Samstagsplausch am 7.1. 2023

Die erste Woche im neuen Jahr ist nun schon vergangen. Aber ich bin froh das die ganzen Feiertage und der Trubel drum herum nun endlich fertig sind.

Bei uns in Baden–Württemberg war gestern Feiertag. Heilige drei Könige. Ein Katholischer Feiertag zu dem ich eigentlich keinen Bezug habe. Außer das meine Oma an diesem Tag Geburtstag hatte… aber sie ist schon seit über 30 Jahren tot. Warum ich mich immer noch an das Datum und ihre damalige Telefonnummer erinnere ist mir schleierhaft.

Bei uns auf der Arbeit ist „zwischen den Jahren“ und bis nach Dreikönig für gewöhnlich sehr viel los. Und dieses Jahr war es nach zwei Corona Jahren beinahe wieder so wie früher. Gefühlt haben alle frei und und somit Zeit im Warenhaus einzukaufen. Aus dem Grund waren die letzten beiden Wochen für mich sehr stressig.

Dieses Jahr lagen ja die Feiertage 25.12. und 1.1. auch noch auf einem Sonntag und somit war die Woche dann doch lange und anstrengend. Wie schon die letzten Jahre bin ich einfach nur froh wenn diese „Grosskampftage“ vorüber sind.

Zusätzlich zu dem Betrieb haben mich dann auch noch mehrere technische Probleme zusätzlich generft und gestresst. Eines dieser Probleme beschreibe ich unter „schöne neue Technik“ Ich war fast permanent am improvisieren, retten oder Lösung suchen, obwohl das ja eigentlich nicht mein Job ist.

Um ganz ehrlich zu sein es kotzt mich an! Ich bin ideenreich und flexibel, und wenn mal kurz etwas schief läuft und ich muss schnell ne Lösung oder Alternative suchen macht mir das nichts aus… aber wenn das ständig so ist! Wenn ich ständig gegen nicht funktionierende Vorgänge und Technik kämpfen muss und permanent Spagat machen muss dann nerft mich das sehr.

„Als Verkäufer steht man an der Front der Wirtschaft“

hat früher mal unsere Berufsschullehrerin gesagt. Damals hab ich es nicht verstanden aber momentan empfinde ich es wirklich so in einem Ständigen Kampf zu stehen. An der Front zwischen Kundenwunsch und dem was wirklich möglich ist. Eigentlich wäre es meine Aufgabe zwischen Nachfrage und Angebot zu vermitteln, für den Kunden die beste Ware zu finden und ihm die zu verkaufen. Vordergründig mach ich das auch, aber im Hintergrund kämpfe ich mit nicht funktionierenden Druckern, Bestellsysteme die nicht ausgereift sind, Lieferanten die nicht mehr liefern wollen usw. … lauter kleine Dinge die meine tägliche Arbeit blockieren, verlangsamen und verschlechtern für die ich aber gar nichts kann.

Leider musste ich die letzten Tage mehrfach zu Kunden sagen „tut mir leid bitte gehen Sie zur Konkurrenz“ weil es mir momentan nicht möglich ist diesen Kundenwunsch zu erfüllen.

Aber ein spezielles Erfolgserlebnis hatte ich: Eine Kundin wollte 20-25 Meter blauen Futterstoff, so schnell wie möglich. Da ich davon ausgehen muss das ich diesen Stoff nicht vom Lieferanten bestellen kann, habe ich mich an Telefon gehängt und eine Filiale in Berlin angerufen, die über 23 Meter laut Computer im Bestand haben. Tatsächlich haben sie so viel, dürfen mir diesen aber nicht abgeben, wegen dem Insolvenzverfahren in dem wir uns befinden. Aber wir fanden eine für die Kunden akzeptable Lösung: Die Filiale in Berlin macht einen Kaufvertrag mit der Kundin (am Telefon) und schickt den Ballen zu ihr nach hause. Sie bekommt eine Rechnung und kann diese per Überweisung bezahlten. Kundin ist Glücklich, Berlin auch, weil mal eben 23 Meter Stoff a 12€ verkauft. Der einzige der nix davon hat ist bin ich… doch ich habe eine zufriedene und glückliche Kundin die hoffentlich wieder zu mir kommt.

Es sind einfach komische und schwierige Zeiten wo man manchmal auch ungewöhnliche Lösungen finden muss.

Jetzt endlich Urlaub

Da ich vom vergangenen Jahr noch alten Urlaub hatte wurde ich gebeten diesen möglichst schnell abzubauen. Deshalb habe ich den „sofort“ beantragt. Offiziell haben wir bis 8.1. Urlaubssperre, wegen dem Feiertag gestern. Ich dürfe auf keinen Fall vorher Urlaub nehmen… Drama : „was fällt ihnen ein, ab 6. schon frei haben zu wollen, das dürfen wir nicht“… blabla

Und als mein Arbeitsplan kam, was steht da? Urlaub am 7.1. ! Erst mal Jammern und Schimpfen und dann doch geben. Ich habe heute also meinen ersten Urlaubstag.

Mit dem Auto nach Stuttgart und zurück

Trotzdem hatte ich mich dazu entschlossen meine Mutter gestern schon von meiner Schwester in Stuttgart abzuholen, weil ich mir sicher war das es auf den Autobahnen am Feiertag ruhiger ist. Und ich hatte recht. Ohne Stau und stockender Verkehr konnte ich hin und zurück.

Auf dem Hinweg habe ich sogar noch eine Freundin mit genommen, die dort ihre Eltern besucht. Die Fahrt hat sich also in beide Richtungen gelohnt.

Ich saß zwar insgesamt über 7 Stunden hinter dem Steuer aber so war es mir lieber als dort übernachten und heute erst zurück. Heute morgen habe ich erst mal schöön lange ausgeschlafen und einige Dinge am PC erledigt und später mache ich bei einer Online-Schulung mit, darauf bin ich sehr gespannt.

Das Bild stammt von unserer Neujahrswanderung am 1.1. bei herrlichem Wetter am Isteiner Klotz. Dieser Beitrag wird bei Karminrot unter Samstagsplausch verlinkt.

Neujahrswanderung am 1.1.2023

Der erste Januar ist für gewöhnlich kalt und ungemütlich und die meisten Menschen verbringen den halben Tag im Bett, weil die Silvesternacht sehr lang war. Aber wir waren schon am Vormittag unterwegs.

Eigentlich wollte ich am ersten Tag des neuen Jahres einfach nur ausruhen und gezieltes „Nixtun“ praktizieren. Denn die Tage zuvor war ich unterwegs und da dachte ich ein Tag zuhause ist auch mal ganz gut…

Doch zwei Freundinnen überredeten mich zu einem Spaziergang/Wanderung mit zu kommen. Sie versprachen mir das es nicht zu steil oder anstrengend würde, Denn ich hatte ihnen gesagt das ich mich noch ein wenig „angeschlagen“ fühle.

Die beiden sind sonst gerne viel längere und anspruchsvollere Strecken unterwegs, waren aber gerne bereit auf mein „Niveau“ einzugehen. Eine der beiden hatte uns über Komoot eine Route herausgesucht die wir ungefähr machen wollten:

Das war unsere ursprüngliche Planung. Doch wir hatten schon gleich die Idee die Strecke etwas auszuweiten.

Wanderung zum Isteiner Klotz

Der Isteiner Klotz ist ein Fels der weit sichtbar in das Rheintal hinein ragt. Das Felsenmassiv hat eine ereignisreiche Geschichte die Du bei Wikipedia nachlesen kannst. Darüber gibt es so viel zu erzählen das ich demnächst einen separaten Blogpost darüber mache.

Gestartet sind wir am Parkplatz an den „Isteiner Schwellen“ ebenfalls ein geologisch interessanter Ort und ein beliebtes Ausflugsziel. Doch als wir ankamen waren noch nicht viele Autos da.

