz so exorbitant hoch ist und wollte am liebsten davor fliehen. Allerdings fand ich diese Idee überhaupt nicht gut, weil ich genau die Woche vor Weihnachten sehr viel arbeiten musste und mir dies etwas an meine Kräfte ging… und dann noch in all dem Stress meine Wohnung vorher putzen aufräumen und zum Teil umräumen.

Dabei musst Du bedenken, meine Mutter ist 82 und kann nicht wie meine Schwester die hin und wieder zu Besuch kommt auf einer Matratze auf dem Wohnzimmerboden schlafen. Meine Schwester findet das angenehmer als meine Ausziehbare Schlafcouch. Aber für meine Mutter ist beides nicht geeignet! Am Boden ist zu niedrig und die Schlafcouch zu hart. Also wäre das ganze nur gegangen wenn ich ihr mein Bett /Schlafzimmer zur Verfügung stelle.

Sicher kannst Du Dir denken das eine alte Dame die Abwechslung nicht mehr gewöhnt ist am liebsten alles so hat wie bei sich zuhause. Also einen Nachttisch, eine Nachttischlampe die ähnlich funktioniert wie ihre und einen analogen Wecker. Alles das habe ich nicht. Meine Lampe am Bett befindet sich über dem Kopfende (ebenso der Schalter). Meine Digitaluhr projeziert die Uhrzeit an die Decke so das ich sie im liegen sehen kann. Meine Mutter versteht diese Technik nicht! Oder sie will es nicht kapieren. Also wenn sie bei mir schläft soll ich das Ding aus machen…

Okay ein paar Nächte auf meiner Couch schlafen wäre für mich kein Problem gewesen, wenn ich nicht in dieser Woche gleich 4 mal morgens um 4 aufstehen hätte müssen! Wenn ich um 4 Uhr fit sein will muss ich um 21 uhr oder spätestens 22 Uhr ins Bett. Das ist aber die Zeit in der Meine Mutter gewöhnlich noch Fernsehen guckt.

Und genau das war auch das Problem!

Ich besitze seit über 10 Jahren kein TV Gerät mehr. Wenn ich was sehen will schaue ich es online auf dem Laptop. Meine Mutter kann derartige Geräte allerdings nicht bedienen. Sie hat ihr Leben lang nie etwas mit Internet und Computer zu tun gehabt.

Wer leiht mir kurzfristig einen TV

In meiner Verzweiflung habe ich in Facebook einen Aufruf gestartet und ich war überwältigt wie viele Leute mir ein Fernsehgerät angeboten haben. Zum Teil haben mir sogar Fremde eine Leihgabe angeboten! Jemand wollte mir sein altes Gerät sogar schenken.

Aber mit einem TV ist es ja nicht gelöst. Da ich keinen Kabelanschluss habe (brauche ich nicht), bräuchte ich zum Programmempfang einen Sat-Reciever. Ein guter Bekannter hat mir auch einen solchen geliehen. Ein Arbeitskollege hat mir sogar seinen Fernseher mit eingebautem Sat-Reciever gebracht und versucht ihn zu installieren. Er war total nett und hat Zeit und Wissen investiert… aber es hat leider nix gebracht. Vermutlich ist meine Satelitenantenne auf dem Dach nicht mehr Empfangsbereit. Was gut sein kann, denn ich habe sie seit über 10 Jahren nie gebraucht.

Nun habe ich hier zwei geliehene TV-Geräte stehen und kann sie nicht nutzen. Zudem hat meine Mutter beschlossen nun doch nicht zu kommen! Der ganze Aufwand also für nix!!!

Ein Auto leihen?

Wenn meine Mutter gekommen wäre, wäre da ja auch noch das logistische Problem gewesen. Wie kommt meine Mutter mit Koffer und co (sie kann kaum noch laufen) zu mir? Ich besitze kein Auto. Normalerweise nutze ich für derartige Situationen ein Carsharing-Auto von Stadtmobil. Mehr darüber berichte ich unter „Meine Erfahrungen mit Stadtmobil Südbaden“.

Doch dieses Jahr gab es eine echte Weihnachtsüberraschung für mich:

Eine gute Bekannte aus der Gemeinde fragte mich völlig überraschend: „Mache ich Dir eine Freude wenn ich Dir mein Auto leihe?“ ich war völlig baff, und im ersten Gespräch dachte ich es ging um den Zeitraum „zwischen den Jahren“ also habe ich meine Mutter bearbeitet „komm nicht vor Weihnachten, sondern erst danach, denn dann bin ich flexibel“

Eine Bekannte stellt mir kostenlos ihr Auto zur Verfügung!

Und das nicht nur 1-2 Wochen sondern voraussichtlich bis Ende Februar!!!! Wow, ich bin überwältigt.

Dadurch braucht sich meine Mutter keine Sorgen mehr um Corona in ihrem Wohnort zu machen. Ich kann sie ohne zuviel Kontakt mit anderen Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen und für sie außerhalb der, in Ihren Augen so gefährlichen Umgebung, einkaufen. Ein größeres Geschenk hätte mir die Bekannte nicht machen können!

Ich bin mega dankbar, so kann ich die nächsten Wochen meine Kontakte reduzieren und mich trotzdem um meine Mutter kümmern.

Es gibt sie also noch die Hilfsbereitschaft der Menschen!

Danke noch mal an alle die mir ein Fernsehgerät angeboten haben. Es waren so viele das ich zum Teil nicht mal absagen konnte. Danke trotzdem!

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Samstag 18.12.

Heute ist schon Dienstag und ich komme jetzt erst dazu endlich mal wieder etwas hier zu schreiben. Die letzten Tage war sehr viel zu tun bei mir und wenn ich dann mal wirklich Zeit hatte am Laptop zu sitzen war ich so erschöpft das ich keine Lust mehr zum schreiben hatte.

Dennoch möchte ich Euch vom vergangenen Samstag erzählen. Emotional gesehen sind für mich ganz persönlich der 18. und der 19.12. die wichtigeren Tage als der 24. und der 31.12. Heilig Abend und Sylvester haben beruflich eine ganz besondere Stellung und jeder redet nur davon. Es gib sogar eine Betriebsvereinbarungen die sicherstellen soll das wir Mitarbeiter einen der beiden Tage frei haben. Obwohl sie sehr sehr wichtige Verkaufstage sind.

Ich erinnere mich an ein Weihnachtsgeschäft in der CD Abteilung, da habe ich mal an einem 24.12. bis 14 Uhr weit mehr verkauft als an einem gut besuchten Advenstsamstag (9-20Uhr). CDs zu verschenken war immer so das letzte „Last Minute Geschenk“ und deshalb war in der Tonträger-Abteilung der letzte Tag extrem viel los. Das war für mich immer der absolute Hyperstress!

Warum ist mir der 19.12. wichtig?

Meine Mutter hat am 19.12. Geburtstag… wenige Tage vor Weihnachten und fast 20 Jahre lang konnte ich an dem Termin nicht frei machen. es sei denn es war ein Sonntag so wie dieses Jahr. Ob ich mit meiner Mutter irgendwas an ihrem Geburtstag unternehmen konnte hing immer nur vom Wochentag ab. Das ich um diesen Tag mehr frei habe war immer sehr unwahrscheinlich.

Nicht so 2020. Da war der große Lockdown und ich hatte das erste Mal viiiiel Zeit. Aber meine Mutter hatte Angst vor Corona und wollte mich an diesem Tag noch nicht sehen. Erst am 24.

Warum ist mir der 18.12. wichtig?

Logischer Weise war der 18.12. immer genauso umkämpft die der 19. Trotzdem ist mir dieses Datum seit dem Teeniealter ein ganz besonderer Tag. Als ich 12 oder 13 war beschlossen eine Freundin und ich uns zum feiern zu treffen, denn unser gemeinsamer Lieblingssänger hatte an diesem Tag Geburtstag. Wir hatten einen Kuchen und einige Zeitungssausschnitte (aus der Bravo) und beschlossen das dies ein ganz besonders wichtiger Tag sei. Das der Kuchen sogar nur der Test für die Geburtstagstorte für meine Mama war, war zweitrangig. In unserer pupertären Schwärmerei schworen wir uns zukünftig diesen „Feiertag“ zu feiern… Wohl gemerkt es handelte sich um den Geburtstags eines Sängers den wir nur aus dem TV und aus der Bravo kannten. Das ich diesen Künstler über 20 Jahre später wirklich persönlich kennen lernen würde ahnten wir natürlich nicht.

