Für den heutigen Samstagsplausch kann ich mir endlich wieder etwas mehr Zeit nehmen. Ich schreibe diesen Text am frühen Samstag Morgen, denn ich muss heute erst gegen 11 Uhr anfangen.
So war meine Woche
Letzten Sonntag haben wir vom „Missionsteam“ den traditionellen Adventbasar in unserer Gemeinde aufgebaut. Wobei diese Bezeichnung etwas irreführend ist. Wir sind eher das „Spendensammlerteam“, das unsere Missionare im Ausland unterstützt. Seit Jahrzehnten organisiert dieses Team einen Basar mit selbst gemachten Dingen wie Plätzchen, Linsertorte, handgestrickte Socken und allerhand gebasteltes. Da ich sehr gerne Handarbeite war schnell klar das ich da mitmachen will.
Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal eine größere Anzahl gestickter Socken beigesteuert, worauf ich ein wenig stolz bin. Denn es hat einige Jahre gedauert bis mir das endlich gelungen ist.

Wie es dazu kam habe ich im Samstagsplausch 46 berichtet.
Basar und Arbeit kombinieren?
Aufgrund meiner Arbeitszeiten war es dieses Jahr nicht ganz so einfach. Ich kann im Dezember leider nicht alle Sonntage frei nehmen und deshalb musste ich meine Aktivitäten für den Basar um meine Arbeitzeiten herum planen, bzw Schichten tauschen.
Letzten Sonntag sah das dann so aus: Meinen Dienstkoffer mit den Übernachtungssachen hatte ich am Vortag schon gepackt und in der Dienststelle bereit gestellt. Schon in Dienstkleitung mit meiner Tasche für den Dienst wurde ich zusammen mit den zahlreichen bei mir gelagerten Handarbeiten (ca 10 Kartons verschiedener Größen) zuhause abgeholt.
Im Gemeindezentrum haben wir dann erst mal die Tische gestellt und den gesamten Basar aufgebaut. Das ist jedes mal eine spannende Sache, denn wir wissen ja nie ganz genau wieviele Teile wir von was haben und wieviel Platz das genau braucht. Diesmal kam erschwerend noch dazu das einen Teil der Kartons nicht von mir gepackt worden waren und ich überhaupt nicht wusste was da genau drin ist.
Trotzdem ist es uns gelungen bis kurz vor dem Gottesdienstbeginn einen ansprechende Auslange hingezaubert zu haben. Der offizielle Verkauf startet normal erst nach dem Gottesdienst, doch die begehten Hightlights wie „Socken in großen Größen“ und „Adventskränze“ wurden oft schon vorher gesichert.

Weil ich um 12 Uhr beid der Arbeit sein musste, konnte ich nich bis zum Ende des Gotttesdienstes bleiben, jemand vom Team hat mich dann rechtzeitig nach Basel gefahren.
Also von der Kirche direkt zum Dienst, es ging in eine Übernachtungsschicht nach Frankfurt. Wo ich diesmal in einem für mich neuen Hotel untergebracht war. Hätte ich Zeit gehabt mir Sorgen zu machen, hätte mich das eventuell aufgeregt, und auch die Tatsache am nächsten Morgen um 3:30 ein Taxi suchen zu müssen… alleine?
Doch spät Nachts erhielt ich eine SMS von einer Kollegin die im gleichen Hotel untergebracht war und mit mir den gleichen Nachtzug nach Basel begleiten sollte. Dann war ich beruhigt und konnte entspannt ein paar wenige Stunden schlafen.
Mit dem Nightjet ging es mit über einer Stunde Verspätung zurück nach Basel. Also war auch mein Feierabend am Montag morgen etwas später.
Doch die Zeit reichte mir gerade so um mich zuhaus umzuziehen und dann gleich weiter zu einer Beerdigung um 10:30 Uhr. Es handelte sich um ein langjähriges Gemeindemitglied und so kam es das ich dort auf teilweise die gleichen Personen wie Sonntag Vormittag traf. Jemand fragte später „ich dachte Du musst nach Frankfurt?“, „Ja war ich auch, ich bin schon wieder zurück“.
Den Rest des Montags und den Dienstag hatte ich dann frei.

Dieses Bild entstand in Mannheim während meiner Schicht. Das ist einer der Gründe warum ich die Frühschichten so liebe… man fährt in den Tag und wie hier in den Sonnenaufgang hinein…
Übernachtung in Hamburg
Am Donnerstag ging es dann wieder in eine Übernachtungsschicht, auf die ich mich echt schon länger gefreut habe. Für mich ging es das erste Mal dienstlich bis Hamburg. Monatelang waren so weit reichende Schichten nicht möglich weil auf Grund von Baustellen die Fahrzeit zu lange gewesen wäre. Nun ist es endlich wieder möglich.
Wer meinen Blog kennt, weis das ich Hamburg liebe und schon oft dort war. Zuletzt erst mitte November als ich vom Christmas Garden Hamburg berichtet habe. Weitere Hamburg-Eindrücke unter „Sonnenuntergang am Hamburger Hafen“ oder „Himmelsblick in Hamburg“, „Zehntausend Schritte in Hamburg“, und viele mehr.

Meine Schicht endete kurz vor 20 Uhr in Hamburg. Nachdem ich mein Gepäck im nahen Hotel abgestellt hatte bin ich zu Fuss zum Weihnachtsmarkt an der Binnenalster gelaufen.

An der Binnenalster, im Hintergrund erkennt man den Weihnachtsbaum an der Stelle wo im Sommer die berühmte Fontaine ist.
Es regnete leicht, doch es war nicht so bitter kalt. Um die Winterjacke meiner Dienstkleidung war ich dennoch sehr dankbar.

Auf dem Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg, den ich schon von meinem letzten Besuch in Hamburg kannte gönnte ich mir einen Glühwein und eine Grillwurst und dann lief ich weiter bis zum Rathausplatz. Eine gute Freundin aus Hamburg (die leider gerade selbst verreist war) gab mir den Hinweis dieser sei der schönste:


Und ich denke sie hat recht. Von der Gestaltung und Beleuchtung her ist dieser Weihnachtsmarkt am Rathaus wirklich ein Erlebnis. Allerdings ist er selten so wenig besucht wie auf diesem Bild, es war Wochenentag, Regen und kurz vor dem Schließen.
Um 21 Uhr schließen alle Buden und ich ging dann gemütlich in mein Hotelzimmer zurück. Mein Mini-Hamburg-Tripp hat mir sehr gefallen. So darf mein Arbeitsalltag gerne öfter aussehen.
Am Freitag ging es dann schon um 6 Uhr zurück nach Basel. Aber auch hier fand ich die Schichtplanung ganz angenehm, denn mit Gastfahrt am Anfang und am Ende der Schicht konnte ich die gesamte Strecke im gleichen Zug bleiben. Das ist sehr entspannt.

Dieser Beitrag wird wie gewohnt beim Samstagsplausch auf Karminrot und im Karminroten-Lesezimmer verlinkt.
Mehr über den Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg und Rathausplatz unter „Der etwas andere Samstagsplausch“






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