Wir gingen erst ein Stück am Altrhein entlang so wie es die Planung oben zeigt um dann durch die Autobahn-Unterführung Richtung Dorf zu gehen. Am Fussballplatz entdeckten wir eine gehisste Fahne (auf Halbmast, wegen Trauer) auf dem Felsen und beschlossen spontan das wir dort hin gehen wollten.

Frühlingshafte Temperaturen

Wir hatten alle drei nur leichte Jacken dabei. Doch schon bald hatten wir sie ausgezogen so warm war es und am Wegrand entdeckten wir die ersten Gänseblümchen! Hast Du schon mal am 1.Januar Gänseblümchen blühen sehen?

Vom Friedhof am Fuße des Isteiner Klotz, direkt unter der Vituskapelle (Sankt Veit) , suchten wir uns den Weg durch den Weinberg. Wir musste dabei einen kleinen Umweg gehen, weil man die Bahntrasse kreuzen muss und das Gelände echt steil ist. Der Weg ist nicht ganz einfach zu finden, ist aber ein ausgeschilderter Wanderweg. Er führt teilweise direkt am wegen Absturzgefahr gesperrten Hang entlang.

Blickwinkel vom Friedhof zur Vituskapelle

Isteiner Klotz

Fast ganz oben, am westlichen Steilhang entdeckten wir eine Aussichtsplattform mit einer Bank und setzten uns in die Sonne. Unglaublich, am ersten Januar konnten wir ohne zu frieren Pause machen. Eine von uns zog sogar die Jacke aus und sonnte sich kurzärmelig. Es war soo schön!

Auf dem Isteiner Klotz wird das Scheibenfeuer vorbereitet.

Von dort aus war es nicht mehr weit bis zum Gipfel. Die Fahne die wir von unten gesehen haben ist an einem Gerüst befestigt das schon Vorbereitung für das Scheibenfeuer. Hier liegen schon einige Ladungen Holz und nicht verkaufte Tannenbäume. Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht in fast alle Richtungen. Bei Herrlichem Sonnenschein genossen wir den Ausblich sehr.

Dies ist mein erster Versuch mit einem Panoramabild von meinem Handy. Bitte verzeiht mir wenn es nicht perfekt dargestellt wird. Ich experimentiere noch mit der optimalen Einstellung.

Rund um Istein

Beseelt von der tollen Aussicht und dem Sonnenschein hatten wir keine Lust schon wieder runter zum Dorf zu gehen und deshalb blieben wir auf einem Weg durch die Reben bis zu Weingut am Klotz. Nun kamen uns auch schon andere Spaziergänger entgegen und man grüßte sich freundlich mit „ein gutes Neues“.

Kurzfristig überlegten wir den Steinbuch, das Firmengelände der Firma lHoist zu umrunden, stellten aber anhand der Komoot App fest das dieses Gebiet weiträumig gesperrt ist und dann der Umweg zu unserem Auto zu groß würde. Für solche Planänderungen ist die App auch sehr hilfreich.Von der Fitness und der Lust her hätten wir alle drei den Umweg über Efringen-Kirchen geschafft, aber wir hatten ja am Nachmittag noch den gemeinsamen Termin zum Neujahrsempfang in unserer Gemeinde. Und deshalb zogen wir es vor den kürzeren Weg durch das Dorf Istein zu nehmen.

Ein Wunderschöner Ausflug

Insgesamt sind wir fast 10 km gelaufen, wobei wirklich nur ein kurzes Stück steil war. Es ist eine wirklich schöne Strecke und wir haben das viel zu milde Frühlingswetter echt perfekt ausgekostet.

Auf der Webseite von Komoot findet man mehrere sehr schöne Wanderungen rund um den Isteiner Klotz. So zum Beispiel Diese.

Bei Monika Teusch habe ich einen schönen Blogpost über eine Wanderung am Isteiner Klotz gefunden.

Weitere Ausflug Ideen findest Du auch unter „Ausflugsziele um Lörrach die nichts kosten“

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Samstagsplausch am 31.12.2022

Heute kommt mein Samstagsplausch erst am Sonntag. Das könnt Ihr mir sicher verzeihen angesichts der besonderen Woche „zwischen den Jahren“

Beruflich war die Woche wie zu erwarten war sehr anstrengend. Zwischen den Jahren haben die meisten Menschen frei und somit Zeit im Warenhaus einkaufen zu gehen. Deshalb war bis 2019 die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr immer sehr viel Los. Dann kam die Pandemie und hat alles durcheinander gebracht und das Konsumverhalten der Kunden ist noch immer nicht wieder so wie es mal war.

Ganz ehrlich mittlerer Weile glaubt kaum mehr jemand daran das es wieder genauso wird wie vor 2019. Das Verhalten der Kunden hat sich einfach verändert.

Dieses Jahr gab es endlich wieder größere Familienfeste und Partys um den Jahreswechsel und plötzlich sind hochwertige Tischdecken in großen Größen wieder gefragt. Die letzten 2-3 Jahre habe ich diese Kaum verkauf und auf einmal wollen alle diese Artikel. Das Regal mit den teuren Damast Tischtüchern ist halb leer!

Mein Weihnachtsfest

Geplant war das ich am 2. Weihnachtsfeiertag mit meiner Mutter nach Stuttgart fahre und sie zu meiner Schwester bringe. Doch sie hatte wegen einem „Wehwehchen“ um einen Aufschub gebeten. Also haben wir das auf den 30./31. verschoben.

Meiner Mutter war „einfach nicht ganz gut“ und für sie war das ne Kleinigkeit zu fahrt zu verschieben. Nicht so für mich und meine Schwester. Denn wir mussten das ganze ja irgendwie organisieren usw. Zum Glück hat meine Schwester Urlaub und konnte somit umplanen. Ich allerdings hatte die „Kundenreichsten Arbeitstage seit 2019“! Was meine Mutter gar nicht realisierte…sie meinte nur „wieso Du arbeitest diese Woche doch nur 3 Tage“…

Ich bin jetzt mal milde und schiebe die Tatsache das sie schon wieder vergessen hat das es mir Anfang Dezember gesundheitlich überhaupt nicht gut ging, ihrem hohen Alte zu. Sie denkt wenn ich wieder arbeiten gehen kann ist alles in Ordnung. Ist es aber nicht, ich bin immer noch angeschlagen und mich strengt alles ein wenig mehr an als normal. So auch 3 Tage „Jahresendgeschäft“.

Aus dem Grund hatte ich gebeten das wir am 30. nach Stuttgart fahren und ich erst am nächsten Tag zurück fahre. Meine Mutter denkt immer noch ich wollte das so um beim gemütlichen Abendessen bei meiner Schwester dabei zu sein.

Autofahrt mit Hindernissen

Ursprünglich wollten wir um 14 Uhr los fahren, doch meine Mutter rief mich an mit der bitte doch erst eine halbe Stunde später zu kommen weil sie noch nicht ganz fertig sei. Okay das bin ich von ihr gewohnt und so ging ich entspannt gegen 14:30 zum Auto.

Das Auto gehört einer Freunden die momentan mit dem Wohnmobil in Spanien unterwegs sind. Die beiden sind 2 Monate lang unterwegs und so lange darf ich das Auto benutzen. Unter anderem damit es bewegt wird. Dieses Fahrzeug hatten sie mir schon mal geliehen und ich bin es etwas gewohnt… außerdem bin ich Fahrzeugwechsel durch Carsharing gewohnt.

Ich kam also zum Auto und es reagierte nicht auf die Fernbedienung mit dem Schlüssel. Auch wenn ich den Schlüssel im Türschloss hatte reagierte die Zentralverriegelung nicht. Ich bekam also weder die anderen Türen noch den Kofferraum auf. Weil es regnete buxzierte ich meinen Koffer durch die Fahrertüre auf den Beifahrersitz. Doch auch auf das Zündschloss reagierte der Wagen nicht. Nix noch nichtmal ein Lämpchen ging an!!!