Leider habe ich zu dieser damaligen Freundin keinen Kontakt mehr, wir haben uns komplett aus den Augen verloren. Und ich bezweifle das sie überhaupt noch an unseren „Schwur“ denkt. Für mich ist der 18.12. aber immer ein markantes Datum geblieben. Schon alleine weil er der Tag vor dem Geburtstag meiner Mutter ist.

Ein freier Advenstssamstag

Samstags ist für ich seit über 33 Jahren Arbeitstag. Normalerweise bekommen wir einen Samstag im Monat frei. Doch der Dezember war aus dieser Regelung immer ausgenommen. Die Adventssamstag waren stets die umsatzstärksten Tage des Jahres und deshalb hatte da niemand frei.

Seit ich in der Stoffabteilung arbeite ist das nicht mehr der Fall, ich bekomme im Dezember meinen freien Samstag. Diesen kann ich mir aber nicht aussuchen sondern den bekomme ich zugeteilt. Dieses Jahr fiel dieser auf den 18.12.

Als ich den Arbeitsplan erhielt hatte ich ganz kurz einen wirklich abwegigen Gedankengang… ich könnte ja einfach hin fahren. In den Wohnort wo dieser Lieblingssänger wohnt. Völlig verrückte Idee, die ich dann auch ganz schnell verworfen habe. Es ist selten eine gute Idee irgendwelchen Stars in ihrem privaten Umfeld aufzulauern. Und schon gar nicht im Dezember im Allgäu im Schnee! Und erst recht nicht mitten in einer Pandemie…

Feiern was erlaubt ist

Meine Mutter ist mittlerer Weile dreimal geimpft und ihre Angst vor Corona hat sich etwas gelegt, so war es dieses Jahr auch endlich wieder denkbar das wir ihren Geburtstag pünktlich feiern.

Den Samstag davor würde ich für Vorbereitungen dafür nutzen. Geplant war das meine Schwester am Samstag schon zu mir kommt und wir gemeinsam einen Kuchen backen für unsere Mama.

Ganz kurzfristig bekam ich eine Einladung zu einer Karaokeparty am 18.12. …

Meine Schwester und ich lieben Karaoke! Deshalb beschlossen wir gemeinsam hin zu gehen und dies unserer Mutter einfach zu verheimlichen. Denn sie ist der Überzeugung das derartige Abendveranstaltungen ja sooo gefährlich seien.

Dieser Ansicht bin ich allerdings nicht mehr. An dem Abend waren wir etwa 25 Personen, von denen ich die meisten privat kenne. An einem gewöhnlichen Arbeitstag im Warenhaus begegnen mir hunderte wildfremde Personen von denen ich nicht weis wie deren Gesundheitszustand ist!

Karaokeparty am 18.12.

Der Wirt war schon etwas mutig das er diese Veranstaltung angekündigt hat. Und der Karaoke-Moderator hat sich echt bemüht den „harten Kern“ seiner Stammgäste zu kontaktieren und für jeden einen Sitzplatz zu reservieren. Auf diese Weise war die Veranstaltung ja fast eine geschlossene Gesellschaft, es waren nur Personen da, die vorher reserviert hatten. Der Wirt hat ganz korrekt jeden von uns auf dem Impfstatus kontrolliert und ein Teil der Gäste war sogar noch zusätzlich getestet.

Für mich hat es sich fast wie ein Familienfest angefühlt, weil ich die meisten Anwesenden schon seit Jahren kenne. Wir ganz verrückten Dauergäste bei Karaokeveranstaltungen kennen uns. Und wir waren alle ganz scharf darauf endlich wieder zu singen. Folglich war das „Zettel ausfüllen“ gleich zu Anfang unser wichtigstes Anliegen.

Früher hat man sich die anderen Sänger mal angehört und dann im laufe des Abends sich mit diesen für gemeinsame Lieder angemeldet. Doch diesmal hechteten wir schon vor beginn zu den anderen Tischen und fragten „singst Du was mit mir“. Oft ist dann erst mal „äähm was können wir beide?“

Am Samstag kam eine Bekannte auf mich zu und fragte „wie heißt das neue coole Lied von Nino de Angelo, und singst Du das mit mir?“ ich dachte erst sie veräppelt mich. „Gesegnet und Verflucht, meinst Du das?“ und sie „okay ich schreibe es auf“. Nunja wenn sie schon den Titel vergessen hatte, dann wird sie wohl den Text auch kaum können. Der Songs ist zwar nicht wirklich meine Tonlage, aber ich kann den Text ganz sicher“. Und ich kenne den Moderator, wenn der keinen Bock auf einen Titel hat, oder etwas nicht kennt nimmt er es gar nicht dran… von daher dachte ich das wird eh nix.

Später sangen zwei Frauen „Jenseits von Eden“ zu meiner Überraschung erwähnte der Moderator das Nino de Angelo heute Geburtstag hat. Die beiden Sängerinnen wussten das zuvor gar nicht, aber sie wollten diesen über 37 Jahre alten Titel unbedingt singen. Danach rechnete ich erst recht nicht mehr mit meinem Duett… doch später wurden wir aufgerufen und sangen gemeinsam „Gesegnet und Verflucht“. Ich fand es schwer, aber es hat dennoch besser geklappt als erwartet. Und wir wurden nicht ausgebuht…

Nein, das ist es ja was Karaoke ausmacht, jeder darf singen was uns wie er will und die Zuhörer tolerieren es wenn mal was nicht so perfekt klingt. Es hat Spaß gemacht und so hab ich dieses Jahr den Geburtstag meines Lieblingssängers gebührend gefeiert. Nach 36 Jahren oder so!

Geburtstagsfeier mit meiner Mama

Die Geburtstagsfeier mit meiner Mama war zwar kurz aber nach ihrem Geschmack. Sie hatte zwar zuvor die Idee sie könnte anschließend ein paar Tage bei mir bleiben, aber das haben wir ihr ausgeredet. Ausgerechnet in der Woche vor Weihnachten wo bei mir im Laden soooo viel los ist und ich sehr viel arbeiten muss, ist das keine gute Idee. Ich hätte schlicht keine zeit mich um sie zu kümmern. Stattdessen wird sie ab Silvester paar Tage bei mir verbringen.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Vorfreude?

„Die schönste Freude ist die Vorfreude“ sagt ein Sprichwort. Dieses Wort wird gerade im Zusammenhang mit Weihnachten oft gebraucht. Ich persönlich muss jedoch zugeben das ich mich immer seltener auf Weihnachten freue.

Klar als Kind hat man sich auf Weihnachtsbaum, tolles Essen und vor allem die Geschenke gefreut. Doch ich persönlich freue mich auf die Feiertage und die Bescherung schon seit dem Teeniealter nicht mehr. Das letzte große Weihnachtsgeschenk an das ich mich erinnern kann an dem ich echt intensive und lange Freude hatte war eine Schallplatte!

Das war ein Sampler „die Hits des Jahres 1983“ unter anderem war darauf „Bruttosozialprodukt“ von Geier Sturzflug. Da erinnere ich mich noch das meine Schwester und ich, wir diese Platte ständig rauf und runter gehört haben und bis zum Ferienende Musikhören und Plattenspieler bedienen unsere Hauptbeschäftigung war. Bis dato war das immer so das wir uns mit dem was unter dem Weihnachtbaum lag tagelang permanent beschäftigt haben. Ob das nun Puppen, Playmobilfiguren oder die Puppenküche war.

Weihachten war :

Weihnachten war früher exzessiv Fernsehgucken und mit dem Geschenken spielen. Beides ist schon lange nicht mehr wirklich interessant für mich. Als Kind gab es faszinierende Serien wie „Patric Packard“ oder „Anna“… später fand man es toll die hundertste Wiederholung von „Sissi“ zu sehen. Aber mit beidem könntest Du mich heute jagen.

