(enthält werbung) Einigen von Euch ist schon aufgefallen, dass ich momentan hier nicht so regelmäßig schreibe wie ihr das von mir gewohnt wart. Der Grund dafür waren verschiedene gesundheitliche Problemchen, die sich zu einem großen summiert haben.
Ich habe seit Wochen immer wieder Schlafprobleme, ich wache nachts mehrfach auf, weil mit heiß ist. Zu Anfang dachte ich, ich bekäme Fieber. Kombiniert mit Gelenkschmerzen in Armen und Beinen dachte ich eher an eine Infektion oder irgendwas Ähnliches wie Corona. Doch meine Hausärztin meinte dazu „sie haben das Alter dazu“. Zu was? Schlafstörungen, Wallungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten usw. Meine Ärztin vermutete „Wechseljahre“ und verwies mich an den Gynäkologen. Und dieser bestätigte die Diagnose.
Nun ist es amtlich, ich bin in den Wechseljahren. Doch was genau bedeutet das nun?
Immer noch ein Tabu-Thema
Meine Mutter oder andere Verwandte der Generation haben irgendwie nie darüber geredet. Eine Frau kam einfach irgendwann in das Alter in dem sie meistens dick oder unaktiver wurde. Warum darüber sprach man nie.
Früher war man mit 50 Jahren schon eine alte Frau die über viele Aktivitäten „das kann ich nicht mehr, das lass ich die Jungen machen’“ sagte. Doch in der heutigen Zeit sind viele sogar bis ins Rentenalter sportlich aktiv. Ich selber fühlte mich mit 52 noch jung und fit genug einen neuen Beruf zu erlernen. Als Zugbegleiter im Fernverkehr bin ich viel in Bewegung, habe dabei aber weniger körperliche Beschwerden als früher im Einzelhandel durch das viele stehen.
Warum waren früher ältere Damen immer so ruhig, brav und passiv? Weil ihnen vermutlich irgendwas weh tat…
Plötzlich bremst der Körper
Seit einigen Monaten fühlt es sich an als ob mein Körper mich ständig bremst. Irgendetwas tut immer weh. Wenn es nicht mein Knie ist, in dem nun eine Arthrose diagnostiziert wurde, dann ist es eines der anderen Gelenke. Erst jetzt, da ich mich in das Thema Wechseljahre einlese, wird mir klar das „Gelenkschmerzen“ auch ein typisches Symptom dafür sind.
Meine Hüften, Fußgelenke und Schultern tun immer mal wieder weh, nicht weil etwas kaputt ist, sondern weil mein Körper gerade mit massiven Veränderungen im Hormonhaushalt zu kämpfen hat.
Ein weiteres Phänomen dabei sind Konzentrationsschwierigkeiten und Störungen im Kurzzeitgedächtnis. Beides Dinge, die man braucht beim Ausdenken und Verfassen von Texten. Du wirst es vielleicht nicht gleich glauben, aber momentan brauche ich viel länger, um so einen Blogpost zu verfassen als beispielsweise vor einem Jahr. Und das, obwohl ich nun ein funktionierendes Rechtschreibprogramm und viel mehr Wissen über SEO und Interne Verlinkungen habe. Dass ich damit früher mal sehr gerungen habe, habe ich in „hab ich eine Kommaschwäche?“ thematisiert.
Dank ein paar neueren Plugins sollte das hier eigentlich alles leichter und schneller gehen… aber nein ich blockiere mich selbst weil ich nicht genau weis ob ich nun dies oder das schreiben wollte.
Und auch das scheint ein typisches Symptom der Hormonveränderungen im Weiblichen Körper zu sein. Es liegt also nicht an meinem Gehirn wenn ich tagelang das Gefühl habe nicht mehr gut schreiben zu können.
Überhaupt ist meine Gedankenwelt im moment irgendwie wackelig. Mal freue ich mich über etwas und dann kurz darauf ist mir fast zum heulen zu mute. Ich glaube ich erlebe gerade Stimmungsschwankungen von innen. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Im Moment geht es nicht nur darum „ist das Glas Wasser halb voll oder halb leer“ sondern auch darum wie oft sich das in der nächsten Stunde ändert.
Ich bin oft unkonzentriert und vergesse auch zum Teil wichtige Dinge. So habe ich zum Beispiel die Tage mal das Diensthandy zuhause vergessen. Absolutes No go, denn das ist unser wichtigstes Arbeitsgerät! Normalerweise checke ich beim Verlassen der Wohnung immer „habe ich beide Handys (Dienstlich und Privat“ und habe ich beide Schlüssel (Dienstlich und Privat) aber diesmal grübelte ich darüber wo in welche Tasche ich denn nun den Schlüssel stecke…
Manchmal verstehe ich mich selbst nicht
Aber ich habe von einer Bekannten einen Buchtipp erhalten der mir echt weiter hilft. Endlich spricht mal jemand über das Thema und erklärt auch die unangenehmen Details wie Gedächnislücken, Stimmungschwankungen und Blasenchwäche:

Ich habe mir bei Amazon das Hörbuch geholt und bin begeistert. Die Autorin spricht genau das an was ich gerade durchlebe. Auf unterhaltsame und kurzweilige Weise erklärt sie die Hormonellen Zusammenhänge und das gesamte Spektrum gesundheitlichen Probleme während der Wechseljahre.
Jetzt ist mir klar das mein Heisshunger auf Schokolade keine mangelde Selbstbeherrschung ist sondern mein Körper mir damit etwas sagen möchte.
Dieses Buch kann ich allen Frauen in „unserem Alter“ empfehlen.
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