ADAC dein Freund und Helfer

Zum Glück ist die Inhaberin des Autos im ADAC und ich rief mit ihrer Mitgliedkarte dort an. Allerdings sagte man mir gleich das andere Pannen die auf der Autobahn oder auf viel Befahrenen Straßen passiert sind Vorrang haben. Ich solle mich auf eine Wartezeit von 60-90 Minuten einstellen. Ich könne mich auch vom Fahrzeug entfernen, denn der Techniker ruft mich 10 Minuten bevor er da ist an.

Also rief ich meine Mutter an und verklickerte ihr es wird mindestens eine Stunde später. Sie hatte schon Panik das wir gar nicht fahren könnten. Aber ich beruhigte sie, ich dachte mir das es entweder an der Batterie oder an einem Maderbiss liegt.

Nach 1.5 Stunden meldete sich der Techniker und wir trafen uns am Auto. Er erzählte das er am Vortag schon mal Starthilfe genau in der Straße gegeben habe… diese Parkplätze bringen wohl kein Glück.

Er schloss ein Testgerät an die Batterie und stellte fest das sie Tiefen entladen sei… „Hatten sie das Licht angelassen?“ doch ich war sicher das ich das Licht nicht an hatte, weil ich den Wagen am Tag abgestellt hatte. Mit einem anderen Gerät gab er mir Starthilfe und der Wagen sprang sofort an! Und er fand auch gleich den Fehler: ich hatte die Innenbeleuchtung angelassen. Und nach 4 Tagen war dadurch die ohnehin nicht mehr so gut erhaltene Batterie leer. „Fahren Sie jetzt am besten einige KM auf der Autobahn, damit die Batterie vollständig geladen werden kann“. Kein Problem ich wolle ja nach Stuttgart (250km).

Nach weniger als 10 Minuten war ich reise-bereit!

Wenn man ein älteres Fahrzeug fährt lohnt sich eine ADAC Mitgliedschaft wirklich.

4 Stunden später angekommen

Durch diese Verzögerung, durch Regenwetter und Stau kamen wir dann leider etwa vier Stunden später als zuerst geplant bei meiner Schwester an. Natürlich hatte ich sie zwischenzeitig mehrfach informiert.

Die Nacht war kurz und Schlafarm und am Samstag bin ich allein zurück gefahren:

Dieses Selfie hab ich bei eine „Teepause“ auf dem Heimweg gemacht. Bei Milden 15 Grad und strahlendem Sonnenschein. Die Heimreise verlief perfekt ohne irgendwelche Probleme. In 3.5 Stunden war ich wieder zuhause.

Den Sylvester-Abend habe ich mit Freunden bei leckerem Raclette Essen und Spieleabend verbracht. Es war ein schöner und Harmonischer Abend.

Alles Gute für 2023

Allen meinen Lesern wünsche ich ein frohes, gesundes und glückliches Neues Jahr!

Vielen Dank für Deinen Besuch. Dieser Text wird verspätet noch bei Karminrot im Samstagsplausch verlinkt.

Schöne neue Technik…

Heute kann ich nur ganz kurz von meinem Arbeitsalltag berichten. Denn „Zwischen den Jahren“ habe ich nicht frei sondern es ist sehr Kundenreiche Hochsaision.

Brauchen wir nen neuen Drucker?

Ich arbeite in der Stoffabteilung und wir verkaufen die Meterware ab 20 Zentimeter. Das heißt die Kasse muss auch Beträge wie 0.2 mal der Meterpreis verarbeiten können. Das ist an sich kein Problem. Waren mit Kommastellen kommen ja auch im Lebensmittelbereich vor. Funktioniert von dieser Warte aus problemlos.

Aber so ein abgeschnittenes Stück Stoff hat ja keine EAN Nummer oder Strichcode. Früher als die Kasse direkt nebendran war sind wir dann zusammen mit dem Kunden, mit dem Stoffballen unter dem Arm zur Kasse gegangen und dort hat die Kollegin oder auch der Verkäufer selbst das Etikett am Ballen abgescannt und die Menge manuell eingegeben.

Seit 2015 haben wir aber keine eigene Kasse mehr in der Stoffabteilung. Die nächste Kasse befindet sich im Stockwerk unterhalb. Es wäre unzumutbar die schweren Stoffballen dann ständig die Rolltreppe rauf und runter zu tragen.

Zu diesem Zweck hatten wir „den Patcher“. Ein Drucker der nur eine Sorte Klebeetiketten drucken kann. Er generiert nur einen Strichcode für die Menge und einen für die EAN. Völlig banal und vor allem Störungsarm!

Die Daten die er Drucken soll bekommt er von super einfachen mobilen Scannern, die fast genauso wenig können wir der Drucker. Wir haben seit fast 20 Jahren die gleichen 4 Geräte in Betrieb. Der Akku reicht etwa für 1-2 Tage und dann Stellen wir das kleine Handgerät wieder für 1-2 Tage in die Ladestation. Auf diese weise sind immer 2 in Benutzung und zwei laden im Lager. Die Geräte sind unglaublich robust und stabil. Denn es kommt immer wieder mal vor das eines auf den Boden fällt oder sonst wie unsanft behandelt wird. Die meisten Geräte sind schon mit Tesafilm geflickt. Bei einem ist sogar eine Ecke abgeschlagen. Aber sie funktionieren noch einwandfrei!

Druckeretiketten leer!

Wir sind momentan in einem Schutzschirm verfahren und das bedeutet sämtliche Ausgaben müssen vom Insolvenzverwalter genehmigt werden und entsprechend begründet werden. Momentan herrscht ein Bestellstopp bei solch Kleinigkeiten wie Etiketten. Wir sollen doch erst mal die alten Bestände aufbrauchen. Notfalls halt eine andere Alternativen benutzen…

Das geht bei vielen Dingen. Aber nicht dieser alte Drucker. Er hat ein Etikettenmaß das nur noch für diesen Druckertyp vor kommt und deshalb haben wir im ganzen Warenhaus nichts was da passt. Bei der letzten Insolvenz 2020 waren wir in einer ähnlichen Situation und ich konnte auf ganz alte Bestände von ollen vergilbten Aufklebern zurück greifen die für Geräte angeschafft waren die es schon lange nicht mehr gibt. Diese alten Bestände sind nun komplett verbraucht. Die neueren Etiketten für die Aktuell verwendeten Preisetikett-Drucker passen nicht. Denn mein altes Gerät braucht eine bestimmte Breite.

Neu bestellen ist gerade nicht möglich, denn es heißt es gäbe ja Alternativen…

Welche Alternativen?

Ein Kollege meinte „habe ich Dir nicht letztens eine Anleitung zum Etiketten Drucken“ ausgedruckt. Ja er hatte mir vor wenigen Tagen eine Anleitung gebracht, da ging es um Stoffetiketten. Ich dachte dabei allerdings an die Preisschilder an den Stoffballen. Denn im Zuge Inflation war mir angekündigt worden wir müssten alle Etiketten an allen Stoffballen erneuern! Das hat an dann aber wegen Unzumutbarkeit verworfen. Statt alle gleichzeitig austauschen werden nun nach und nach die Preise auf den bestehenden Etiketten korrigiert.

Ich suchte also das Schreiben raus. Schon auf der Titelseite dachte ich „das ist nicht das war mir jetzt weiter hilft“, denn da stand das Datum 2019…

Zu meiner Verwunderung ging es aber in dem Text um die neuen mobilen Drucker die das Warenteam erst seit wenigen Wochen erhalten hat. Diese Geräte hatte ich bisher nur von weitem gesehen. Und wenn eine Kollegin gerade in meiner Nähe Gedruckt hat, hatte sie stets einen der alten Modelle.