Den ganzen Tag TV gucken ist für ich alles andere als erstrebenswert. Das habe ich während des ersten Lockdown im Frühjahr 2020 das letzte mal gemacht und das tat mir gar nicht gut.

Vorfreude auf das Fest?

ähm nein, ich persönlich freue mich gar nicht auf die Festtage. Jahrzehntelang war das immer eine gezungene Situation in der man so tun muss als ob man sich über das Essen oder die Geschenke wirklich freut. Meine Mutter hatte da so eine Zwangsveranstaltung gemacht, man musste da sein, musste genau das essen und musste sich über jedes Päckchen theatralisch freuen und überrascht tun. Oh jaaa ich war jedes mal so überrascht wenn sie mir eine Strumpfhose oder ein paar fürchterlich bunte Socken verpackt hatte… meistens konnte ich es schon an der Form des Geschenkes von weitem sehen. Noch schlimmer sind Kerzen!

Als Teenie hatte ich mal eine Phase da habe ich ausgefallene schöne Kerzen gesammelt. Und da ist meine Mutter irgendwie hängen geblieben, seit dem bekomme ich immer zum Geburtstag oder zu Weihnachten eine hochwertige besondere Kerze. Hätte ich alle aufbewahrt wäre meine Wohnung jetzt komplett voll. Zum Glück hat man bei Kerzen die Ausrede man habe sie abgebrannt…

Adventszeit = Stressige Zeit

Alle reden davon das der Advent eine besinnliche Zeit ist und man zur Ruhe kommt…blabla… ich arbeite seit 33 Jahren im Verkauf und somit ist der Advent für mich seit über 30 Jahren die stressigste Zeit des Jahres.

2020 war anders… 2021 auch!

Mitte Dezember 2020 sind wir in den zweiten Lockdown gegangen, und zu Anfang dachten wir noch es werden einfach nur 2-3 Wochen Weihnachtsferien. Leider wurden über 70 Tage Kurzarbeit Null daraus. Da hatte ich plötzlich viel zu viel Freizeit!

Dieses Jahr sieht es ein wenig besser aus. Die Läden sind geöffnet und wir dürfen normal arbeiten. Aber aufgrund der Auflagen dürfen wir nur Kunden die geimpft oder genesen sind rein lassen… dem entsprechend ruhig ist es momentan. Es findet nur ein Bruchteil von dem früher gewohnten Weihnachtsgeschäft statt. Wenn es so weiter geht, gehen wir bald wieder in die Kurzarbeit… das heißt dann wieder „Notbesetzung“ und kürzere Arbeitstage und weniger Geld.

Letztes Jahr hatte ich schön viel Zeit um ein Weihnachtsessen bei mir vorzubereiten. Meine Mutter die am 19.12. Geburtstag hat wollte mich davor nicht sehen, weil sie Angst vor einer möglichen Ansteckung hatte. Erst am 24. kamen dann Meine Schwester und meine Mutter zum Essen. Meine Mutter wollte auf keinen Fall bei mir übernachten und so musste meine Schwester sie Abends wieder heim fahren.

Und dieses Jahr? Meine Mutter hat Angst, weil in Müllheim die Corona Inzidenz durch einen größeren Ausbruch in einer Schule so extrem hoch ist und hat beschlossen das sie mich noch vor Weihnachten mehrere Tage besuchen will… ich habe aber nicht frei, und bin auch beim Nebenjob noch normal eingeteilt! Ich habe keine Ahnung wie ich das machen soll?!

Letztes Jahr mit der vielen überschüssigen Freizeit hätte ich mich darüber gefreut, aber dieses Jahr weis ich eigentlich nicht wie ich das Zeitlich machen soll. Ich kann sie ja eigentlich nicht den ganzen Tag alleine in meiner Wohnung sitzen lassen.

Also ich freue mich wenn dann endlich Weihnachten ist und ich meine Mutter zu meiner Schwester nach Stuttgart bringen darf…

Worauf ich mich wirklich freue?

Es ist nicht das erste Jahr wo ich mich eigentlich nur auf ein Event im Januar freue. Viele Jahre war das Thomas Anders-Fanclubtreffen im Januar das Highlight es Jahres auf das mich mich schon monatelang gefreut habe. Leider gibt es das nun schon einige Jahre nicht mehr und zuletzt war der jetzt sogenannte „Fanday“ nicht mehr ganz so regelmäßig. Durch Corona ist der Termin nun schon das vierte Mal verschoben worden und ob das wirklich kommenden Herbst etwas wird wage ich zu bezweifeln.

Es gibt ein anderes Konzert-Event für das ich sogar schon Eintrittskarten besitze. Am 7. Januar tritt Nino de Angelo in der Nähe von Stuttgart auf. Die Tickets dazu habe ich bereits über Eventim erworben. Und schon längst bezahlt. Bis jetzt gab es noch keine Absage, also besteht noch Hoffnung das es stattfinden kann.

Stattfinden sollte es in der Hazienda im Hotel Sonnenhof in Aspach, mittlerer Weile ist es verlegt worden in das „Winter-Dorf“ auf die Freilichtbühne. Open Air mitten im Januar, ist ziemlich riskant, aber unter Umständen die einzige Möglichkeit eine Veranstaltung mit vielen Zuschauern zu machen.

Ich habe letzte Woche mal bei dem Hotel angerufen und wollte für mich und eine Freundin Zimmer reservieren. Der nette Herr am Telefon hat mich beinahe abgewimmelt „ach das können sie ruhig später machen, man weis ja nicht was bis dahin passiert“… „an dem Wochenende ist sowieso noch alles offeni“…

Unglaublich, jetzt kann man nicht mal mehr Hotelzimmer reservieren, weil keiner genau weis was bis dahin erlaubt ist oder nicht!

So viel zum Thema Vorfreude… ich hab da ne Eintrittkarte aber keiner weis ob das Datum darauf nur symbolisch ist.

In diesem Sinne, freut Euch auf was auch immer und bleibt gesund. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Blogparade „Make your move for the climate“

Heute habe ich mich entschlossen mal bei einer Blogparade zum Thema Klimaschutz mit zu machen. Katrin Hilger von Hilgerlicious hat in ihrem Blogpost „Mobilität und Klimarettung“ dazu aufgerufen. Unter denn in Hastag #ClimatePactMovement findest Du weitere Beiträge zu diesem Thema.

Mobilität ohne eigenes Auto ist ja sowieso eines meiner Lieblingsthemen auf unterwegsistdasziel.blog, lies dazu „ich habe gar kein Auto“ oder „Auto-biografie“. Seit über 10 Jahren komme ich sehr gut ohne ein eigenes KFZ zurecht. Dies ist möglich geworden weil keinen weiten Weg zur Arbeit habe und dies zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen kann. Für größere Besorgungen oder Ausflüge nutze ich das Carsharing Angebot von Stadtmobil Südbaden.

Carsharing

Autofahren ohne eigenes Auto ist in meiner Lebensituation die beste Lösung. Für die tägliche Arbeit brauche ich kein Fahrzeug, das würde also nur rum stehen. Nur für unregelmäßige Unternehmungen wie Ausflüge oder Einkäufe brauche ich hin und wieder ein Auto. Je nach bedarf kann ich mir eines der Fahrzeuge von Stadtmobil Südbaden oder my-Ecar stundenweise anmieten, wie das genau funktioniert habe ich schon mal unter „So funktioniert Carsharing bei Stadtmobil Südbaden“ erklärt.

Ein Carsharing Fahrzeug teilt man sich mit vielen anderen Nutzern, dadurch werden die Kosten aber auch die Ressourcen, die es benötigt ein Auto herzustellen geteilt. Durchschnittlich ersetzt ein Carsharing Fahrzeug mindestens 4 Autos.

Die Fahrzeuge werden professionell gewartet und gepflegt. Das heißt sie sind technisch immer in gutem Zustand. Also gibt es weniger olle Dreckschleudern, was man von privat genutzten PKWs nicht immer sagen kann.

Carsharing-Anbieter setzten immer häufiger auf moderne Antriebssysteme wie beispielsweise Erdgas oder Elektro. Beides gibt es hier in Lörrach und bin ich schon mehrfach gefahren. Ich denke das die wenigsten Autobesitzer derartige Systeme schon mal ausprobiert haben.

