Warum der Kölner Hauptbahnhof ein Muss ist

Meiner Meinung nach gibt es wenige Bahnhöfe, die so einzigartig sind, dass ich sagen würde „muss man gesehen haben“. Aber der Kölner Hauptbahnhof gehört definitiv dazu. Dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt ist nicht nur interessant zum Umsteigen. Hier ist es sogar spektakulär, wenn man einfach nur mit dem Zug durchfährt.

Der Kölner Hauptbahnhof befindet sich direkt neben dem Kölner Dom, den man nicht übersehen kann. Dieses Foto habe ich vom Bahnsteig aus aufgenommen. Durch das gewölbte Glasdach der Bahnsteige kann man im Hintergrund die Türme des Kölner Doms erkennen.

Fährt man mit dem Zug bei schönem Wetter von Frankfurt kommend auf den Bahnhof zu, kann man das imposante Wahrzeichen der Metropole am Rhein schon früh sehen. Der Zug überquert unmittelbar vor dem Bahnhof eine Brücke über den Rhein und fast jeder ICE muss hier kurz abbremsen oder sogar stehen bleiben. Das ist der Moment, um aus dem Zugfenster zu gucken. Im Gengensatz zu den meisten großen Bahnhöfen gibt es hier wirklich etwas Charakteristisches zu sehen.

Dieses Bild habe ich während der Einfahrt aus dem Zugfenster gemacht. Leider hab ich da ganz viele Reflexionen von der Fensterscheibe drin. Bei diesem Winkel ist der Dom gerade mal nicht zu erkennen. Aber die interessante, charakteristische Dachkonstruktion des Kölner Hauptbahnhofs.

Diese gläsernen Bahnsteigüberdachungen wurden erst viel später als die Bahnsteighalle gebaut. Doch es ist hier gelungen moderne Architektur mit dem Baustil der bereits im Jahre 1894 erbauten großen Bahnsteighalle zu vereinen. Die Glaskonstruktion wird regelmäßig aufwändig gereinigt, damit die Scheiben durchsichtig bleiben und man das Wahrzeichen der Stadt, den Kölner Dom sehen kann.

Dieses Bild habe ich diese Woche bei einem Umstieg in den späten Nachmittagstunden gemacht. Das Sonnenlicht durchflutet die Glaskonstruktion.

Auch diese Woche ist dieses Bild entstanden. Für diese Aufnahme bin ich weit weg von den wartenden Reisenden und ihr könnt erkennen, wie die Bahnsteige Richtung Rhein sehr schmal zulaufen. Aber dieser Bereich ist immer noch öffentlich und normale Fahrgäste dürfen hier auch hin. Doch die wenigsten wollen so weit laufen.

An dieser Stelle eine Warnung, hier in Köln hat es leider sehr oft Bettler oder Taschendiebe, die natürlich besonders Touristen, die von der Aussicht beeindruckt sind, im Visier haben. Deshalb hier in diesem Bereich immer auf das Gepäck aufpassen.

Bettelnden Personen bitte grundsätzlich nichts geben, denn das Betteln ist hier ausdrücklich verboten.

Ganz am Ende ist der Bahnsteig nur noch unter 2 Meter breit und einen längerfristigen Aufenthalt würde ich hier nicht empfehlen. Aber es ist eine coole Fotoperspektive.

Die Bahnsteige und Gleise machen hier eine sehr enge Kurve, deshalb müssen die Züge diesen Bereich sehr langsam passieren. Trotzdem sollte man sich auch zum Fotografieren nicht im gestreiften Bereich aufhalten. Solche Sicherheitshinweise bitte immer ernst nehmen, auch wenn man ein tolles Foto machen will!

Dieses Bild ist am Freitag während meiner Schicht entstanden. Wir hatten in Köln eine längere Umstiegszeit und wir haben das warme Wetter genutzt um „an der frischen Luft“ zu bleiben.

Nachdem unsere Dienstpläne monatelang überhaupt keine Züge nach Köln beinhaltet hatten, war ich diese Woche gleich dreimal dort. Unsere Arbeitszeiten und Strecken werden in einem sehr komplexen System an die veränderten Zugläufe angepasst. Da ständig irgendwo eine Baustelle oder Streckensperrung ist, verändern sich die Fahrpläne permanent. Somit auch die Strecken, auf denen wir jeweils eingeteilt sind.