Was neues? Zeig mal her

Ich ging in das Warenteam Büro wo bestimmt 20 dieser neuen Geräte aufgereiht auf Ladestationen stehen… fast alle noch da. Die alten Drucker sind ständig zu wenig und man muss morgen ganz früh sein um noch einen zu erwischen… oder man muss einen der Warenteam-Leute die mittags Feierabend haben frühzeitig volllabern „wenn Du Feierabend machst, darf ich dann Deinen Drucker haben?“ Ein Umstand der mich seit Monaten extrem nerft!

Wenn ich nur mal ein oder zwei Preise ändern muss, war das immer viel zu viel Aufwand den entsprechenden Drucker zu organisieren.

Nun standen da gaaanz viele unbenutzte Drucker.

„Darf ich da einen haben?“

Die Kollegin meine „ja kannst Du nehmen, aber es ist keiner da der Dir das erklärt, funktioniert ähnlich wie mit dem alten… aber wir sollen da nicht dran weil man viel mehr verstellen kann“… wiebitte?

Ich schnappte mir eines dieser neuen Geräte und ein entsprechendes Eingabegerät. Das sind im Grunde Handys auf denen nur eine Bestimmte Software läuft.

Dieses Handy ist schon mal ein Hindernis, denn man kann ganz schnell den Pin zu oft falsch eingeben und das Gerät damit sperren… Aus diesem Grund liegen dort immer wieder mehrere Geräte die der Chef erst mal wieder entsperren muss.

Dieser wechselte für mich die Etikettenrolle und bat mich wenn diese leer sind zu ihm zu kommen weil das bei dem neuen Gerät sooo kompliziert sei. Keine 15 Minuten später waren sie leer und ich wollte ihn nicht schon wieder behelligen. Ich hatte ja heimlich eine neue Rolle mitgenommen. Ich versuchte es alleine und…

Piiiiiep! Das Gerät machte Warntöne und nix ging. Also bin ich wieder zu ihm hin. „Ich hab ihnen doch gesagt sie sollen das nicht selber machen!“ Er nah mir das Gerät aus der Hand, dreht sich um, ein Klacken, Pfeifton hört auf und er gibt mir das voll funktionstüchtige Gerät in die Hand. Es war genau nur ein einziger Handgriff falsch!

Daraufhin bekam ich noch ein paar Ersatzrollen und ein „gut gemacht“. Das ganze Warenteam blickt bei dem Teil nicht durch und ich habs 15 Minuten in der Hand und kriege es hin die Rolle zu wechseln.

Mein Erfahrungsschatz

Tja da kamen mir meine Erfahrungen von früher zu gute. Ich habe in der „Bürotechnik“ Abteilung in den 80er P-Touch Geräte verkauft. In den 90er Schreibmaschinen und Drucker und viele Jahre lang Computer und Zubehör. Geht nicht gibt bei mir nicht, ich will immer erst rausfinden warum es nicht geht.

Funktioniert das neue System?

Der Drucker tut was er soll, die Etiketten sind auch für den Endkunden viel besser weil die Warenbezeichnung und der Preis mit drauf stehen. Aber die Komunikation zwischen den Handys und den Druckern ist alle Nase lang gestört. Gestern habe ich mein Gerät bestimmt 10 mal neu gestartet bis die Funktion wieder verfügbar war… alles neben dem normalen Geschäft!!

In der Stoffabteilung war gestern sehr viel los, denn wir haben 50% auf weihnachtliche Stoffe. Und dann ein Drucker der nur hin und wieder geht…

Meine Beiden Kolleginnen sind beide älter und Computertechnisch nicht so versiert. Beide trauen sich einen Neustart des Programms nicht zu. Ich hab keine Ahnung wie das zukünftig funktionieren soll.

Schöne neue Technik die nicht funktioniert !

Samstagsplausch am 24.12.

Endlich ist er da der heilige Abend. Der Grund warum ich diesem Datum entgegen gefiebert habe ich vielleicht ein anderer wie bei den meisten Menschen

Dieses Jahr freue ich besonders das ich dieses „Weihnachtsgeschäft“ überstanden habe. Endlich ist der Advent vorbei!

Für mich persönlich war die Adventszeit sehr stressig und anstrengend. Auch wenn der Kundenandrang bei uns im Warenhaus nicht so groß war wie erwartet, hatte ich mit vielen persönlichen Dingen zu kämpfen.

An erster Stelle natürlich meine Gesundheitlichen Probleme. Nachdem ich Anfang Dezember sogar krank geschrieben war, war mein Ziel unbedingt bis Weihnachten durchzuhalten und halbwegs gesund zu bleiben.

Vorfreude?

Um ehrlich zu sein hält sich meine Vorfreude auf das Weihnachtsfest in Grenzen. Das ist schon seit vielen Jahren so. Ich mach klassisches Weihnachtstamtam mit mega viel Essen, Geschenke und Weihnachtsbaum eigentlich gar nicht!

Meine Taktik um schreckliche Familienfeiern zu umgehen ist seit einigen Jahren am heiligen Abend als Ehrenamtlicher Helfer bei „Weihnachten Gemeinsam“ einer Weihnachtsfeier für Einsame und Obdachlose mit zu machen.

Es ist mir lieber für Fremde essen zu verteilen und da eine Aufgabe zu haben als mit meiner „Familie“ zu feiern. Doofe Geschenke die keiner wirklich haben will hin und her zu schieben, am besten noch im gleichen Geschenkpapier wie letztes Jahr (und die 10 Jahre davor).

Worauf ich mich wirklich freue?

Das tollste Geschenk das mir jemand machen kann, machen mir Freunde, die ab morgen für zwei Monate mit dem Wohnmobil unterwegs sind und mir für diese Zeit ihr Auto zur Verfügung stellen. Das finde ich toll. Damit kann ich wirklich was anfangen und mit meiner Mutter und Freunden ein paar Ausflüge machen die sonst nicht möglich wären!

Am zweiten Weihnachtsfeiertag werde ich den Wagen gleich dazu nutzen mit meiner Mutter nach Stuttgart zu meiner Schwester zu fahren. Allerdings muss ich am gleichen Tag wieder zurück. Aber wenn ich ehrlich bin ich freue mich mega auf die Rückfahrt alleine… Endlich mal wieder Laut Musik hören im Auto und Autobahn fahren. Das finde ich toll, darauf freue ich mich, solche Momente sind für mich „Freiheit“. Die Hinfahrt mit meiner Mutter wird vermutlich noch nicht so entspannt, denn meine Mutter hat bei solche „weiten Reisen“ immer Angst und will x-mal Pause machen. Dabei ist die Strecke bis zu meiner Schwester gar nicht so weit und anstrengend. 3 Stunden Autofahren ist für mich keine Tortur, sondern eher Erholung. Meine Mutter sieht das ganz anders.

Weihnachtsessen?

Eine Arbeitskollegin hat mich gefragt „Was kochst Du weihnachten?“ … (okay sie ist Italienerin und hat an einem der Feiertage 10 Gäste und am anderen 8 zum Essen)

Ich musste ihr allerdings antworten „Nix“! Ich werde nicht einen krümel mehr Lebensmittel einkaufen als normal!

Am heiligen Abend verteile ich bei „Weihnachten Gemeinsam“ essen das gespendet wurde an andere, und krieg davon auch etwas. Ich helfe dann zwar das Geschirr von voraussichtlich 80-100 Personen ab zu räumen, aber zuhause hab ich keinen Mehraufwand.

Am ersten Weihnachtfeiertag habe ich mir fest vorgenommen nur auszuruhen und zu faulenzen! Wenn ich Lust darauf hab dann gibt es irgendwas aus dem Kühlfach oder einen Griesbrei… irgendwas einfaches was keine Arbeit macht.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag bin ich zweimal mindestens 3h mit dem Auto unterwegs. Da gibt Tee aus der Thermoskanne, und Kekse auf die Hand. Vielleicht noch ne Banane oder nen Apfel. Aber sicher kein dreckiges Geschirr.