Als Carsharing-Kunde hat man immer das Auto das man gerade braucht. Ich kann mir vor jeder Buchung aussuchen ob ich einen Kleinwagen, eine Limousine oder gar einen Kombi brauche. So bewege ich auch jedes mal nur so viel Auto wie wirklich nötig ist.

Umweltfreundlich verreisen?

Wenn Du meinen Blog schon länger kennst weist Du das ich gerne mit Bus und Bahn unterwegs bin. Das mache ich schon immer so, weil ich es von Kind an gewöhnt war mit dem Zug zu verreisen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen finde ich ganz angenehm und oft entspannter als mit dem Auto. Das beste daran finde ich das man im Zug oder Bus etwas anderes machen kann und sich nicht auf das Fahren konzentrieren muss. Sehr weite Stecken mit dem PKW zu fahren finde ich sehr anstrengend, auch als Beifahrer.

Flugreisen sind auch nicht so das was ich wirklich mag. Erst vor kurzem habe ich entdeckt das meine Art zu reisen seit neuesten auch „Terran Reisen“ genannt wird. In meinem Gleichnamigen Artikel habe ich diesen Begriff näher erklärt.

Keine Angst vor öffentlichen Verkehsmitteln

Ich denke das der Hauptgrund warum die Deutschen so gerne mit dem Auto reisen vorallem Faulheit ist. Das Eigene Auto kann man sich vor die Türe oder in die Garage stellen und man muss nicht erst hin oder gar Rücksicht nehmen auf Fahrpläne oder ähnliches. Aber diese Faulheit hat einen hohen Preis. Die meisten privat genutzten PKWs stehen die meiste Zeit nur rum. Gerade in städtischen Gebieten ist das Parken schon lange ein Problem. Ein KFZ ist für die meisten Haushalte die größte und teuerste Anschaffung, mehr gibt man eigentlich nur für Wohneigentum aus. Und beides wird heute meistens finanziert.

Die Menschen wohnen in in Wohnungen oder Häusern die noch nicht abbezahlt sind und fahren mit Autos die eigentlich noch der Bank gehören herum. Wohneigentum behält den Wert oder wird mit der Zeit sogar wertvoller… aber ein Auto verliert bei jeder Fahrt an Wert. Und selbst wenn es nur in der Garage steht. Alleine die Tatsache das es angemeldet war mindert den Wiederverkaufswert. Wirtschaftlich ist ein Auto eigentlich eine totale Katastrophe und wehe es passiert etwas? Ein Kratzer eine kleine Beule oder sogar ein Unfall der selbst verschuldet ist. Ein eigenes Auto ist ein Fass ohne Boden. Dieses Finanzielle Risiko wird von fast allen unterschätzt. Von Versicherungen und Autohändlern wird das ganze schön geredet, denn diese Branchen sind die einzigen die davon wirklich profitieren.

Für viele Autoverwöhnten Menschen ist es eine Zumutung in einem Bus oder Zug mit anderen Menschen zu reisen. Das kommt daher das sie es so sehr gewohnt sind in ihrer eigenen Blase im Innenraum ihres PKWs unterwegs zu sein. Auf diese weise entwickeln manche eine Angst oder gar einen Ekel vor anderen Menschen. Was meiner Meinung nach total widernatürlich ist. Der Mensch ist ein Rudeltier, in der nähe von anderen Menschen sollte er sich sicherer fühlen als ganz alleine. In unseren Autos sind wir jedoch ständig alleine unterwegs und das selbst in einem Verkehrs-Stau. Man nimmt die anderen Fahrzeuge nicht mehr als Personen wahr sondern einfach nur als Autos.

In einem Bus oder S-Bahn sehe ich die anderen Fahrgäste, ich kann sie angucken und beobachten. Ich kann wenn ich will mit ihnen reden oder auch nicht. Aber ich nehme wahr wie sie sich verhalten.

Ein interessanter Gruppeneffekt ist wenn in einem Reisebus die Leute dösen oder schlafen… alle werden ruhiger und bald dösen oder schlafen noch mehr Fahrgäste. Weil schlafende Menschen und unterbewusst beruhigen. „Dieser Mensch fühlt sich so sicher das er schlafen kann, also kann ich mich auch entspannen, es droht keine Gefahr“. Versuche mal in einem PKW als einziger Beifahrer einzuschlafen… das gelingt selten. Und findet der Fahrer oft auch nicht so angenehm.

Das es immer mehr Menschen gibt die die Nähe anderer Fahrgäste unangenehm finden, finde ich traurig. Früher als die Familien größer waren hatte jeder mehrere Geschwister und war gewohnt mit ihnen auf engem Raum zu leben. Ein verwöhntes Einzelkind mit eigenen Zimmer seit dem Kleinkindalter hat vielleicht schon Mühe mit den Schulkameraden im Bus zum Schulausflug zu fahren. Was sehr traurig ist. Für mich waren solche Klassenfahrten immer ein Highlight. Wenn ein Kind schon das als traumatisch erlebt… was soll dann erst im Berufsleben werden?

Umweltfreundlich fahren

Das ein Zug weit umweltfreundlicher ist als die gleiche Anzahl Fahrgäste in einzelnen PKWs habe ich in meinem Artikel „Warum ist Zugfahren umweltfreundlicher?“ näher beleuchtet.

Ich denke das je mehr Menschen gemeinsam ein Verkehrsmittel benutzen der Energiebedarf dieses Fahrzeug zu bewegen verhältnismäßiger und damit umweltfreundlicher ist. Der Individualverkehr ist ein Luxus den wir nicht immer nutzen sollten um ressourcenschonender zu leben.

Leider habe ich diesen Artikel zu spät fertig gestellt und er nahm an der oben genannten Blogparade deshalb nicht teil.

Ich brauche Ziele

Heute möchte ich wieder beginnen regelmäßiger über meinen Tag zu schreiben. Nicht ganz jeden Tag aber jeden freien Tag. An den Arbeitstagen gibt es nicht so viel zu berichten, weil ich ja nicht nur über die Arbeit schreiben will und ich hab dann ja auch nicht so viel Zeit.

Aber wie es aussieht werde ich jetzt wieder öfter eher zu viel als zu wenig Zeit haben. Es wird wieder gruselig ruhig bei uns im Laden und in uns Mitarbeitern steigt die Angst vor einem erneuten Lockdown hoch. Angeblich ist das momentan noch nicht geplant, aber in den letzten Wochen und Monaten hat sich so vieles so schnell geändert… das man wieder mal mit solchen drastischen Maßnahmen rechnen muss.

Los geht es erst mal mit der Anweisung das wir jetzt mitten im Dezember Überstunden abbauen sollen… Früher war der Dezember der arbeitsreichste Monat des Jahres!

Hoffentlich kein Lockdown

Ich hoffe von ganzem Herzen das es nicht wieder so weit kommt wie letztes Jahr kurz vor Weihnachten. Wir wurden nach hause geschickt ohne zu wissen wann wir wieder kommen dürfen. Vor solch einer Situation habe ich extreme Angst. Der Grund ist das ich Single bin und alleine wohne und über Wochen hinweg alleine zuhause hocken ohne wirkliche Aufgabe macht mich depressiv.

Um dem entgegen zu wirken hatte ich im letzten Lockdown das Lockdown-Tagebuch geführt, in dem ich jeden Tag berichet habe was ich so gemacht habe. Weil der Lockdown vor bei war hab ich damit auf gehört, aber ich muss nun leider zugeben das es mir feht.

Dieses Jahr gab es auch noch dem Lockdown so viele Phasen für mich in denen ich nicht oder nur wenig gearbeitet habe und irgendwann beginnen sich Freizeit, Krankheit und Urlaub gleich anzufühlen. Das Problem ist nicht Langeweile, ich wüsste schon viele Dinge die ich tun könnte. Aber wenn ich keine Aufgabe oder Ziel für den Tag habe, dann dümpele ich so vor mir her und bringe nix davon auf die Reihe.

