Heute möchte ich Euch hier ganz anfängertauglich zeigen, wie man bei gehäkelten Grannysquares am besten und einfachsten die Fäden vernäht. Mit vielen Bildern habe ich dokumentiert, wie ich es bei meiner Grannysquare-Decke gemacht habe. Schritt für Schritt erkläre ich Dir wie man den Faden so vernäht, dass er hält und unsichtbar bleibt. Fäden vernähen beim Häkeln ist einfacher als man denkt.
Wie ich die Granny Squares gehäkelt habe, die hier die Grundlage bilden habe ich HIER erklärt. Die Bilder stammen von meiner Decke aus Grannysquares.
Was braucht man zum Fäden vernähen?
Du brauchst eine dicke und stumpfe Nadel, diese werden Stopfnadel oder Wollnadel genannt. Zum einen muss sie groß genug sein, dass die verwendete Wolle gut durch das Nadelöhr passt, aber sie sollte auch nicht viel zu dick sein.

Auf dem oberen Bild siehst Du mal alle infrage kommenden Nadeln, die ich auf die Schnelle gefunden habe. Ich habe mich für die zweite von links entschieden, weil sie am besten zu meiner Garnstärke passt.
Wenn Du nicht so viel Auswahl hast wie ich, kannst Du ohne Probleme auch eine dickere Nadel nehmen, das geht auch, nur nicht ganz so gut.
Solche Nadeln findest Du überall wo es Wolle und Kurzwaren gibt, ideal zum Fäden vernähen beim Häkeln. Bei den Nähnadeln. Oder bei Buttinette . Hier der direkte Link zu den geeigneten Nadeln :Buttinette DE

Auf dem oberen Bild seht ihr, wie chaotisch es aussehen kann, bevor man alle Fadenenden vernäht hat. Je mehr Farben Du verwendest, desto mehr Fäden bleiben zum Vernähen.
Einfädeln
Das Einfädeln der am Häkelstück hängenden Fäden finden die meisten sehr nervig und aufwändig. Fäden vernähen beim Häkeln kann leichter sein, wenn die Reststücke nicht zu kurz sind, deshalb immer mindestens 10 cm hängen lassen.

Das obere Bild ist zwar nicht sonderlich scharf, aber es zeigt wie ich den Faden in die Nadel bekomme. Nicht mit dem Ende durch das Nadelöhr fummeln, sondern mit einem Bogen. Das funktioniert viel besser.
Dazu nehme ich den Faden als U zusammen geknickt in die rechte Hand und die Nadel in die linke. Ich fasse das U so knapp, dass nur ein kleines Stück herausguckt und „Stülpe“ das Nadelöhr darüber. Sobald dann auf der anderen Seite der Nadel etwas mehr Faden zu sehen ist wie auf dem Bild, dann kann man schon von der anderen Seite ziehen.
Klingt kompliziert, und ist auch die ersten paar mal kniffelig… aber Du wirst sehen nach kürzester Zeit ist das Routine und geht fast von alleine. Hier ist es wie bei allem beim Handarbeiten, mit der Übung wird es immer einfacher.


Auf dem oberen Bild siehst Du wie ich den ersten Stich durch die Fußschlaufen der nächsten Reihe mache, da dort sowieso schon Rosa ist, wird man diesen Stich später nicht sehen. Dies alleine würde aber niemals halten, denn hier liegt der Faden nur locker in einem Tunnel

Deshalb müssen wir jetzt, wie auf dem Bild oben gezeigt, durch die eigene Farbe. Also durch eine Rosa Masche. Dieses Mal aber direkt durch die Masche. Dabei aber darauf achten, dass man nicht den Faden durchsticht, sonst wird es schwierig den doppelten Faden auf der Nadel durchzuziehen.

Auf diesem Bild oben: Nochmal durch eine Rosa Masche, dabei sehr gerne in eine andere Richtung als eben. Je mehr Richtungswechsel, umso besser der Halt später. Das hilft sehr beim Fäden vernähen, beim Häkeln.

Wieder auf das Bild oben bezogen. Nach 2-3 Stiche durch Rosa Maschen gehen wir durch einen Tunnel der folgenden Farbe. Einfach glatt durch. Es liegt dann wieder Rosa auf Rosa und ist deshalb nicht zu sehen.

Wieder oberes Bild: Danach gehen wir wieder mit Richtungswechsel durch rosa Maschenköpfe. Hier seht ihr, wie ich von unten nach oben steche. Ruhig paarmal durch Rosa Maschen in unterschiedliche Richtung stechen. Wieder gilt möglichst oft die Richtung wechseln.

Wieder bezogen auf das Bild oben: Danach gehen wir wieder „zurück“, also stechen in den Tunnel durch den wir vorhin gekommen sind… diesmal aber nur halb durch und kommen mitten in der „falschen Farbe“ wieder raus. Diesen Faden schneiden wir ganz kurz ab.

Im Kreis oben zu erkennen ist das Rosa Fadenende im Grünen noch sichtbar. Doch das ist nicht weiter schlimm. Durch etwas bewegen des Grannysquares „verschlupft“ sich dieses von alleine.

Die gleiche Stelle, nachdem ich das Häkelstück etwas bewegt habe. Wie Du siehst, siehst Du nix… Und genau so soll es ja sein.
Auf diese Art und Weise kannst Du beim Häkeln alle Fäden unsichtbar vernähen. Dabei kommt es nicht darauf an, dass Du alle exakt gleich führst, nein im Gegenteil, wenn Du auch mal unterschiedliche Richtungen einschlägst, verhinderst Du das unerwünschte Muster entstehen.
Ich hoffe, diese Erklärung hilft Dir!
Ich hoffe das Dir meine Beschreibung weiter hilft und das Du vielleicht was dazu gelernt hast. Wenn Dir mein Artikel gefallen hat, freue ich mich über einen Like oder Kommentar. Gerade bei Anfängern ist es wichtig, dass sie Fäden vernähen beim Häkeln lernen. Und gerne darfst Du diesen Artikel weiter teilen.






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