Weihnachten Gemeinsam

Ist eine Veranstaltung die schon seit vielen Jahren in der alten Feuerwache in Lörrach stattfindet. Sie wird von der Evangelischen Allianz Lörrach organisiert. Hier helfen Freiwillige aus unterschiedlichen Gemeinden. Es gibt ein kostenloses Essen für alle die alleine oder bedürftig sind. Obdachlose, Einsame und Bewohner des nahen Altenheimes treffen sich hier für eine kleine Feier mit Essen, Musik, kleiner Predigt und sogar Geschenken.

Früher gab es dafür einen riesigen Gabentisch mit gespendeten Geschenken, wo sich jeder Besucher was aussuchen konnte. Dieses Jahr wurde das allerdings anders organisiert und es gibt „Gutscheine“ für diverse Geschäfte in der Lörracher Innenstadt.

Ich mache bei dieser Veranstaltung schon seit über 10 Jahren mit und in diesem Jahr wurde mir die „Leitung“ für das Service-Team (also die, die das Essen verteilen) übertragen. Ich hoffe ich kriege das gut hin, mit den Helfern einteilen, damit alles reibungslos ablaufen kann. Vor dieser Aufgabe habe ich ein wenig „Bammel“ und bete um Weisheit und vor allem um fähige Helfer. Aus meinem eigenen Können und wissen kann ich es nicht gut machen… ich bin bei dieser Aufgabe völlig auf Gottes Segen angewiesen!

Endspurt

Aber zuvor kommt noch der „Endspurt“ im Warenhaus. Die letzten paar Stunden vor Weihnachten sind immer ganz speziell, denn dann kommen alle Kunden zu uns die noch keine Geschenke haben und so mancher kauft dann auch etwas „panisch“.

Wie zu erwarten war, sind „Aufhänger für Christbaumkugeln“ längst ausverkauft. Die nette Mitarbeiterin aus der Kurzwarenabteilung hat da ein paar Alternativen zu bieten… Und dieses Jahr haben wir tatsächlich noch ein paar Baumständer!

Und nie verkaufen wir so viele Tischdecken und Stoffservietten wie in den Tagen vor Weihnachten… im Notfall gibts auch ein paar Meter schönen Stoff den man über den Tisch legt.

Danke

vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.Blog. Diesen Beitrag verlinke ich beim Samstagsplausch von Karminrot.

Alles wird besser 21. Dezember

Heute möchte ich Euch davon berichten wie es mir mental besser geht nachdem meine Körperlichen Beschwerden fast komplett verschwunden sind.

Heute ist der 21. Dezember, Wintersonnwende . Diese Nacht ist in unseren Breitengraden die längste des Jahres. Ab morgen werden die Tage wieder länger.

Warum erwähne ich das? Weil diese „dunkle Jahreszeit“ vielen Menschen auf das Gemüt schlägt. Auch mir. In dieser Zeit fällt es mir oft etwas schwerer eine positive Haltung zu den Alltäglichen Problemchen zu behalten. Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich zugeben das ich im Winter zu einer depressiven Stimmung neige.

Wie macht sich das bemerkbar?

Wenn es dunkel und kalt ist habe ich wenig Motivation, keine Lust um irgendwas zu tun. Ich bin dann ständig müde, komme schlecht aus dem Bett und kann mich weniger gut konzentrieren.Wenn dann noch schlechte Nachrichten oder zusätzliche Belastende Situationen dazu kommen dann wird alles etwas „dunkel“ in mir. Kaum noch etwas gefällt mir oder macht mir Freude. Und das geht dann schon leicht in Richtung einer Depression…

Rechtzeitig gegensteuern!

Wenn man es früh genug erkennt, das da in der Gedankenwelt etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, dann kann man selber noch gegensteuern. Doch leider ist es oft so das ich vor lauter Hektik im Alltag das nicht rechtzeitig bemerke.

Ein Indiz dafür das irgendwas nicht mehr richtig läuft ist bei mir das ich Gedanklich einzelne Aufgaben oder Probleme derart aufbausche das ich sie für unüberwindbar halte.

Im November und Anfang Dezember hatte ich gleich Mehrere solcher „Monsterberge“ unter anderem der Arbeitsplan für den Dezember. Irgendwie redete ich mir ein „Hilfe wie soll ich den Dezember überleben?“ Der Monat wirkte für mich unendlich vollgestopft mit Terminen und zusätzlichen Aufgaben und ich hatte das Gefühl alles nicht bewältigen zu können.

Hinzu kamen dann noch meine körperlichen Beschwerden. Und als dann ein Arzt wörtlich zu mir sagte „machen Sie mal nix“ war ich im ersten Moment wie vor den Kopf geschlagen. Waaas nixtun? „ich muss noch dies und das und jenes und sooo vieles erledigen“. Aber meine Schmerzen in den Beinen und Armen bewegten mich dazu auf diesen Arzt zu hören. Ich redete mir ein „jetzt ist meine wichtigste Aufgabe mich zu erholen, erst dann kann ich alles andere tun“.

Mit den Schmerzen wurden die Berge weniger

Ganz langsam und vorsichtig begann ich an den Bergen zu „knappern“. Mir diese in ganz kleine Einzelteile zu zerlegen und diese kleinen Teile zu bewältigen. Aber was das wichtigste war, ich habe mir eingestanden das ich es ohne Hilfe nicht packe und habe es zugelassen das mit Freunde und meine Schwester bei den einzelnen „Bergen“ helfen.

Einer der Monsterberge war die Steuererklärung. Sie erschien mir als unbezwingbares Hindernis! Eine Freundin die mal als Steuerfachgehilfin gearbeitet hat kam um mir bei dem sortieren und vorbereiten zu helfen. Das hat mir schon Mal extrem geholfen, etwas Überblick zu bekommen. Zwei Tage später kam meine Schwester für ein Wochenende um mir dabei weiter zu helfen. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft weiter zu machen. Dann zwei weitere Tage später kam die Freundin nochmal und half mir die Steuererklärung fertig zu machen. Die Tage dazwischen brauchte ich um „nix zu tun“!

Das schlimmste Monster war für mich das Arbeitspensum im Dezember. Als ich den Arbeitsplan sah geriet ich fast in Panik… „Wie soll ich das schaffen“… denn ich steigerte mich innerlich so sehr hinein das die Arbeit im Dezember so schlimm stressig sein würde wie früher in der Multimedia-Abteilung. So ist es aber gar nicht.

Jetzt ist schon der vierte Advent vorbei und es war gar nicht sooo schlimm wie ich mir das ausgemalt hatte. Diese Woche habe ich nur 4 Arbeitstage und einer davon ist der 24.12… der ist nur bis 14 Uhr. Also sind es effektiv nur 3.5 Arbeitstage. Warum hatte Angst? Wovor habe ich mich gefürchtet?

Was tue ich damit es meiner Seele besser geht?

  • Ausruhen, mir auch mal nixtun erlauben
  • genügend Schlaf
  • weniger Kaffee und viel Tee
  • Beten und Bibel lesen
  • Ernährung korrigieren
  • Nahrungsergänzung

Der letzte Punkt scheint mir wirklich extrem zu helfen. Vor vielen Jahren hatte ich mit einem Produkt das ich über mehrere Monate täglich eingenommen hatte sehr gute Erfahrungen gemacht. Damals hatte ich sogar 16 Kilo abgenommen und mir ging es auch sonst sehr gut. Aus Kostengründen hatte ich damit aufgehört und mir eingeredet mir fehlt nix…

Naja jetzt wiege ich 20 Kilo mehr und bin durch diese dubiose Erkrankung bei der die Ärzte nicht wussten was tun an meine absolute Belastungsgrenze gestoßen. Rein zufällig seit ich dieses Produkt nehme gehts mir körperlich und seelisch besser.

Alles wird gut

Der 83. Geburtstag meiner Mutter am vergangenen Montag war überhaupt nicht so stressig oder belastend wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Idee das ich sie an Weihnachten zu meiner Schwester bringe und sie dort bis Silvester bleibt findet sie gut und es gab nicht die gefürchteten Diskussionen. Im Gegenteil, wir waren Asiatisch Essen und es hat meiner Mutter sehr geschmeckt.

Der Adventbasar ist abgeschlossen und war ein voller Erfolg. Meine Angst das wir zu wenig Waren haben könnten war total unbegründet. Es waren ausreichend Helfer dabei und es blieb nicht viel zu viel an mir hängen.

Gestern konnte ich wieder ein neues Erfolgserlebnis verbuchen. Ich habe bei einem Pullover den ich sehr liebe einen Reißverschluss gewechselt. Dieser war schon seit Monaten kaputt und ich hab das immer wieder vor mir her geschoben, weil ich dachte ich bekomme es nicht ordentlich hin. Es hat geklappt! Sieht gut aus und funktioniert wieder einwandfrei. Fotos hab ich keine gemacht.

Und heute ist der dunkelste Tag des Jahres, aber ich bin um 7 Uhr aufgestanden und ich werde mir jetzt gleich, eine Stunde später den ersten Kaffee gönnen.

Ich habe nämlich erfahren das man mein Schilddrüsenmedikament nicht gemeinsam mit Kaffee nehmen sollte. Bisher hatte ich immer unmittelbar nach dem Tabletten nehmen Kaffee getrunken und evtl konnte mein Körper deshalb die Wirkstoffe nicht richtig aufnehmen. Seit ein paar Tagen habe ich mir angewöhnt als erstes einen Kräutertee zu trinken.

Hey ein Blogartikel vor dem ersten Kaffee!

Das beweist doch das ich momentan morgens besser wach werde und nicht wie ein Zombie bin!

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Samstagsplausch am 17. Dezember 2022

Heute möchte ich wieder im Samstagsplausch mit Euch ein wenig aus meinem Leben plaudern. Mit diesem Text nehme ich wieder bei der gleichnamigen Linkparty bei Karminrot teil.

Diese Samstag ist nicht wie alle anderen. Er ist was besonderes. Heute ist der vierte Adventssamstag. Früher, zu Zeiten vor der Pandemie war dies der absolute „Grosskampftag“ im Einzelhandel.

Advent im Warenhaus

An den vier Samstagen vor Weihnachten haben wir mehr verkauft als sonst vielleicht im Monat, je nach Warengruppe kann man das wirklich so beschreiben. Früher war ich in der Multimedia und CD Abteilung tätig. Da haben wir an diesen Tagen weit mehr umgesetzt als unter dem Jahr. Deshalb war für mich persönlich die Adventszeit immer gleichbedeutend mit viele Kunden und viel Arbeit. Mit Aussagen wie „besinnliche Adventszeit“ konnte ich seit ich in diesem Beruf tätig bin nichts mehr anfangen.

Seit 2010 bin ich in einem ruhigeren Abteilungsbereich tätig doch auch hier gibt es „Saisonale Schwankungen“… Neben der Stoffabteilung gehört auch die Kurzwarenabteilung zu meinem Zuständigkeitsbereich. Mit Kurzwaren wird all der Kleinkram benannt, den man zum Nähen oder Handarbeiten braucht. Wolle, Stricknadeln und all das kleine Nähzeug. Diese Artikel sind meist nicht so hochpreisig. Unser Hauptgeschäft machen wir da mit Fadenrollen und co für ein paar wenige Euros. Aber es gibt auch ein paar richtig teure Artikel. Ein ganz spezieller Fall sind da Nähkästchen aus Holz. Früher haben wir diese nur von September bis Dezember geführt, weil sie auch nur dann als Weihnachtsgeschenke gefragt waren. Nur als Weihnachtsgeschenk war etwas hochwertiges interessant

Doch seit Corona führen wir sie ganzjährig. Vor 2020 war das undenkbar, aber jetzt ist das normal das ich diesen Artikel auch mal im August bei 36 Grad verkaufe. Das Kaufverhalten der Menschen hat sich durch die Auswirkungen der Pandemie verändert.

Was gleich geblieben ist das wir im Winter weit mehr Wolle verkaufen als im Sommer. Das ist normal, weil die Menschen einfach mehr Zeit haben um Handarbeiten zu machen. An langen dunklen Winterabenden hat man für diese Dinge einfach mehr Zeit.

Wird es normaler?

Die letzten beiden „Weihnachtsgeschäfte“ also der Advent 2020 und 2021 kann man nicht als solches bezeichnen. Ab 17. Dezember 2020 hatten wir geschlossen!!! Berufsverbot wegen Pandemie! Das Jahr darauf hatten wir im Dezember noch „G2“ also die Kunden mussten geimpft oder getestet sein. Es kam nur in den Laden wer unbedingt musste… Das kann man in keinster Weise mit dem Vergleichen war früher mal normal war.

Wie früher wird es wohl nie wieder, es gibt ein „neues Normal“ dazu gehört es wohl auch nicht mehr im Advent in den Innenstädten einkaufen zu gehen.

Wie ist der Advent dieses Jahr für mich?

Alles andere als gemütlich und beschaulich… für mich irgendwie nur ein paar anstrengende Woche die ich irgendwie „überleben“ muss…

Schon im November hatte ich gesundheitliche Probleme und auch sonst schien mir alles mögliche das mit belastet und stresst über den Kopf zu wachsen. Steuererklärung, Geldsorgen, Nebenkostenabrechnung usw waren da nur ein paar Punkte die mich belasteten. Aber das meiste ist nun erledigt und es schwebt nur noch das „Schutzschirmverfahren“ als dunkle Wolke über mir. Es fühlt sich einfach Scheiße an wenn der Arbeitgeber mal wieder in einer Insolvenz ist. Ich mach das jetzt das dritte mal mit und es k… mich an.

Gesundheitlich?

Es geht mir besser !!! Meine Symptome, diese eigenartigen wandernden Schmerzen in Armen und Beinen sind fast vollständig verschwunden. Einzig noch das linke Knie ist zeitweise etwas „steif“. Aber ich kann normal laufen und es stört nur noch beim in die Hocke gehen, hin setzten und ähnlichem. An den Händen sind die Missempfindungen fast ganz weg. Manchmal zickt der eine Mittelfinger. Aber es behindert nicht mehr meine normalen Bewegungen. Schultern und Hüften sind wieder normal!

Was noch immer etwas da ist, ist ich habe fast permanent kalte Hände und ich bin noch etwas „ungeduldiger“ als normal. Ich hab immer wieder das Gefühl irgendwas geht nicht schnell oder gut genug. Aber da muss ich mich bremsen.

Auch habe ich den Eindruck es stört mich ungewöhnlich viel wenn ich jemandem etwas sage und ich hab das Gefühl es kommt nicht an. Situationen wie „bitte bezahlen Sie einen Stock tiefer in der 4. Etage“ und Kunde antwortet „Ja muss ich da runter?“ Hallo??? Hört mich jemand? Ich sagte gerade „tiefer“ und „4. Etage“… Manchmal möchte ich dann die Person anschreien „Auf dem Dach kannst Du nicht bezahlen!“ .

Wenn es mir gut geht, sind mir solche Situationen egal… Ich kenne es ja seit 34 Jahren. Aber momentan merk ich in solchen Momenten das ich noch nicht wieder ganz „ausgeglichen“ bin und mich sowas mehr aufregt als es sollte. Ich bin irgendwie allergisch gegen Doofheit…

Auf zur Arbeit:

Ich muss nun schon zum Ende kommen denn ich muss mich zur Arbeit fertig machen. Heute habe ich „Frühschicht“ von 9-18 Uhr… denn an den Adventssamstagen haben wir länger geöffnet. Die Kollegen von der Spätschicht sind heute bis 20 Uhr für die Kunden da.

Gestern Abend kurz vor Ladenschluss hatte ich eine Kundin angesprochen die sich konzentriert die Lichterketten angeschaut hat „Kann ich ihnen noch was helfen? Wir schließen in 4 Minuten“ und sie „Nein unten an der Türe stand 20 Uhr“! (will sie mich belehren wie lange ich da sein muss? Denkt sie, sie weis mehr als die Leute die hier arbeiten?) „Ja da steht aber auch am Samstag schließen wir um 20 Uhr, heute ist Freitag“ …

… lieber Gott bitte schenk mir Geduld für den heutigen Tag! Ich möchte in solchen Momenten nicht aussprechen was ich in dem Moment von demjenigen halte…

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel. blog

1000 Teile Raus, der Endgegner

Die aufmerksamen Leser der Linkparty „Weniger ist mehr -1000 Teile raus“ haben mich vielleicht vermisst. Ich habe leider aus gesundheitlichen Gründen mehrmals ausgesetzt.

Mitten im Weihnachtsgeschäft musste ich mich krank schreiben lassen, obwohl ich das gerne verhindert hätte. Doch meine Probleme mit den Schmerzen in den Beinen hatten sich auch auch auf die Arme aus geweitet!

Nach meiner Corona Erkrankung im Oktober tat mir zuerst nur ein Bein immer wieder weh… als es schlimmer wurde war ich sogar damit in der Notaufnahme im Krankenhaus, mehr darüber unter „Ein Urlaubstag im Krankenhaus“. Ich wurde untersucht aber es wurde nix gefunden! Als wenige Tage später das andere Bein auch weh tat war ich bei der Hausärztin, diese hat auch nichts gefunden und hat mich mit der Aussage „das kommt von der Schonhaltung, dem Humpeln“ weg geschickt. Die Beschwerden waren mal besser und mal schlimmer aber ganz weg war es seit Anfang November nicht!

Als dann meine Hände und Schultern ganz ähnlich zu schmerzen begannen (Schmerz mal da und mal nicht… wandernd, unregelmäßig) wandte ich mich an einen anderen Arzt. Dieser schob es auf „Stress“ und schrieb mich ein paar Tage krank. Da es nicht besser wurde war ich dann wieder bei meiner Hausärztin und diese hat mich zwar auch krank geschrieben, aber wirklich gemacht wurde nichts.

Aufräumen und Aussortieren wenn alles weh tut?

Zeitweise tat jeder Griff nach einer Tasse im Geschirrschrank weh, entweder in der Hand oder in der Schulter, und wenn nicht dann tat der Schritt den ich danach gemacht habe weh. Das führte dazu das ich wirklich nur das allernötigste gemacht habe. Zuerst versuchte ich es mit viel Ruhe und möglichst nix machen. Doch dann habe ich gemerkt das Ablenken gut tut und eine Freundin hat mich zu mehreren langen Spaziergängen im Wald mit geschleppt… gleichmäßig laufen geht noch am besten. Aber immer wieder mal gabs Momente wo ich einfach stehen bleiben musste weil mit entweder der Knöchel, das Knie oder die Hüfte weh tat. Manchmal beim normalen gehen plötzlich eine Hand…

Fazit ich habe nichts geräumt

Ich habe nicht aussortiert oder aufgeräumt. Ich wollte zwar im Keller ausmisten, aber wenn ich kaum die Treppe runter komme, habe ich dazu keine Motivation.

Steuererklärung

Doch meine Steuererklärung war fällig und eine Freundin war da und hat mir geholfen den Aktenschrank im Schlafzimmer leer zu machen und die Unterlagen zu sortieren… sagen wir so, sie hat sortiert und ich hab auf ihre Anweisungen hin den Locher bedient und ähnliche Handlangertätigkeiten gemacht. Denn ich war auch Mental nicht wirklich gut drauf. Es fiel mir schwer mich zu konzentrieren, bloggen zum Beispiel konnte ich tagelang nicht. Teilweise wusste ich am Ende eines Satzes nicht mehr was ich eigentlich schreiben wollte.

Dank der Unterstützung dieser Freundin habe ich den Aktenschrank leer bekommen und die noch wichtigen Unterlagen bekommen nun einen neuen Platz. Damit ist mein Endgegner, dieser vollgestopfte Schrank in der Ecke besiegt

Mein Endgegner ist besiegt!

Schon am Anfang des Jahres hatte ich vor diesen Schrank zu entrümpeln und die darin enthaltenen alten und und neuen Papiere endlich sinnvoll zu sortieren und abzulegen.

so sieht der entrümpelte Schrank jetzt aus. Diese Dinge hier bekommen einen neuen Platz und zum Jahreswechsel werden in diesem Schrank nur noch die Waren für den Adventbasar gelagert.

Zwischen wichtigen Steuerunterlagen, Lohnzetteln von über 20 Jahren und Briefe von Strom und Telefonanbietern waren auch privates Zeug, Vereinsunterlagen, Lieferscheine und Rechnungen von vor 10 Jahren usw…

Schon komisch das ich diesen Schadfleck in meiner Wohnung erst dann aufräumen konnte als es mir gesundheitlich wirklich schlecht ging. Aber vielleicht musste ich irgendwie an einen Tiefpunkt kommen um bereit zu sein mich von dem vielen unnützen privaten Kram dazwischen zu trennen. Ein ganzer Müllsack wurde voll mit alten Briefen, Kassenzetteln, Zeitungsartikel, Einladungen, Postkarten usw…

Danke

Danke liebe Elke von Valomeas Flickenkiste für diese Linkparty, die mich jede Woche zum aufräumen und ausmisten motiviert hat. Ohne diese hätte ich in diesem Jahr bestimmt nicht so viel weg geschafft und vielleicht wäre ich dann immer noch nicht an meinen Endgegner ran gegangen. Ich möchte mich für die Blogparty, die vielen netten Worte und die Inspirationen bedanken die ich durch die Teilnahme bei diesem „Langzeitprojekt“ erlebt habe.

Da ich immer noch etwas kürzer treten muss, verabschiede ich mich aus dieser Runde (als Leser bleibe ich vorerst erhalten) und bedanke mich bei allen Teilnehmern!

Im Kommenden Jahr suche ich mir wieder ein ähnliches Projekt wo ich wieder regelmäßig mitmachen kann. Gerne könnt ihr mir dazu ein paar Tipps oder Einladungen schreiben.

Es geht besser 13. Dezember

Heute möchte ich Euch ein kurzes Update schreiben wie es mir gesundheitlich geht.

Meine Schmerzen in den Beinen sind viel viel besser. (Aber nicht permanent weg) Zwar ist das linke Knie immer mal wieder etwas „steifer“ als normal. Aber eben nicht permanent. Das Kniegelenk ist nicht verletzt und es gibt auch keine Schwellung oder ähnliches das auf eine Lokale Erkrankung oder Verletzung hinweist.

Die Arme und Schultern ärgern mich noch ein wenig mehr. Aber es ist weniger geworden. Die einzelnen Schmerzen sind nicht wirklich „schlimm“ aber störend, irritierend und sie beeinflussen mein Verhalten und Bewegungsablauf.

Bezüglich der Schultern bin ich ganz happy denn ich kann wieder schmerzfrei meine Tassen und Teller in den Hängeschrank räumen und heraus holen. Es gab ein paar Tage da tat jeder Griff nach den Fächern in Kopfhöhe weh.

Meine Finger sind permanent extrem kalt, ob ich Handschuhe trage oder warme Stulpen. Sehr angenehm sind heiße Tasse festhalten und warmes Wasser. Aus diesem Grund habe ich die vergangenen Tage sogar gerne Geschirr von Hand gespühlt! Warmwasser, Schwamm und Spüli waren sehr angenehm.

Motivation und Willenskraft kommen wieder

Am Sonntag morgen ging es mir beim Aufstehen besser als die letzten Wochen. Aus dem Bett in den Stand kommen ohne das irgendwas unangenehm weh tut! Schmerzfrei kam ich bis in die Küche wo ich meinen Kaffee vorbereitet habe. Dabei fiel mir ein das nach dem Gottesdienst zum „Podluck“ aufgerufen wurde. Das heißt ein gemeinsames Mittagessen bei dem jeder einfach einen „Pott“ mit etwas zu Essen mitbringt. Darauf hatte ich extreme Lust, denn nach 2 Wochen krank alleine zuhause, freut man sich über jede Gesellschaft. Aber was bringe ich mit?

Ich hatte noch selbst gekochte Gemüsesuppe im Tiefkühlfach… aber die sieht nach dem auftauen dann manchmal nicht so schön aus und wir deshalb vielleicht von den anderen verschmäht. Was habe ich denn noch frisches?

Kartoffeln! Mehlig kochende Bio-Kartoffeln mit denen ich vergangene Woche schon mal „Kartoffelstampf“ gemacht hatte, der sehr lecker war. Ja cool das mach ich! Aber dafür müssen die Kartoffeln geputzt und geschält werden und schöön lange gekocht. Viel Zeit war nicht mehr, ich musste sofort beginnen.

Noch vor meinem ersten Kaffee, ohne langsames „wachwerden“ auf der Couch, begann ich meinen größten Topf voll Kartoffeln zu schälen. Und es ging ohne Schmerzen in den Fingern!!!

Noch eine Woche zuvor hatte ich Mühe ein Messer zu halten, und für meine Mahlzeiten hatte ich die Kartoffeln ungeschält verarbeitet weil es mir zu aufwendig und schmerzhaft vor kam. Da ist auf jeden Fall eine Besserung meiner Beschwerden geschehen. Auch in meinem Kopf ist dieses „Oh nein das wird mir weh tun“ weg.

Nach dem Kochen konnte ich die Kartoffeln kraftvoll „Stampfen“, auch das tat nicht weh! Und das ich beim überwachen des Kochvorganges mehrmals hin und her laufen musste hat mich nicht gestört.

Ich werde wieder normaler

Auch beim Adventbasar nach dem Gottesdienst habe ich gemerkt das ich wieder mehr ich selbst werde. Ich kann wieder mit den Leuten quatschen, spaßen und die Handgerfertigten Waren anpreisen. Die Tage vor meiner Krankmeldung wäre ich vor den Kunden am liebsten davon gelaufen, wenn das nicht so weh getan hätte. Jeder Schritt, und jede zweite Armbewegung waren mir „zu viel“. Das ist jetzt wieder weg.

Welches Medikament hat mir geholfen?

KEINES

Mir wurde kein neues Medikament verschrieben, meine Hausärztin hat mir noch nicht mal eine Empfehlung ausgesprochen ob ich etwas gegen die Schmerzen nehmen soll oder nicht. Noch nicht mal ein Tipp welches Schmerzmittel eher ratsam wäre oder was ich meiden soll. Nichts, Niente, Nothing, Nada!

Das einzige was mich Hellhörig gemacht hat war die Frage „nehmen Sie ihr Schilddrüsenmedikament noch?“ dies hatte mich auch der andere Arzt den ich konsultiert hatte als erstes gefragt. Offensichtlich dachte man ich hätte es abgesetzt. Meine Schilddrüsenerkrankung, Hashimoto, kann in Ausnahmefällen auch ähnliches Symptome hervorrufen, wenn der betroffene Hormonhaushalt extrem durcheinander gekommen ist.

Durch was kann das durcheinander kommen?

  • Wechseljahre
  • Stress
  • Angst
  • Depressionen oder depressive Verstimmung
  • Traumatische Erlebnisse
  • Viruserkrankungen
  • … Impfung?

Im Internet fand ich mehre Artikel über das Thema das die Corona-Impfung bei Hashimoto-Patienten Probleme bereiten kann. Aber auch genauso viele Artikel die dazu raten das sich Personen mit einer Autoimunerkrankung zu der Hashimoto gehört unbedingt impfen lassen sollen. Naja egal! Ich bin geimpft und kann das nicht mehr ändern. Was mich bei dieser Impf-Dikussion aber stört ist, das sich die Verfasser darüber Gedanken machen was die Impfung auslösen könnte oder nicht… aber was eine Corona Erkrankung im Bezug auf Hashimoto macht scheint keinen zu interessieren.

Das zeigt mir einmal mehr das bei solchen Diskussionen nicht das Patientenwohl im Focus steht sondern andere Interessen!

Es gibt wissenschaftliche Studien, das es wohl wahrscheinlicher ist mit Hashimoto einen „schweren Verlauf“ zu entwickeln… Aber diese Studien sind von 2020 und dienten wohl nur dazu noch mehr Angst vor einer Covid-Erkrankung zu erzeugen.

Offensichtlich hat noch niemand danach geforscht was ein Milder Verlauf im Hormonhaushalt eines Hashimoto-Patienten bewirkt/ bewirken kann. Mein Eindruck ist beinahe das da manches „Long Covid“ oder sonswie genannt wird, weil man einfach nicht weis das es vielleicht mit der Schilddrüse zu tun hat. Dies ist keine Wissenschaftliche Behauptung! Um hier ein vertrauenswürdige Theorie aufzustellen fehlt mir absolut das Fachwissen!

Meine Theorie

Sieh Dir noch mal die Liste oben mit den Dingen die Hashimoto durcheinander bringen können an… und nun zu meiner Situation

Ich bin 51 Jahre alt (Wechseljahre?), Weihnachtsgeschäft (stressig wie jedes Jahr), Insolvenz (Existenzängste? Angst um Arbeitsplatz), November und Dezember gehts mir seelisch regelmäßig nicht so gut. Ich bin geimpft und ich hatte kürzlich Corona!

Ob nun „mit Corona in einer fremden Stadt ohne Geldbeutel und Papiere zu stranden“ (Siehe Samstagsplausch vom 15. Oktober) ein traumatisches Erlebnis ist, ist ja eigentlich unerheblich. Außer diesem Punkt treffen aus der Liste fast alle zu.

Fakt ist, seit dem tut mir immer wieder irgendwas weh, ich fühle mich schwach, müde, überarbeitet und mal mehr oder weniger überfordert. Woher kommt denn das?

Mir fehlt irgendwas

Irgendwas fehlt mir, entweder irgendein Vitamin oder Nährstoff oder die Dosierung meines Schilddrüsenmedikaments stimmt nicht mehr.

Weil kein Arzt wirklich was macht probiere ich jetzt selber. Ich probiere es gerade mit einer Nahrungsergänzung. Ganz nach dem Giesskannenprinzip, jetzt mal kurz von allem ein bissel viel… und siehe da, es geht mir langsam besser.

Zusätzlich probiere ich es aus ob es mir gut tut wenn ich von meinem Medikament für die Schilddrüse ein wenig mehr nehme.

Achtung! Das möchte ich niemandem weiterempfehlen! Bitte immer mit einem Arzt oder Apotheker absprechen!!!

im Moment denke ich das ich auf dem richtigen Weg bin! Heute gehe ich wieder zur Arbeit. In der Handtasche habe ich vorsorglich Schmerztabletten, falls es wieder so schlimm wird das ich nicht mehr freundlich bleiben kann.

Gestern Abend habe ich es sogar geschafft endlich die Haare zu färben. Das Färbemittel habe ich schon seit Wochen hier zuhause liegen, aber ich konnte mich bisher nicht aufraffen.

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