Ich muss mir Ziele schaffen

Heute war ich bei der Seelsorge, ja sowas hab ich manchmal auch nötig. Mich haben in den letzten Wochen einige Dinge sehr belastet, der Trauerfall, die Sorgen um meine Mutter, Angst das es am Arbeitsplatz wieder schwierig wird… die Angst vor Corona selber ist noch fast das kleinste. Alles das kam mir vor wie ein riesiger Sorgenberg und ich wusste nicht wo anfangen ihn zu bewältigen. Das heutige Gespräch hat mir da sehr geholfen. Vor allem weil es mir klar gemacht hat das ich nicht alles bezwingen muss. Vieles ist einfach so und kann getrost ich unbekämpft akzeptieren. Leichter gesagt als getan. Aber ich konnte den Berg ein wenig aufdröseln und schon ist es nicht mehr ganz so eine große Last.

Aber ein weiteres haben wir zusammen raus gefunden, das ich in ein Loch falle wenn ich keine Aufgabe oder Ziel habe und dann aus dem Blickwinkel des Lochs sehen alle Probleme viel schlimmer aus als sie sind.

Fazit: ich muss mir immer wieder kleine Ziele selber setzten

Und ganz offensichtlich brauche ich es auch irgendwie darüber zu sprechen. So wie beispielsweise die 10 000 Schritte täglich während des Lockdwowns.

Meine Aufgabe ist es nun mir die nächsten Tage Gedanken über meine Ziele zu machen und Euch diese hier mitzuteilen.

manchmal muss man sich einfach was gutes tun

Unmittelbar nach dem Gespräch war ich verheult und aufgewühlt, was völlig normal ist. Weil ich das geahnt hatte, hab ich schon vorher geplant danach einen längeren Spaziergang zu machen. Ich hatte zwar keine Idee wohin, aber einfach raus, los, und irgendwas anderes sehen.

Ich bin in Lörrach Stetten im Wohngebiet Läuselhard und der Hügel nebendran gelandet. Unterwegs hatte ich mir ein Getränk und eine Tafel Schokolade gekauft und exakt im richtigen Moment habe ich eine Bank mit einem wunderschönen Blick Richtung Basel entdeckt. Die kannte ich noch nicht, obwohl ich im Lockdown öfters dort unterwegs war.

auch „schlechtes Wetter“ kann schön sein

Obwohl das Wetter heute wirklich nicht sehr einladend war konnte ich ohne zu frieren eine Weile auf der Bank verweilen. Mich faszinierten zuerst die dunklen Wolken die schnell vorüber zogen. Doch trotz des düsteren Wetters konnte man bis zu den schneebedeckten Bergen in der Schweiz sehen. Zeitweise leuchtete der Horizont leicht Abendrotähnlich in Rottönen. Leider ist es mir nicht gelungen diese Lichtsituation mit dem Handy einzufangen.

Die Pause auf der Bank hat richtig gut getan, es war genau das was ich in dem Moment gebraucht habe!

Ein Thema für unterwegsistdasziel

Beim Laufen hab ich mir Gedanken gemacht ob ich heute wohl genügend Themen hätte um wieder einen schönen langen Blogpost zu schreiben. Irgendwie brauchte es doch ein Highlight das Euch bissel mehr interessiert als nur meine Emotionale Lage. Und genau dann entdeckte ich das hier:

Holzschnitzereien aus Lörrach Stetten

An einem normalen Wohnhaus fand ich diese Präsentation mitten in einem Holzstapel. Total schön gemacht und liebevoll präsentiert. Im Hauseingang dann noch ein Tisch an dem man geschnitzte Kleinigkeiten ab 9€ kaufen kann sowie das man klingeln soll wenn man die Krippenausstellung im Gebäude anschauen möchte.

Holzschnitzkunst Bodenheim

Es handelt sich um die Firma Holzschnitzkunst Bodenheim und die Ausstellung ist momentan täglich von 10-20 Uhr geöffnet. Man kann telefonisch einen Besichtigungstermin machen, oder einfach an der Türe klingeln. Mehr Informationen über das Angebot findest Du auf www.holzschnitzkunst-bodenheim.de

Diese Firma fertigt auch Wandreliefs, Grabmale oder Familienwappen.

Wenn Du mal in Lörrach Stetten unterwegs bist lohnt sich ein Abstecher zu der Krippenausstellung im Badstubenweg.

Ziel erreicht:

Also heute habe ich mein Ziel erreicht etwas neues zu entdecken, etwas mit dem ich nicht gerechnet habe. Das Schrittziel hab ich mit 6900 Schritten nicht ganz geschafft (aber das ist ja auch nicht soo wichtig)

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

zweiter Adventssamstag 2021

Herzlich Willkommen liebe Leser, heute raffe ich mich endlich wieder dazu auf einfach mal los zu schreiben in der Hoffnung das mir während dessen wieder interessante Themen für Euch einfallen.

So ähnlich habe ich es in meinem Lockdown-Tagebuch ja fast täglich gemacht. Nur noch wenige Tage dann jährt sich der Start dieser unfreiwillig sehr langen Artikelreihe.

Heute ist Samstag der 4. Dezember und ich habe „Spätschicht“, das heißt ich muss erst um 11 Uhr zur Arbeit. Das bin ich schon fast nicht mehr gewohnt, denn die letzten Monate waren wir so eingeteilt das immer nur einer da ist. Und der macht dann Frühschicht, weil morgens mehr los ist als abends.

Gestern waren wir endlich mal wieder zu zweit und ich durfte spät machen, von 10:30 bis 19:30. Dabei ist mir das erste Mal die neue Hausdurchsage zum Ladenschluss aufgefallen. Unsere Kunden werden jetzt von einer anderen Stimme in drei verschiedenen Sprachen verabschiedet. Wie man unseren neuen Namen in englisch und französisch ausspricht war mir so noch nicht klar. Witziger Weise wurde die Ansage gleich zweimal abgespielt. Ich vermute das war ein Versehen. Aber so konnte ich mir diese mal aufmerksam anhören.

Ich denke den Fehler in der Französischen Ansage hat noch keiner bemerkt. Der Sprecher sagt zweimal hinter einander „chere clients“. Aber das ist ja auch nicht schlimm. Das ist wie wenn man den Satz mit „Liebe Kunden, Liebe Kunden“ beginnt.

Es sind wieder mehr Kunden unterwegs

Es sind auch endlich wieder mehr Kunden unterwegs, auch Schweizer und Franzosen. Aber dennoch ist die Frequenz und die Umsätze noch lange nicht normal.

Wir befinden uns jetzt eigentlich mitten im Weihnachtsgeschäft. Früher waren die Warenhäuser um diese Jahreszeit besonders Freitag und Samstag brechend voll.

Nicht so letzten Dezember, da wurden die Kunden jeden Tag weniger, weil sie Angst hatten vor Corona. Dieses Jahr zeichnet sich dieser Trend noch nicht ab. Das Weihnachtsgeschäft ist beinahe normal.

Aber nur beinahe, die Kunden kaufen anders wie früher.

Weihnachtsmarkt-Fläche bringt Entspannung

Wie gewohnt befindet sich der „Weihnachtsmarkt“ also die Sonderfläche mit Christbaumkugeln und co auf meinem Stockwerk. Andere Jahre hat mich das eher generft und gestört. Doch jetzt stelle ich fest das diese Fläche die Kunden zum „go lädele“ einläd. Also dieses ziellos durch den Laden streifen und einfach nur die Sachen angucken.

Bisher war mir nicht bewusst das genau diese Kunden die letzten Monate sehr rar geworden sind. Die Kunden kamen viel zielgerichteter und nahmen sich weniger Zeit zum rumgucken und sich inspizieren lassen. Jetzt sind wieder mehr solcher Kunden unterwegs.

Nur mit solchen „Spaziergängern“ verdient man kein Geld. Aber ein Warenhaus lebt auch von diesen Kunden die erst zum Kauf verführt werden wollen.

Genau dieses haben wir in den letzten Wochen mit massiven Rabattaktionen gemacht. Aber das ist nix corona-bedingtes. Die Black Week vor dem ersten Advent gab es auch früher schon.

Früher hat mich der Weihnachtsmarkt generft, bedeutete er doch nur noch mehr Kunden und noch mehr Arbeit. Doch dieses Jahr bin ich ganz froh um diesen „Frequenzbringer“

Was ist diese Weihnachten anders?