Um das mal für Außenstehenden einfach zu erklären, hier mal ein erfundenes Beispiel: Ein kleiner Ort zwischen Bremen und Hamburg bekommt ein neues Bahnsteig und während der Bauarbeiten werden die Fernverkehrszüge über eine andere Strecke umgeleitet. Diese Strecke ist länger und/oder kann nicht so schnell befahren werden und schon sind die Züge später. In unseren Dienstplänen müssen immer Pufferzeiten für unvorhergesehenes eingeplant werden. Und wenn es dafür wegen der Baustelle nicht reicht, wird ein anderer Zugbegleiter auf dem betroffenen Zug eingeteilt. Also ob ich bis nach Köln, Münster oder Düsseldorf fahre, hängt manchmal mit Baustellen wo ganz anders zusammen.

Hauptbahnhof Köln

Der Kölner Hauptbahnhof ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem viele Reisende umsteigen müssen. Wenn es Dir möglich ist, plane Dir für den Umstieg in Köln etwas mehr Zeit ein. Im Bahnhof selbst gibt es zahlreiche Geschäfte und Restaurants und von Bockwurst bis Sushi findet man zahlreiche kulinarische Angebote.

Doch das Schönste in Köln ist, Du bist sofort mittendrin! Nur wenige Schritte vom Bahnsteig entfernt kommst Du in die Bahnhofshalle, die wie ein Schaufenster wirkt. Die hohe Glasfront gibt den Blick direkt auf den Dom frei. Und selbst wenn das Wetter unangenehm ist, kannst Du das berühmte Bauwerk bewundern.

Hast Du etwa 1 Stunde Zeit kannst Du bis zum Dom laufen, auf der berühmten „Domplatte“ Bilder machen oder sogar das Kirchengebäude besichtigen. Der Dom ist wirklich sehenswert, weitere Informationen dazu hier:

Dein Gepäck kannst Du zuvor am Hauptbahnhof in einer modernen, voll automatischen Gepäckschließfach abgeben. Wie das funktioniert, hat sogar die Sendung mit der Maus hinterfragt: Hier geht es zu dem Video. Mittlerer Weile gibt es ähnliches Systeme an vielen Bahnhöfen, aber Köln war wohl der erste Bahnhof mit dieser Technik.

Rund um den Dom gibt es zahlreiche Restaurants und gemütliche Einkehrgelegenheiten.

Vorsicht Karneval

Die Region Köln ist Karnevalhochburg und für Fremde ist das nicht immer ganz nachvollziehbar, was das bedeutet. Nicht nur in der Woche um den Rosenmontag ist hier Ausnahmezugstand. Der Platz vor dem Dom und rund um den Bahnhof ist Partymeile, laut, bunt und voll (im doppelten Sinne). Karneval ist hier viel länger und beginnt bereits am 11.11.. mehr darüber findest du auch bei Wikipedia.

Nächste Woche werde ich durch meinen Beruf als Zugbegleiterin im Fernverkehr wieder gleich zweimal den Kölner Hauptbahnhof kurz besuchen. Vielleicht gibt es noch mehr Bilder wie bei Mittagspause in Köln.

Dieser Beitrag wird bei Karminrot und im Lesezimmer als Samstagsplausch verlinkt.

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5 responses to “Warum der Kölner Hauptbahnhof ein Muss ist”

  1. […] Mehr dazu unter „Warum der Kölner Hauptbahnhof ein Muss ist“. […]

  2. Avatar von Hannelore

    Hallo Uschi,
    Köln Hbf kenne ich sehr gut, was damit zusammenhängt das Köln meine Heimat ist.
    Ungezählte Male bin ich schon über die Hohenzollernbrücke gefahren und dachte: bloß nicht anhalten. Schön ist es schon, auch für mich.
    Auch mal nach Deutz über die Hohenzollernbrücke zu gehen, ist gut.

    Lese öfters bei dir und nie klappt es mit einem Kommentar.

    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und angenehme Fahrten.
    Ich bin eine „Exbahnerin“
    Gruß
    Hannelore

    1. Avatar von Uschi
      Uschi

      Hey vielen Dank für Dein Feedback. Und herzlichen Gruß an die Exkollegin

  3. Avatar von Angela Eckert

    Hallo, dein Blog ist wirklich interessant, ich lese gerne bei dir. Aber heute ist mir die Werbung im Weg. Schade…
    LG Angela

    1. Avatar von Uschi
      Uschi

      Danke für Dein nettes Feedback. Ich kenne das Problem das bei manchen Browsern die Werbung über meinem Text erscheint. Manchmal hilft „neu laden“. Ich hoffe in den nächsten Tagen diesen Fehler zu beheben

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Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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