Samstagsplausch „Meine Oasen der Ruhe“

In meinem heutigen Beitrag möchte ich Euch Einblick geben in meine persönlichen kleinen Oasen der Ruhe. Die ich mir immer wieder schaffe, damit mich mein Beruf Zugbegleiter im Fernverkehr nicht stresst.

Der Duden definiert das Wort Oase nicht nur als Wasserstelle in der Wüste, sondern auch als „Stätte der Ruhe“ oder „Ort der Erholung“. Doch wo ist dieser Ort, wenn man ständig unterwegs ist?

Stätte der Ruhe finden?

Diese Woche war ich beruflich richtig viel unterwegs. Gleich 5 Erlebnisreiche Schichten am Stück. Am Montag ging es nach Frankfurt und zurück. Dann mussten wir aber nochmal rüber zum Basler Schweizer Bahnhof.

Da hatten wir etwas Zeit und ich hab ein paar Bilder machen können. An diese markanten Lampen (direkt unter meinem Schriftzug) kann ich mich noch von meiner Kindheit her erinnern:

Als ich noch klein war, ist unsere Mutter mit mir und meiner Schwester öfters zu Verwandten in die Schweiz gefahren. Dazu mussten wir immer im SBB umsteigen. Der Bahnhof kam mir damals riesig und bedrohlich vor. Doch an diese doppelten Lampen erinnere ich mich noch.

Als damals die Mitteleuropäische Sommerzeit in der Schweiz noch nicht galt (vor 1981) hingen hier in der Bahnhofshalle in Basel immer zwei Uhren nebeneinander und an einer der Hinweis „Schweizer Zeit“. Krass, das ich mich daran noch erinnere!

Weil ich nach einem Bild aus dieser Zeit gegoogelt habe (aber keines gefunden), habe ich dabei ein ganz besonderes Detail über den Basler SBB erfahren. Hier fand die allererste internationale Zugfahrt statt ! Und daran erinnern die zwei Uhren am Bahnhofsgebäude. Denn schon bei der Fahrt musste auf zwei verschiedene Zeitzonen geachtet werden. Mehr dazu unter Uhren-Basel-News.

Also am Montag war mal eben ein traditionsreicher internationaler Bahnhof meine kleine Oase, wo ich mal kurz innehalten und in die Luft gucken konnte.

Dienstag/Mittwoch

Am Dienstag ging es zuerst nach Karlsruhe und zurück (wieder Pause im SBB) und dann zum Feierabend nach Frankfurt ins Hotel.

Ein Hotelzimmer im Ibis Frankfurt ist für mich nichts Aufregendes mehr, denn ich war schon öfters dort. Im Grunde sehen die Zimmer immer fast gleich aus. Nur sind sie immer mal wieder „andersrum“. Regelmäßig wenn ich morgens aus dem Zimmer komme, weiß ich nicht mehr, in welcher Richtung der Aufzug ist.

Am Anfang habe ich noch versucht mir das zu merken, ob ich links oder rechts gegangen war. Aber das ist sinnlos. Spätestens nach dem Schlaf weiß ich nicht mehr, ob die Erinnerung an den Gang von gestern oder von letzter Woche ist. Aber das ist ja auch egal. Ich habe aufgegeben, mich daran zu erinnern. Ich mache mir jetzt keine Gedanken mehr darüber. Morgens laufe ich raus bis ich ein Wegweiserschild finde und im schlimmsten Fall bin ich halt 10 Schritte in die falsche Richtung gegangen.

Das Einzige, was mich an Hotelzimmern manchmal stresst, ist, dass die Lichtschalter verschieden funktionieren, und ich in jedem Zimmer erst mal suchen muss, wo was an und aus geht. Und in solch breiten Betten wie auf diesem Bild wandere ich im Schlaf im Bett rum… manchmal wache ich diagonal oder quer im Bett auf. Aber ich schlafe mittlerer Weile ganz gut „in fremden Betten“

Also auch ein Hotelzimmer kann für mich eine Oase sein. Besonders wenn im Zug sehr viel los war, freue ich mich auf die Ruhe und Abgeschiedenheit in so einem Zimmer, dann darf es auch gerne klein und kuschelig sein.

Donnerstag nochmal Frankfurt

Und am Freitag ging es mal wieder nach Zürich. Diese Schichten gefallen mir besonders, weil es da viele längere Umstiegszeiten gibt. Mehr dazu unter „Auslandseinsatz“.

Direkt gegenüber des Züricher Hauptbahnhof befindet sich das Landesmuseum und ein wunderschöner Park.

Bei angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein nutzte ich eine Parkbank zum Beine entspannen. Hier übrigens nix Besonderes, wenn Menschen in Uniform oder Dienstkleidung hier mal kurz chillen. Ich hab hier schon Bahn und Post Mitarbeiter, Securitys und Polizisten, Bauarbeiter und Anzugträger beim Powernapping entdeckt.

und das war mein Blickwinkel in meiner persönlichen Oase

Schaffhausen und zurück

Meine Schicht führte mich gleich zweimal nach Schaffhausen und wieder zurück. Weil das Wetter so angenehm war, bin ich auf dem Bahnsteig geblieben.

auch hier kann man eine kleine Oase der Ruhe finden… man muss nur weit genug an das Ende des Bahnsteigs gehen

Dieser Beitrag wird wieder im Samstagsplausch bei Karminrot und im Karminroten Lesezimmer verlinkt. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Ein Kommentar zu „Samstagsplausch „Meine Oasen der Ruhe““

  1. Avatar von Angela

    Hallo, du scheinst das richtig zu machen! Mein Mann kann das auch gut: wenn man die Gelegenheit hat, entspannen! Eigentlich ist es ja auch völlig egal, ob andere einen so „ erwischen“. Ein Mensch, der sich entspannt, ist doch super! Ich kann das nicht immer so gut.
    Deine Reise-Leidenschaft verbindest du mit deinem Job, besser geht‘s ja nicht 🙂 LG vom Segelboot

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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