Was bei uns in der „Tischwäscheabteilung“ dieses Jahr anders ist als andere Jahre ist das extreme Sortiment an Weihnachtlichen Decken, Kissen und Tischläufern. Jetzt haben wir eine viel viel grössere und modernere Auswahl mit mindestens 15 verschiedenen Serien.

Wenn Du einen Tischläufer mit einem passenden Sofakissen dazu suchst kannst Du nicht wie früher aus 3-4 Dessing aussuchen, sondern mindestens 10!

Und das neue Konzept wird von den Kunden angenommen, ich hab das Gefühl das wir dieses Jahr diese Artikel sehr gut verkaufen.

Vielleicht auch weil die Kunden im Hinterkopf haben das sie letztes Jahr plötzlich nicht mehr sowas kaufen konnten weil der Lockdown kam.

Alles wird abgesagt

Es geht schon wieder los wie jedes Jahr. Aller Veranstaltungen sind abgesagt. Es gibt keine Weihnachtsfeiern. Die Hütten für den Weihnachtsmarkt in der Lörracher Innenstadt wurden wieder abgebaut.

Ab heute darf man nur noch mit G2 plus in ein Restaurant. Also Geimpft und Genesen plus Test. Ich bin gespannt ob dann überhaupt noch Kunden in unser Restaurant kommen.

Ich frage mich wieviele Menschen wirklich bereit sind zum Shoppen in die Innenstadt zu kommen wenn sie nicht mal zwischendurch einen Kaffee trinken dürfen.

Ach… letztes Jahr im November/Dezember waren die Restaurants ja ganz zu. Also dürfen die Menschen dieses Jahr viel mehr als vor einem Jahr. Bleibt die Frage ob die Leute das wollen.

Letzten Samstag war ich noch bei einer Karaokeparty

Letzten Samstag war eine Karaokeparty mit meinem Lieblingsmoderator angesagt. Viele von meinen Bekannten sie daran vielleicht Interesse gehabt hätten dachten es würde abgesagt. Bis zum Nachmittag hab ich noch damit gerechnet das eine Absage kommt. Stattdessen kam die Frage „wieviele Plätze soll ich für Dich reservieren?“

Ich sagte zu, obwohl meine Schwerster alles andere als fit war. Sie war am Freitag aus Stuttgart angereist um unsere Mutter zur Booster-Impfung zu fahren. Das hatte so gut geklappt das sie auch gleich geboostert wurde. Wie schon die ersten beiden Male hatte sie eine leichte Impfreaktion und lag Vormittags mit Fieber in meiner Wohnung.

Da ich versprochen hatte zu der Karaoke zu kommen war ich in einer echten Zwickmühle. Sollte ich versuchen meine Schwester zum Mitkommen zu überreden? Sollte ich sie alleine zuhause lassen, obwohl sie mich extra besucht?

Bis zum Feierabend um 18 Uhr war ich noch immer unentschlossen. Als ich heim kam machte mir meine Schwester den Vorschlag mit zu der Veranstaltung hin zu fahren. Aber nur wenn ich mit ihr zuvor zu einem Corona-Test gehe. Sie würde mich hin fahren, einen Espresso trinken und dann heim ins Bett. Sie wolle nur verhindern das ich mit der S-Bahn fahren muss.

Das Angebot fand ich ganz toll. Beim Umziehen fiel mir ein Kleid in die Hand, das mir leider zu eng geworden ist. Ich gab es meiner Schwester zum anprobieren, es passte perfekt. Ich überredete sie das sie dies doch heute Abend tragen könnte.

So gingen wir beide im schwarzen Kleid zum Coronatest und fuhren dann nach Weil.

Die Veranstaltung fand nur mit „reservierten“ Teilnehmern statt. Es gab nur 4 Tische mit insgesamt 14 Personen und gaaaanz viel Platz dazwischen. Meine Schwester war begeistert. Wieder erwarten empfand sie die Veranstaltung als „sicher“. Und so wurde aus dem geplanten Espresso… ein fröhlicher und schöner Karaoke-Abend bis nach 23 Uhr.

Dadurch das wir so weniger Sänger waren kam jeder schön oft dran. So konnte auch mal etwas „experimentiert“ werden. Es herrschte eine herzliche und fast familiäre Stimmung.

Ich bin froh das wir es gemacht haben

Heute, nur eine Woche später bin ich soo froh und dankbar das wir das letzte Woche gemacht haben. Es war ein schöner Abend. Ab jetzt ist so eine Party schonwieder undenkbar. Die nächsten Wochen gibt es nichts derartiges.

So, jetzt mache ich mich bald fertig für den halbwegs normalen Arbeitstag. Ich freue mich über jeden einzelnen Kunden den ich heute bedienen darf.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

So funktioniert die Erstattung wenn der Zug verspätet ist

In diesem Artikel möchte ich Dir erklären wie Du Dein Geld bei einer erheblichen Zugverspätung zurück bekommst. Traditionell gibt es dafür das Formular für Fahrgastrechte, doch seit Juni 2021 gibt es auch einfachere Wege.

Wann steht mir Geld zurück zu?

Wenn Du mit eine Verspätung von 60 Minuten am Zielort ankommst steht Dir eine Erstattung von 25% zu. Wenn Du sogar 120 Minuten später ankommst sogar 50%. Dieses Geld wird Dir jedoch nicht automatisch gut geschrieben oder so. Dafür muss Du selber tätig werden:

Lass Dir bestätigen das Du gefahren bist

Dafür ist es wichtig das ein Fahrkartenkontrolleur dein Ticket abgescannt hat. Nur dann ist ganz sicher nachvollziehbar das Du in dem verspäteten Zug warst. In Nahverkehrszügen kann das manchmal schwierig sein, nicht immer kommt der Zugbegleiter wirklich durch den Zug.

Wenn Du in einem solchen Zug bist und Du durch dessen Verspätung Deinen gebuchten Anschluss nicht bekommst kannst Du Dir dies auch im betreffenden Bahnhof bestätigen lassen. Dazu macht der Mitarbeiter im Reisezentrum einen Stempel auf Dein Ticket. Wenn Du ein E-Ticket im Handy hast druckt er Dir das entsprechend aus. Dieser Service ist immer kostenfrei, bedarf aber manchmal etwas Geduld, wenn die Verspätung viele andere Fahrgäste betrifft.

Was hilft hier der DB-Navigator?

Hast Du Dein Ticket im DB-Navigator gebucht, zeigt Dir die App schon frühzeitig an das Verbindung nicht möglich ist und Du kannst Dich rechtzeitig um eine Bestätigung kümmern. Außerdem zeigt Dir die App schnellstmöglich eine oder sogar mehrere Alternativen an. Selbst wenn Du ein Spartiket oder Super-Spartikelt hast, bei denen eine Zugbindung gilt kannst Du die angezeigte Alternative fahren auch wenn diese teurer oder weiter ist als die ursprünglich gebuchte Strecke.

Ein Beispiel dazu findest Du in meinem Artikel „Was ist wenn der ICE verspätet ist“.

Nach der Reise

Nach der Reise kannst Du dann das „Formular für Fahrgastrechte“ ausfüllen und per Post hin schicken. Früher bekam man dieses Formular in größeren Bahnhöfen am Schalter und es war immer ein Kampf. Manchmal hatten sie zu wenige Formulare und Fahrgäste stritten sich darum. Diese Zeiten sind aber zum Glück schon lange vorbei. Das Formular kann man sich unter diesem Link runter laden und ausdrucken.

Die Hauptschwierigkeit beim Ausfüllen dieses Formulars war oft das man die Zugnummern nicht genau wusste, besonders dann wenn man mit einer Alternativ-Verbindung gefahren ist. Im Grunde müsste man während der Fahrt all diese Details aufschreiben mit Minutengenauer Ankunftszeit usw. Doch wer macht das schon?!

Doch hier hilft der DB-Navigator auch sehr weiter! Denn man kann später alles genau nachlesen.

Erstattung beantragen jetzt auch online

Seit dem Sommer 2021 geht das Beantragen einer Erstattung auch online und das ist eine echt praktische Erleichterung!

Wenn man sich auf dem Handy im DB-Navigator einen Account angelegt hat um Fahrkarten zu Buchen kann man sich auf Bahn.de mit den gleichen Daten auch anmelden.

Einmal eingeloggt kann man sich alle vergangenen Fahrten anzeigen. Und auf der rechten Seite erscheint ein Bleistift Symbol mit „bearbeiten“. Jetzt fragst Du Dich vielleicht was man an einer alten abgefahrenen Fahrkarte noch bearbeiten kann. Du kannst genau hier ein Menu öffnen wo Du die Verspätung angeben kannst. Nach dem Absenden zeigt es Dir sogar an ob Du für eine Erstattung berechtigt bist oder nicht. Wenn Du nur paar Minuten zu spät warst steht Dir nichts zu. Doch wenn Deine Angaben plausibel sind bekommst Du die Meldung „wird zur Bearbeitung eingereicht“

In diesem Vorgang gibst Du auch gleich eine Bankverbindung an, auf die Du das Geld erstattet haben willst. Die Bearbeitungsdauer soll bis zu 4 Wochen betragen, aber bei mir war zweimal nacheinander das Geld in weniger als einer Woche auf meinem Konto.

Wenn eine Erstattung genehmigt wird bekommst Du dies per Brief bestätigt. Du bekommst es also schwarz auf weis.

Zusätzlich erscheint der Vorgang in deinem Login-Konto. Du kannst also alles später nachvollziehen.

Log Dich auf Bahn.de ein

Log Dich auf Bahn.de ein und Du hast den vollen Überblick über alle Deine Fahrkarten.

Übrigens solltest Du Probleme beim einloggen haben und Dein Account gesperrt werden weil Du zu oft das falsche Passwort eingibst… das ist mir gleich zweimal am gleichen Tag passiert… Hilft Dir die telefonische Hotline sehr freundlich weiter. Da man zeitgleich mit dem Handy und dem PC eingeloggt ist passiert das sehr leicht. Die Mitarbeiter an der Hotline kennen die Problematik und helfen sehr schnell weiter.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Meine Statistiken November 2021

Wie es nun schon Tradition geworden ist, hier auf unterwegsistdasziel, möchte ich Euch heute berichten wie der November 2021 bei mir im Blog war.

Leider ging es mir seelisch nicht ganz so gut, weil mich ein Trauerfall in der Familie sehr betroffen gemacht hat und deshalb gab es nicht so viele neue Artikel. Es gab 10 Artikel und zwei davon gleich am 1. November, in der zweiten Monatshälfte war ich weniger aktiv.

Besucher im November

Im vergangenen Monat haben 5957 Besucher etwa 8200 Zugriffe generiert. Dabei bekam ich 35 Likes von anderen WordPress Nutzern.

Von diesen Besuchern kamen 2600 über Suchmaschinen auf meinen Blog, 2300 von Facebook und 850 durch die WordPress-App, dies sind erfahrungsgemäß auch WordPress-User die einen Blog betreiben.

Interessant ist das wieder mehr Besucher von Pinterest kommen, im November waren dies etwa 350 Zugriffe. Ich nehme an das dies besonders mein Nähanleitungen für Armstulpen betrifft, und diese sind in der kalten Jahreszeit logischerweise weit attraktiver als im Sommer.

Die Erfolgreichsten Artikel im November:

Es folgen drei Artikel mit je über 400 Zugriffen und dann ganz viele mit über 200

Der erfolgreichste Blogartikel zu einem Reise-Thema war „Lohnt sich eine Sitzplatzreservierung“ mit 222 Zugriffen.

Was mich in meiner Monats-Statistik sehr überrascht hat war der Beitrag „Worauf muss man achten wenn man Zuschauer in einer Talkshow ist“ diesen Text habe ich im Oktober 2019 geschrieben und damals einmal kurz bei Facebook geteilt. Seit dem wurde der Artikel jeden Monat rege gelesen und dieser November sogar 118 mal! Für einen Artikel den ich selbst nie irgendwo weiter geteilt oder beworben habe finde ich das ein gutes Ergebnis.

Das zeigt mir das es sich durchaus lohnen kann über solch außergewöhnliche Themen zu schreiben. Offensichtlich gibt es immer wieder Leute die derartiges im Internet suchen.

Eine weitere Überraschung war, das 14 Personen meinen Artikel „E-Tickets für das Parkschwimmbad“ aufgerufen haben. Wie der Name schon sagt, das Parkschwimmbad ist ein Freibad und im November logischerweise geschlossen. Das Hallenbad ist in meinem Artikel mit keiner Silbe erwähnt. Tickets für das Hallenbad können ganz normal am Automaten gelöst werden. Offensichtlich verirren sich Interessierte auf meine Seite. Das wäre ein Grund für mich das selber mal zu recherchieren und darüber zu schreiben.

Pläne für den kommenden Monat

Ideen für neue Blogartikel habe ich schon einige in der Warteschleife. Ich bastele gerade noch an einer Nähanleitung, eine Häkelanleitung und endlich meine Zusammenfassung zum Thema Fahrkostenerstattung der deutschen Bahn bei erheblicher Verspätung. Auch hoffe ich das ich meine Trauer bedingte Schreibblockade endlich überwunden habe.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Gutes Tun mit der Nähmaschine

Vielleicht bist Du wie viele Andere durch das Masken nähen zu diesem Hobby gekommen. Oder hast es wie ich für Dich wieder entdeckt.

Nähen macht Spaß, doch nicht jeder hat die Geduld um Kleidungsstücke zu fertigen. So geht es mir auch. Wenn ich Lust habe zu Nähen, dann möchte ich gerne schnell Ergebnisse sehen. Am Liebsten in 1-2 Stunden irgendwas fertig haben. Ein Kleidungsstück wo man erst mal die ersten paar Stunden nur Zuschneiden und Vorbreiten muss nervt mich und ich schiebe das immer ewig vor mir her.

Kleine Schnelle Nähprojekte

Für mich muss es schnell ein Ergebnis geben. Deshalb suche ich mir gerne kleine schnelle Nähprojekte aus. Doch irgendwann fragt man sich, was mache ich mit den vielen kleinen, hübschen, aber eigentlich unnötigen Kleinigkeiten?

Ich habe schon so viele TaTüTas und Untersetzter genäht. TaTüTa bedeutet Taschentüchertasche und dazu habe ich sogar eine Nähanleitung gebastelt. Wenn Du noch keine gemacht hast schau Dir diesen Artikel mal an. Diese Täschchen sind hübsch und schnell gemacht und eignen sich gut als Geschenk oder Mitbringsel. Doch irgendwann mal hat man genug davon.

Nähprojekt das einen Sinn hat

Deshalb war ich auf der Suche nach Nähprojekten die einen echten Sinn haben. Die ähnlich wie die Behelfsmasken jemandem wirklich helfen. Und ich bin fündig geworden:

Onkomützen

Onkomütze ist eine Interessengemeinschaft aus handarbeitsbegeisterten Menschen, die für Menschen, denen durch die Chemotherapie die Haare ausfallen, ehrenamtlich eine Mütze nach Wunsch nähen, häkeln oder stricken. Sie organisiert sich über Facebook, sowohl im deutschsprachigen Raum als auch in den Niederlanden.

So die offizielle Erklärung bei Google. Auf diese Gruppe bin ich bei Facebook aufmerksam geworden. Unter anderem weil sie Nähanleitungen für Mützen zur Verfügung stellen und auch viele Tipps für Nähanfänger geben.

Hier kann man sich mit anderen Nähern austauschen, mit betroffenen Krebspatienten die auf der Suche nach Mützen sind und wenn man viele Mützen nähen möchte gibt es sogar Leute die einfach nur Stoff spenden möchten. Das ist eine tolle Winwin Situation. Jemand der Spenden möchte spendet, jemand der Nähen möchte näht und jemand der Mützen braucht, weil die Haare von der Chemotherapie ausgegangen sind bekommt kostenlos Mützen zugeschickt. Eine tolle Sache finde ich!

Dennoch war dieses Projekt nicht mein Favorit, weil ich nicht so gerne mit Jerseystoff nähe und meine Mützen-versuche bisher alle sehr hässlich geworden sind.

Trotzdem konnte ich mich in der Gruppe schon einbringen. Denn die Spenderinnen der Mützen legen jeder Lieferung irgendwelche Kleinigkeiten bei um dem Empfänger eine kleine Freude zu bereiten. Eine Mützennäherin, bat mich ob ich ihr nicht für diesen Zweck ein paar genähte Herzen zur Verfügung stellen könnte. Sie liebt es Mützen zu nähen, kriegt aber keine Herzen hin. Also haben wir unsere Nähkünste vereint und ich habe ihr kleine Stoffherzen beigesteuert. Ein Foto davon habe ich am Tag 64 in meinem Lockdown Tagebuch gezeigt.

Onkokissen

Ganz ähnlich struckturiert ist die Gruppe „Onkokissen“. Diese sind nur bei Facebook zu finden und haben noch keine externe Webseite. Aber es gibt zahlreiche Kliniken die zum Nähen von bestimmten Herzkissen aufrufen. Ein Beispiel dazu sind die Hamm-Kliniken. Nach einer Brustkrebs bedingten Operation hilft solch ein Kissen bei der schmerzarmen Lagerung. Mittlerer Weile verteilen fast alle Kliniken die diese OPs anbieten an die Patientinnen solch gespendete Herzen.

Auf der Facebookseite von Onkokissen findest Du das Schnittmuster und die Nähanleitung für dieses Herzkissen. Aber auch für weitere hilfreiche Dinge für Krebspatienten. So zum Beispiel „Portkissen“. Das sind kleine Kissen mit einer Halterung für das Sicherheitsgurt im Auto. Denn Patienten die wegen einer Chemotherapie einen dauerhaften Port haben, haben sehr oft das Problem das der Gurt genau dort drauf drückt, was schmerzhaft sein kann.

Diese Kissen und auch weitere sinnvolle Artikel werden für Näh-Neulinge verständlich erklärt und jeder kann und darf sich einbringen und solche benötigte Hilfsmittel fertigen und spenden.

Nähen für Sternchen

Wenn Du gerne Babysachen oder Patchwork nähst, dann könnte dieses Projekt was für Dich sein. Herzenssache ist ein Verein der für „Sternenkinder“ näht. Ein Sternenkind ist ein Baby das nicht lebensfähig geboren wird. Diese Kinder sind meistens viel zu Klein um in Babykleidung beigesetzt zu werden. Für die Eltern ist es aber oft wichtig sich von dem Kind nochmals verabschieden zu können. Für genau diesen Moment braucht es irgendwas zum anziehen oder einwickeln. Da diese Situationen logischerweise nicht geplant werden können, brauchen Kliniken und Entbindungsstationen immer wieder geeignete Dinge „auf Lager“.

Nähen für Frühchen

Wen Du gerne für Babys nähst, dann kannst Du Dich auch einer der Organisationen die für zu früh geborene Kinder tätig sind, engagieren. Hier gibt es allerdings sehr strenge Auflagen an Material und Beschaffenheit der gespendeten Näharbeiten. Denn die Kleidungsstücke müssen sehr oft im Brutkasten einsetzt werden. Dafür gibt es eine Vielzahl an Nähanleitungen und Schnittmustern nach denen man arbeiten kann. Kleidungsstücke in diesen extrem kleinen Größen sind immer wieder kurzfristig gefragt, denn im Handel gibt es so kleine Dinge nicht. Auch hier macht es Sinn „auf Vorrat“ zu fertigen und zu spenden, denn die Geburtsstationen brauchen derartiges immer sehr sehr kurzfristig. Die betroffenen Eltern haben in der Situation oft gar keine Zeit und Kraft sich um Kleidung für das Kleine zu kümmern.

Nähen für den Weihnachtsbasar in der Gemeinde

Ich kenne einige Damen die regelmäßig für ihre Kirchengemeinde nähen und diese Verkaufen die Dinge auf einem Weihnachtsbasar. Das sind dann oft klassische Dekosachen (Engel, Sterne, Baumschuck) oder auch Dinge die viele Menschen brauchen könnten wie Taschen oder ähnliches. Auf diesem Feld habe ich meinen persönlichen „Dauerbrenner“ noch nicht gefunden und ich teste dieses Jahr das erste Mal aus wie meine selbst genähten Dinge bei den Basar-Besuchern ankommen.

Nähen für keine Geschenke

Zum Jahreswechsel hatte ich die Idee Freunde, Bekannte und Nachbarn mit einem Glückskeks zu überraschen. Die Dinger sind eigentlich zu nix gut, außer einem kleinen Gruß darin zu verstecken. Sie kamen gut an, aber ich bezweifle das die Beschenkten sie noch lange aufgehoben haben. Die Nähanleitung habe ich hier aufgeschrieben.

statt Geschenkpapier

Bei mir gibt es kein Geschenkpapier mehr, sondern selbst genähte Geschenkbeutel, die ich mir in allen möglichen Farben und Formen auf Vorrat nähe. Hier findest Du die entsprechende Nähanleitung.

Anderen eine Freude machen mit der Nähmaschine

Du siehst es gibt viele Möglichkeiten mit dem schönen Hobby Nähen anderen Menschen eine Freude zu machen. Ich hoffe ich konnte Dir ein paar Anregungen geben. Sicher gibt es noch viel viel mehr Möglichkeiten. Wenn Du ein Projekt kennst wo man mit wirken kann das ich noch nicht erwähnt habe, dann schreibe mir bitte einen Kommentar.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Unser Adventsbasar findet statt

Endlich wieder eine positive Nachricht. Der traditionelle Basar an den Adventssonntagen in unserer Gemeinde darf stattfinden!

Der Adventsbasar findet im Foyer der FCG unmittelbar vor uns nach dem Sonntagsgottesdiensten statt. Also etwa 9:30 – 10:00 Uhr und 11:30- 12:30 (je nach dem wie lange der Gottesdienst geht)

Den Reinerlös aus dem Verkauf herhält unser Missionar auf den Philippinen. Er ist dort schon seit vielen Jahren aktiv und hat dort ein Werk gegründet das regelmäßig Familien unterstützt und Waisenkinder mit Essen und Schulbedarf versorgt.

Adventsbasar in der FCG Lörrach

Wie gewohnt gibt es am ersten Advent selbst gemachte Adventskränze zu kaufen. Diese wird es wieder in zwei verschiedenen Größen und unterschiedlicher Gestaltung geben. Die Tannenäste dafür wurden ganz frisch im eigenen Garten geschnitten und 3-4 Leute aus unserer Gemeinde werden sie in den nächsten Tagen binden und gestalten.

Dieses Bild stammt von 2018 oder 2019 es dient nur als Beispiel

Traditionell gibt es sehr viel gestricktes und gehäkeltes bei unserem Basar. Allerdings gibt es dieses Jahr nur eine kleine Auswahl an Handgestrickten Socken… denn leider ist eine unserer fleißigsten Sockenstrickerinnen inzwischen verstorben.

Trotzdem gibt es eine große Auswahl an wärmenden Accessoires wie Mützen, Schals und Handschuhe.

Das Basar-Team hat Zuwachs bekommen

Das Basar Team hat sogar jemand neues dazu bekommen, was auch gut ist, denn zwei Senioren möchten sich dieses Jahr aus dem Verkauf zurückziehen. Was wir verstehen und akzeptieren. Es wird also nicht nur ein neues Gesicht am Verkaufsstand geben, sondern auch ganz andere von ihr gestaltete Artikel. Ich bin selber noch ganz gespannt was es sein wird.

Mit Sicherheit wird es Weihnachtliche Dekorationen und kleine Geschenkideen geben.

Leider keine Plätzchen!

Leider können wir dieses Jahr keine selbstgebackenen Plätzchen anbieten. Aber es wird Linzertorte geben!

Wenn Du uns unterstützen möchtest

Wenn Du uns unterstützen möchtest und etwas kaufen willst aber nicht persönlich vorbei kommen kannst, dann kannst Du Dich bei mir melden und ich sende Dir Fotos von den Artikeln und wir finden eine Lösung wie diese zu Dir kommen. Bitte schreib mir eine E-mail oder Whatsapp.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog