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Mini-Wanderung am Kreuzweg – Schwarzwald Panorama genießen auch für Senioren / Gehbehinderte

Einen kleinen Spaziergang im Schwarzwald, ohne Steigung, haben meine Schwester und ich kürzlich mit unserer Mutter unternommen. Meine Mutter ist 81 Jahre alt und nicht mehr gut zu Fuß. Aber sie wollte so gerne mal wieder wandern gehen.

Die Realität sieht leider so aus, das meine Mutter nach 500m gehen schon stehen bleiben muß. Es quälen Sie erhebliche Hüft- und Knie-Schmerzen. Zu dem ist sie sehr schnell außer Atem. Trotzdem wollte sie gerne mal wieder in die Schwarzwaldberge.

Wir haben uns dazu entschlossen mit dem Auto bis zu dem Wanderparkplatz Kreuzweg zu fahren, der zu der Gemeinde Neuenweg gehört.

Wanderparkplatz Kreuzweg

Den Wanderparkplatz findet man in Googlemaps und in den meisten Navis. Am besten erreicht man in von Badenweiler kommend oder von Schönau aus.

Von hier aus werden sehr viele Wanderwege beschrieben und beschildert. Doch so gut wie alle gehen bergab und bergauf und sind nicht mehr geeignet für eine alte Dame mit Problemen in den Knien und der Hüfte.

Ich war zuerst sehr skeptisch ob wir mit unserer Mutter überhaupt los laufen sollten, denn sie geht wirklich sehr schlecht und stützt sich dabei auf zwei Wanderstöcke (welche sie jedoch immer braucht). Also setzten wir uns erst mal auf eine Bank und genossen die Aussicht. Diese ist schon von hier aus sehr schön.

Doch dann kam der Linienbus und aus diesem stieg ein älterer Mann mit Gehilfen aus. Also ich meine die Unteramstützen, die im Volksmund Krücken genannt werden. Zu meiner Verwunderung steuerte der Mann mit dem offensichtlich verletzten Bein den Wanderweg Richtung Kälbelescheuer an. Der Mann war alleine und schien den Weg zu kennen…

Meine Mutter schwärmte von einer Wanderung in ihrer Jugend, als sie mal mit einigen Freunden von Badenweiler zur Kälbelescheuer gelaufen war. Sie erinnerte sich noch das es sooo steil gewesen war und das sie soetwas ja leider nicht mehr könne.

Aber wo geht der Mann mit den Krücken denn hin? der kann doch unmöglich einen Weg nehmen den meine Mutter nach 50 Jahren als sehr steil in Erinnerung hat. Dann kam der Vorschlag, wir gehen jetzt einfach mal den gleichen Weg hinterher, bis wir ihn einholen oder er uns entgegen kommt.

So haben wir es gemacht. Der Weg der als Wanderweg bis zur Kälbelescheuer ausgewiesen war ging fast ohne Steigung durch den Wald. Dieser Streckenabschnitt ist breit genug für ein Auto und man könnte hier ohne Mühe einen Kinderwagen oder gar Rollstuhl schieben.

dieser Wanderweg ist auch für unsere über 80jährige Mutter machbar

Der Weg verläuft ca 1km fast eben. Für Gesunde Menschen fast langweilig. Doch dann mündet er an einer Lichtung mit einer faszinierenden Aussicht Richtung Strauffen/Freibung.

Nur ein kleines Stück weiter befindet sich eine alte Holzbank, auf der unser vorhin erwähnter Mann mit den Krücken saß. Er hatte ein Bein hoch gelegt und so konnten wir erkennen das es sich dabei um eine Protese handelt… Er war also diese Strecke mit einem Bein „gewandert“!

Meine Mutter die zwar mehrmals stehen bleiben musste, war glücklich die Bank erreicht zu haben und beschloss hier eine längere Pause zu machen.

Ab hier geht der Weg steil bergab. den ausgewaschenen Pfad würde ich schon beinahe als „alpin“ bezeichnen. Also eigentlich nicht für leichtes Schuhwerk geeignet.

Meine Mutter verweilte etwa eine Stunde auf der Bank und meine Schwester und ich gingen hinunter zu dem Ausflugsziel „Kälbelescheuer“ das von der Bank aus gut zu sehen ist. Von unterwegs haben wir meiner Mutter paar mal zugewunken.

Für den Abschnitt von der Bank bis zum Ausflugslokal Kälbelescheuer haben meine Schwester und ich etwa 30 Minuten gebraucht, man kann aber sicher auch schneller gehen, wir haben nebenbei viele Fotos gemacht.

Auf der Kälbelescheuer kann man gemütlich einkehren und hier gibt es eine deftige Brotzeit zu einem kalten Bier oder Kaffee und Kuchen. Eis wird hier allerdings nicht angeboten. Wir sind dieses mal nicht eingekehrt, weil wir recht schnell wieder zurück wollten.

Meiner Mutter ging es in der Zwischenzeit sehr gut, sie hatte etwas mehr als eine Stunde auf uns gewartet und war nun ausgeruht genug um den gleichen Weg zurück zum Auto zu gehen.

Am Fahrzeug angekommen war sie etwas erschöpft aber glücklich die „Wanderung“ geschafft zu haben. Insgesamt waren wir etwa 3 Stunden unterwegs. Was für meine Mutter eigentlich genug war.

Fazit:

Diesen kleinen Ausflug kann man sehr gut mit jemanden machen der entweder älter oder gesundheitlich eingeschränkt ist.

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Schwarzwald erleben auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen mit der Schauinslandbahn

Im Oktober habe ich mit meiner Mutter einen Ausflug auf den Schauinsland gemacht. Sie ist 80 Jahre alt und nicht mehr gut zu Fuß. Dennoch haben wir gemeinsam die beeindruckende Aussicht vom Schauinsland Gipfel genießen können.

Der „Schauinsland“ ist der Hausberg von Freiburg im Breisgau und seinen Namen hat dieser 1284 m hohe Berg mehr als verdient. Von seinem Gipfel aus hat man einen wunderbaren Ausblick über das Rheintal bis hin zu den Vogesen in die ein Richtung oder in die andere Richtung auf ein beeindruckendes Schwarzwaldpanorama mit Feldberg und Belchen sowie viele andere Gipfel. Bei guter Fernsicht kann man die Schweizer Alpen sehen.

Das tolle ist, er ist nicht wirklich weit weg von der Freiburger Innenstadt. Mit Staßenbahn und Bus ist die Talstation der Schauinslandbahn sogar per öffentlicher Verkehrsmittel erreichbar. Alternativ kann man auch mit dem PKW anreisen, die Strecke ist sehr gut ausgeschildert.

In der Nähe der Schauinslandbahn gibt es zahlreiche Parkplätze die ebenfalls sehr gut beschildert sind. Nur an Wochenende mit extrem schönen Wetter kann es passieren das man etwas weiter weg parken muss weil die Parkplätze ausgelastet sind. Trotzdem gibt es die Möglichkeit Gehbehinderte oder nicht so fitte Personen direkt an der Bahn ab zu setzen und dann das Auto zu parken. Neben der Bushaltestelle hat es hierfür ausreichend Platz. Selbst Rollstühle ausladen ist kein Problem.

Das ist auch ein ganz großer Pluspunkt der schon seit 1930 verkehrenden Seilbahn, das alles so gut umgebaut ist das sie komplett Barrierefrei ist für Rollifahrer, Rollatoren oder Sehbehinderte.

Selbst Pflegeheime aus der Umgebung unternehmen regelmäßig Ausflüge mit ihren körperlich eingeschränkten Bewohnern.

Die Schauinslandbahn

Die Seilbahn, die übrigens die Längste dieser Bauart ist wurde bereits 1930 erbaut. Dennoch ist sie sehr modern und gepflegt. Einzig der altertümlich wirkende Fahrkartenschalter erinnert daran das dieses Bauwerk doch schon so alt ist.

Talstation der Schauinslandbahn Seibahn auf den Schauinsland
Schwarzwald Freiburg im Breisgau
die Talstation der Schauinslandbahn

Die Kabinen der Seilbahn schweben in der Talstation nur wenige cm über den Boden was den Einstieg für kleine Kinder oder nicht so ganz gehsichere Personen wie zum Beispiel Senioren erheblich erleichtert.

Auch mit einem Kinderwagen oder Buggy kommt man sehr leicht rein und raus, selbst ein Rollator ist kein Problem.

Für Rollstühle hält der Mitarbeiter der stets beim Einstieg dabei ist, eine kleine Klapprampe bereit, die er binnen Sekunden einsetzen kann. Diesen Mitarbeiter kann man auch um Hilfe bitten wenn man sich einfach nur unsicher fühlt. Die Kabinen fahren nicht übermäßig schnell, so das es beim Einstieg auch nicht ganz so hektisch zu geht wie zum Beispiel bei den Bahnen im Europa-Park.

… übrigens der Europa-Park ist nur 45 km entfernt. Man könnte einen Aufenthalt in einem der Hotels dort mit einer Fahrt auf dem Schauinsland kombinieren

Kabine der Schauinslandbahn
das ist die geräumige Gondel in die ohne Probleme ein Rollstuhl oder Kinderwagen passt

Die Kabinen sind geräumig und man sitzt entweder in Fahrtrichtung oder mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. Die beiden Bänke sind so breit das man zu dritt sitzen könnte, doch die Kabinen werden meistens nur mit 4 Personen belegt. Doch selbst zu sechst mit Kinderwagen würde man keine Platzangst bekommen.

Während der fahrt aufstehen und den Sitzplatz wechseln geht und die Gondel beginnt dann nicht zu stark zu wackeln. Dennoch sollte man das nicht übertreiben.

Fotografieren geht durch die nicht zerkratzen und kaum gewölbten Scheiben.

Die Fahrt mit der Seibahn dauert etwa 20 Minuten und die Kabinen schweben nicht sehr hoch. Die höchste Höhe beträgt 67, doch die meiste Strecke bewegt man sich etwa auf Bauwipfelhöhe. Dennoch kann man während der Fahrt schon sehr viel sehen.

die Kabine der Schauinslandbahn Schwarzwald Ausflugsziel
die Kabine der Schauinslandbahn
Seilbahn auf den Schauinsland
Aufnahme aus der Seilbahn

Diese Aufnahme ist aus der fahrenden Seibahn gemacht, man erkennt es etwas an der Spiegelung. Hier kommt uns gerade eine Kabine entgegen.

Am Gipfel angekommen kann man direkt an der Bergstation die Aussicht geniessen, hier gibt es auch Regen und Windgeschützte Bereiche sowie Kaffee und Getränke.

Von hier aus kann man entweder zu Fuss zu Gipfel laufen, oder zu den Fahrradwegen. Das eigene Fahrrad darf in der Seilbahn mit hoch gebracht werden, ist aber Kostenpflichtig (10,50€)

Des weiteren gibt es eine Roller strecke! Auf der man mit dem geliehenen Tretroller hinunter fahren kann. Dies sollte man rechtzeitig an der Talstation anmelden, weitere Infos unter Downinsland.

Über das Tretrollerfahren habe ich schon mal geschrieben:

Einkehren an der Bergstation

Auf dem Schauinsland gibt es ein hochwertiges Gastronomie Angebot. Das ich jedoch noch nicht selbst in Anspruch genommen habe, da es sooo schönes Wetter war. Auf der Webseite kann man sich über das Angebot und die Öffnungszeiten informieren

Museumsbergwerk

Das Museumsbergwerk habe ich selbst noch nicht besucht, aber weitere Informationen gibt es hier:

Schauinslandbahn
Schauinslandbahn

Zu Fuß auf den Gipfel

Von der Bergstation bis zum Gipfel sind es noch etwa 2-3 km. Aber die Strecke ist nicht sehr steil. Hier sind auch viele Leute mit Kinderwagen oder kleinen Kindern an der Hand unterwegs und… auch viele Senioren und sogar Personen mit Unterarmstützen. Rollstühle sollte man schieben. Für Rollatoren kann ich den Weg nicht empfehlen da es durch den Wald geht und der Weg nicht geteert ist.

Mitten im Wald gibt es eine ausgeschilderte Abkürzung zum Gipfel, wo aber ausdrücklich gewarnt wird das es etwas steil wird… hier gibt es einige Stufen und mit Kinderwagen oder Rollstuhl ist hier kein durchkommen. Aber der flachere aber weitere Weg ist durchaus akzeptabel.

Erst unmittelbar am Gipfel lichtet sich der Wald und man hat ein fast rundherum Aussicht auf den Schwarzwald und die Rheinebene. Bei schönem Wetter echt beeinduckend.

Aussichtsturm in ungewöhnlicher Bauweise

Aussichtsturm auf dem Schauinsland
Schauinslandturm
Schwarzwald
Ungewöhnliche Form, doch das Holz ist aus der Nähe

Der Turm auf dem Gipfel des Schauinsland ist an sich schon etwas besonderes, denn er ist in Fachwerkbauweise dreieckig gebaut. Das Holz für die Konstruktion stammt aus Freiburg. Die Treppe hat 85 Stufen und führt zu einer Überdachten Plattform. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Ausblick in alle Richtungen.

Dieser Gipfel ist fast für jeden erreichbar

Wie bereits erwähnt ich habe diesen Ausflug mit meiner Mutter gemacht die dieses Jahr 80 wird! Und sie läuft nicht mehr sehr gut, selbst in der Stadt hat sie stets zwei Wanderstöcke dabei. Mit diesen ist sie auch bis zum Turm gelaufen. Zwar musste sie hin und wieder stehen bleiben aber sie hat es geschafft.

Am Gipfel angekommen waren wir überrascht das wir dort noch ein paar ältere Personen gesehen haben… und eine Frau im Rollstuhl.

Auffällig fand ich das sehr viele Familien mit Kinderwagen unterwegs waren. Und man hörte alle möglichen Sprachen. (eine Gruppe aus Skandinavien), Franzosen und Italiener.

Allerdings nicht so viele Touristen aus sehr fernen Ländern wie man sie oft am Titisee oder in der Freiburger Innenstadt sieht.

Fazit:

Einen Ausflug auf den Schauinsland kann ich absolut empfehlen. Auch für Senioren oder kleine Kinder. Am besten fährt man schon am Vormittag hin damit man oben am Berg den Rundweg machen kann oder die Gastronomie geniessen. Auf jeden Fall daran denken das die Seilbahn nur bis 17 Uhr hinunter fährt.

Informationen zu Öffnungszeiten und Fahrpreise gibt es auf Schauinslandbahn.de

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Dreiländergarten Weil am Rhein

Da ich über die Basler „Langen Erlen“ geschrieben habe komme ich fast nicht drum herum über den direkt angrenzenden Dreiländergarten Weil am Rhein zu schreiben. Diese beiden Naherholungsgebiete bilden gemeinsam eine grenzüberschreitende grüne Lunge direkt an der Grenze zwischen Schweiz und Deutschland.

Vor 1998 war dieses Gelände mehr oder weniger brach liegendes Grenzland um dessen Nutzung lange gestritten wurde. Man einigte sich auf einen Landschaftspark der zur Landesgartenschau „Grün 99“ eröffnet wurde.

Die „Grün 99“ habe ich damals nicht besucht, weil mir stark überlaufende Gartenschau Veranstaltungen nicht wirklich gefallen. Jetzt nach einigen Jahren Abstand muss ich sagen das die Landschaft viel schöner geworden ist. Zwar gibt es nicht mehr diese Blumenvielfalt wie sie zur Gartenschau massiv aufgebaut wurde, doch jetzt sind die Bäume und Büsche erst so richtig gewachsen.

Dieses Jahr feiert der Dreiländergarten sein 20 jähriges Jubiläum

20 Jahre gibt es den Dreiländergarten schon, den viele Anwohner gar nicht so nennen. Viele sagen nur „die Grün“ oder „das LGS-Gelände“ dazu. Als ich neulich von einer Weilerin „LGS“ hörte wusste ich nicht sofort was sie damit meinte.. das Landesgartenschau-Gelände. Nach 20 Jahren ist die Gartenschau also immer noch in den Köpfen der Menschen.

Anlässlich des 20 jährigen Jubiläums gibt es zahlreiche Veranstaltungen, ein Faltblatt dazu kann man hier downloaden.

Regelmäßige Veranstaltungen im Dreiländergarten

Die Infrastruktur des Dreiländergartens, also Parkplätze, Toiletten, Wege usw die damals extra für die Landesgartenschau angelegt wurden werden noch immer rege genutzt. Unter anderem durch regelmäßige Veranstaltungen wie das Kieswerk Open Air oder Mittelalterfestivals. Regelmäßig gibt es hier Flohmärkte, Stoffmarkt und die Automesse.

Meine Erfahrungen als Flohmarktanbieter

Ich habe in den vergangenen Jahren schon mehrfach als Anbieter / Verkäufer auf dem Flohmarkt mitgemacht. Das war jedes mal sehr angenehm und erfolgreich. Die Flohmärkte sind so organisiert das man mit dem Auto an den Stand fahren kann und dadurch entfällt die weite Schlepperei. Außerdem hat man Notfalls seine Rückzugmöglichkeit wenn es doch mal regnet. Sehr angenehm für Verkäufer und Kunden sind die vorhandenen Toiletten, die bei solchen Veranstaltungen auch angemessen gepflegt werden.

Aktuelle Veranstaltungen „Flammende Sterne“

Gleich 3 Tage (eher Nächte) lang gibt es eine Veranstaltung der besonderen Art. Die „Flammenden Sterne“ ist ein internationales Feuerwerkfestival bei dem Pyrotechniker aus aller Welt miteinander in den Wettstreit treten. Weitere Informationen gibt es Hier.

Mit dem Fahrrad vom Bahnhof Weil am Rhein nach Lörrach

Durch den Dreiländergarten gar kein Problem. Das Gelände ist sehr flach und auch für untrainierte Radfahrer geeignet. Die Wege sind gut erhalten und so zahlreich, das man sich nicht mit vielen Fußgängern in die Quere kommt.

Dreiländergarten Ausflugsziel für jung und alt

Der Dreiländergarten ist als Ausflugsziel für Familien mit kleinen Kindern sehr geeignet, es gibt einen gepflegten Spielplatz und auch sonst sehr viel interessantes für die Kleinen zu entdecken. Die Wege sind fast alle mit dem Kinderwagen gut zu gehen.

Für ältere Personen ist der Park auch geeignet. Die Wege sind fast alle sehr eben und es gibt sehr viele Bänke zum pausieren. Stellt man den PKW beim Haupteingang (bei Freizeitzentrum Impulsiv) ab, muss man nicht mehr sehr weit laufen um mitten im grünen zu sein.

Der Dreiländergarten ist weitläufig genug das sich Geräuschquellen wie spielende Kinder und Jugendliche mit Ghettoblaster sich so weit verteilen das man einander nicht stört. Das finde ich sehr angenehm.

Radfahren ist meines Wissens nach im Park erlaubt und die Wege sind so breit das vorbeifahrende Radfahrer die Fußgänger nicht gefährden.

Der Park ist weitestgehend mit dem Rollstuhl zu befahren, es sind lediglich ein paar kleine Stellen mit Stufen, die man aber sehr gut umgehen kann. Ich kann den Dreiländergarten also auch für Rollifahrer und Rollatoren empfehlen. Starke Steigungen gibt es so gut wie nicht.

Der Zugang zum Park ist kostenlos, wenn Veranstaltungen sind werden nur einige Teile abgetrennt und dort Eintritt erhoben (z.B. Kieswerk-Festival)

Mit öffentlichen Verkehrsmittel zum Dreiländergarten

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man sehr gut zum Dreiländergarten. Entweder man kommt mit der deutschen Bahn am Bahnhof Weil am Rhein an und läuft ein kleines Stück oder man steigt dort in die S-Bahn Richtung Lörrach um. Die Haltestelle „Gartenstadt“ grenzt direkt an den Dreiländergarten.

Parkplan und Veranstaltungen downloaden

Der Dreiländergarten hat eine eigene gut gemachte Webseite. Einen Plan des ganzen Gartens kann man downloaden..

Mein Fazit:

Ich finde den Dreiländergarten sehr angenehm und weitläufig und gerade mit dem Fahrrad toll. Ich werde hier sicher bald nochmal her kommen und noch mehr Fotos machen.

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Ausflugsziele im Südschwarzwald bei heißem Wetter

Wenn es im Sommer richtig heiß wird möchte man gerne mal der schwülen Stadtgebiete entfliehen und dazu bietet der Südschwarzwald wunderbare Gelegenheiten. Ich berichte Euch von meinen liebsten Ausflugzielen für heiße Tage am südlichen Rand des Schwarzwald.

Hochblauen

So nennt man den Gipfel des Blauen, ja der Berg heißt „der Blauen“ das ist kein Gramatikfehler. Mit einer Höhe von 1165 m liegt er am Westrand des südlichen Schwarzwalds und begrenzt so das Markgräflerland.

Den Gipfel kann man von Müllheim oder Schönau her kommend mit dem Auto erreichen und es gibt dort genügend Parkplätze und sogar ein Hotel. Leider ist das Hotel und das dazugehörige Cafee momentan geschlossen. Der Grund hierfür ist allerdings nicht Corona sondern finanzielle Schwierigkeiten der bisherigen Betreiber und das Problem das sie kein Personal finden. Offensichtlich ist niemand mehr bereit dort zu wohnen um zu arbeiten. Ich finde das sehr schade, wenn man bedenkt das es hier schon seit den 1950er Jahren immer Gastronomie gab. Im Navigationsgerät gibt man Hochblauen oder Blauen 79410 Schliengen ein. Der Gasthof Hochblauen verfügt über eine riesige Terrasse von der man eine tolle Aussicht genießen kann. Bei guter Wetterlage kann man die Alpen und die Vogesen sehen. Und wenn man Glück hat den Gleitschirmfliegern beim Starten zusehen, deren Startbahn direkt neben der Hotelterrasse ist.

Da man mit dem PKW nahe an das Hotel fahren kann ist diese Terrasse auch für Gehbehinderte zugänglich. Das Hotel selbst ist jedoch nicht als rollstuhltauglich ausgewiesen.

Einige Schritte vom Parkplatz entfernt ist neben dem weit sichtbaren Blauenturm (Fernsehturm) ein 21 Meter hoher Aussichtsturm, der 1895 vom Schwarzwaldverein erbaut wurde. Die Ursprüngliche Bauweise ist weitgehend erhalten. Bei schlechtem Wetter ist der Aufstieg zum Turm gesperrt, bei gutem Wetter kann er gegen eine Spende bestiegen werden. Von hier aus hat man grandiose Aussicht in alle Richtungen, da der Turm alle Bäume überragt.

Es gibt einen ausgeschilderten Gipfelrundweg der auch für nicht sehr trainierte Wanderer geeignet ist. Allerdings sollte man festes Schuhwerk tragen. Der Weg ist nichts für Flipflops und ähnliches.

Ravennaschlucht

Ist es in den Städten Freiburg, Lörrach oder Basel richtig schwül und heiß bietet sich ein Ausflug in die Ravennaschlucht an. Dieses Seitental des Höllental liegt schattig im tiefen Wald und hier wird es nie wirklich sehr heiß. Etwas Vorsicht ist geboten bei Gewitterneigung, man sieht schlechtes Wetter nicht kommen.

Erreichbar ist die Ravennaschlucht über die B 31 von Freiburg oder Donaueschingen kommend. Im Navigationsgerät kann man Ravennaschlucht 79874 Breitnau oder Hofgut Sternen Höllsteig 76, 79874 Breitnau/Hinterzarten eingeben.

Am unteren Eingang der Schlucht, beim Gasthof Sternen sind sehr viele Parkplätze verfügbar, denn der Ort ist bei Schwarzwaldtouristen sehr beliebt. Aber die vielen Autos täuschen. Die meisten Besucher kommen um die Glasbläserei oder den Gasthof zu besuchen, in die Schlucht selbst gehen nicht so viele.

Für die Schlucht braucht man anständiges Schuhwerk, der Aufstieg ist nicht sehr schwierig und so können auch Kinder und Senioren mit. Kinderwagen, Fahrrad oder ähnliches können nicht mitgenommen werden, denn der Weg geht nicht selten über Treppen und Stufen. Der Weg bis zum oberen Ende der Schlucht sind etwa 5 km und man schafft das als nicht geübter Wanderer in 1-1,5 Stunden. Oben angekommen lädt ein kleiner Gasthof zum verweilen ein, oder man läuft weiter einen etwa 10km langen Rundweg. Den habe ich selbst noch nie probiert und bin jedes mal den gleichen Weg wieder zurück.

In der Schlucht ist es immer viel kühler als drum herum, dies bei der Auswahl der Bekleidung bedenken.

Todtnauer Wasserfälle

sind über das Navi oder Google Maps gut zu finden, da die Parklplätze dort eingepflegt sind. Von hier aus geht es noch ein kleines Stück zu Fuß , wobei der erste Teil bis zum der unteren Ende Wasserfälle auch für Senioren und Kinderwägen machbar ist. Auf diesem Abschnitt hat es auch sehr viele Bänke zum Ausruhen mit schöner Aussicht.

Gerade bei heißem Wetter ein beliebtes Ausflugsziel. Am Unteren Ende kann man im Bachbett die Füße abkühlen, deshalb am besten ein Handtuch mitbringen.

Man kann auch zum Ursprung des Wasserfalles hoch wandern, dieser Weg ist aber steil und nur für stabiles Schuhwerk geeignet. Der Weg schlängelt sich meist durch den Wald und kreuzt den Wasserlauf mehrfach, dadurch ist er auch bei hohen Temperaturen angenehm zu gehen. Es gibt sogar stellen wo man ein bisschen nass werden kann.

Feldberg-Passhöhe

Auf der B 317 von Lörrach aus immer Bergauf… Von Freiburg kommend auch nicht zu verfehlen. Dieses Skigebiet ist im Sommer eigentlich recht unspektakulär, aber wer Probleme mit dem Hitze hat wird es lieben. Bei 1231 Metern ist die Temperatur viel kälter als beispielsweise in Freiburg oder Lörrach.

Da es sich hier um ein Skigebiet handelt gibt es ausreichend Parkplätze von welchen aus man kleine Rundwege oder eine Wanderung auf den Gipfel machen kann. Auch hier sollte man auf geeignetes Schuhwerk achten. Vor dem Losgehen den Wetterbericht checken!!!

Nicht erschrecken, es kann vorkommen das man im Mai noch Schneereste findet.

Nonnenmattweiher

Ist eher eine Insidertipp und nicht so von Touristen überlaufen. Doch an sehr heißen Tagen ist der Natursee gut besucht, weil man hier baden darf.

Zu finden ist der Nonnenmattweiher mit dem Navi unter der Adresse Haldenhof 4, 79692 Kleines Wiesental. Ältere Navigationsgeräte finden hier evtl einen anderen Ortsnamen, nicht wundern die Bezeichnung „kleines Wiesental“ ist recht neu und fässt viele kleine Gemeinden zusammen, so auch den Ort Neuenweg.

Von der angegebenen Adresse aus kann man den Weiher noch nicht sehen. An einem Wochenende wenn es sehr heiß ist erkennt man den Weg an den geparkten Autos… Man könnte nun das Auto auch hier parken und den Weg bis zum Weiher laufen, doch es geht steil bergauf.

Alternativ kann man auch bis zu dem Waldparkplatz fahren und hoffen das schon ein paar Besucher auf dem Heimweg sind. Gerade Sonntags empfehle ich frühzeitig oder erst nach 16 Uhr zu kommen.

von dem großen Schotterparkplatz sind es noch etwa 800m durch den Wald bis zum Nonnenmattweiher. Diese Strecke ist dann recht eben und kann auch in Badelatschen zurück gelegt werden. Hier kommt man an der Fischerhütte vorbei. Die Fischerhütte ist ein kleines niedliches und uraltes Lokal wo man sogar Fisch essen kann, oder ne Brotzeit und vor allem Eis und kalte Getränke bekommt. Zu Stosszeiten muss man hier etwas warten, aber dafür sitzt man an Tischen direkt im Wald.

Von der Fischerhütte ist es nicht mehr weit zum Weiher. Hinter einer Kuppe findet man den romantischen Stausee mit einer großen bewachsenen Moorinsel in der Mitte. In diesem Teil den man zuerst sieht ist Baden nicht erlaubt, und es wäre auch gut wenn man Hunden nicht erlaubt hier ans Wasser zu gehen. Erst im Hinteren Teil, der durch Baumstämme abgetrennt ist darf man ins Wasser, und Hund auch.

Baden ist hier ausdrücklich erlaubt, aber es gibt keine Badeaufsicht! Kleine Kinder und Nichtschwimmer sollten ganz am Rand bleiben und beaufsichtigt sein.

Geübte Schwimmer können den See gut durchqueren, wobei man damit rechnen muss das das Wasser in der Seemitte viel kälter ist als am Rand, wer zu Krämpfen neigt sollte nicht allein los schwimmen.

Direkt am Weiher gibt es eine große Liegewiese mit ein paar Feuerstellen zum Grillen. Wunderbar für große Gruppen. Manchmal wird hier auch vereinzelt gecampt, das ist aber offiziell nicht erlaubt.

Hasenhorn Coaster / Rodelbahn

Über diese Attraktion habe ich einen eigenen Bericht verfasst.

Titisee

Eine Weite Möglichkeit ist es an den Titisee zu fahren. Von Freiburg und Lörrach aus kann man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin kommen, allerdings muss man mehrmals umsteigen und etwas Geduld mitbringen. Dafür ist die Fahrt aus beiden Richtungen Landschaftlich sehr ansprechend (von Freiburg her durch das Höllental)

Reist man mit dem Auto an, muss man auf einen der großen kostenpflichtigen Parkplätzen parken und das letzte Stuck zum See laufen. Denn Titisee ist sehr überlaufen mit Touristen und es wird versucht den Bereich am See möglichst autofrei zu halten.

Neben allerlei Touristenläden und vielen Restaurants und Kaffees ist natürlich der gleichnamige See „die“ Attraktion. Es gibt Tretboote und Ruderbote zu mieten, oder man kann mit einem kleinen Dampfer über den See fahren.

Um den See herum führt ein Spazierweg der fast überall geteert ist, also auch für nicht so versierte Wanderer geeignet ist. Der Rundweg ist etwa 6 km lang und 2 Stunden zu schaffen, wenn man nicht eine der Einkehrmöglichkeiten wahr nimmt. Dieser ist echt zu empfehlen auch wenn es es heiß ist. Denn die meiste Strecke geht man im Schatten und direkt am See geht immer ein Lüftchen.

Ganz sportliche joggen einmal um den See herum.

Tretbootfahren auf dem Titisee, eine tolle Aktivität für heisses Wetter
Tretbootfahren auf dem Titisee, immer sehr erfrischend

Tretboot fahren ist natürlich ein Absolutes Muss bei sehr heißem Wetter, hier aber nicht den Sonnenschutz vergessen!

Letztes Jahr in dem heißen Sommer 2018 hab ich alle dieser Orte mal besucht. Aber dennoch hoffe ich das es dieses Jahr der Sommer nicht ganz so heiß wird. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen Sommer!

Wenn Dir mein Beitrag gefallen hat freue ich mich über einen Kommentar oder Like, und gerne darfst Du ihn weiter teilen.

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Sehenswürdigkeit

Ein Tagesausflug nach Freiburg

Letzte Woche habe ich zusammen mit einer Freundin einen Tagesausflug nach Freiburg im Breisgau unternommen. Wir wollten in der Breisgaumetropole einfach nur einen Aufsflug machen und ein wenig shoppen gehen. Gezieltes Sightseeing war diesmal nicht unser Hauptziel. Aber wer mich kennt, weis das ich allezeit auf der suche nach Fotomotiven bin.

Wir sind ganz entspannt erst mittags los, mit dem Flixbus am Lörrach .

Um 13 Uhr waren wir am Freiburger Busbahnhof, von dort gingen wir dann zu Fuss Richtung  Kaiser-Josefstrasse die das Herzstück der Fussgängerzone bildet und von Insidern liebevoll Ka-Jo genannt wird. Die Strecke ist echt nicht weit, etwa 1000m und man muss im Grunde nur über zwei Ampeln an viel befahrenen Strassen. Dann ist man schon in der weitläufigen Fussgängerzone.

Ich persönlich bevorzuge die Strecke Eisenbahnstrasse – Rathausgasse von der Entfernung her gleich. Doch diese Strecke kenne ich schon seit meiner Jugend und hier gibt es viele interessante Läden.

Überall in der Fussgängerzone säumen die berühmten Freiburger Bächle den Weg. Ich habe nur ein paar wenige fotografiert, da in den engeren Gassen auch immer zuviele Menschen auf den Bildern gewesen wären, und dann könnte ich sie hier ja auch nicht zeigen.

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Die Freiburger Bächle gibt es schon seit dem Mittelalter, und waren schon da bevor Freiburg eine richige befestigte Stadt wurde, sie dienten ursprünglich zu Bewässerung der Felder. Dann als Löschwasser, aber sie waren niemals reine Abwasserkanäle! Es gibt auch ein Gesetz das ausdrücklich verbietet in die Bächle zu urinieren (oder noch schlimmeres).

Am Rathausplatz entdeckten wir den Plastikmensch.

Da wir hungrig waren gingen wir in die Markthalle und suchten uns etwas von dem reichhaltigen Angebot aus. Dort gibt es Essensangebote aus aller Welt, Türkisch, Arabisch, Italienisch Chinesisch, Japanisch, Indisch… und badischer Wein! Die Preise dort sind nicht sehr teuer aber auch nicht sehr billig. Man holt sich das Essen selbst und bringt sein Tablett danach weg, aber dafür hat man eine riesige Auswahl und kann teilweise zusehen wie es zubereitet wird.

Mittagessen in der Markthalle in Freiburg
Mein Mittagessen in der Markthalle in Freiburg. Ich hatte mich für Indisch entschieden und es war sehr lecker.

Weiter ging es zu einer ausgiebigen Shopping Tour bei Deichmann und Co. Zum Glück hatte ich einen Rucksack dabei in dem ich meine Einkäufe locker verstauen konnte.

das Martinstor von der Kaiser Josephstrasse aus
Das Martinstor, meine Begleitung dachte, das danach die schöne Altstadt endet, aber das war ein Irrtum

Meine Begleitung kannte die malerischen Gassen hinter dem Martinstor gar nicht und so konnte ich ihr noch ein paar neue Sachen zeigen. In Freiburg gibt es wirklich viel zu entdecken.

So zum Beispiel die ausgefallenen Fachgeschäfte und das besondere Ambiente in Fischerauf und Gerberau.

Fahrräder stehen am Geländer in der Fischerau
Urlaubsfeeling in der Fischerau, man fühlt sich wie in fernen Ländern

Wir schlenderten gemütlich durch enge Gassen und interessante kleine Läden. Das Ambiente und das Angebot ist hier mit dem auf der Ka-jo echt nicht zu vergleichen. Es gibt zwar exclusive Boutiquen, aber auch Geschäfte mit preiswertem Angebot. Eine Angenehme Mischung finde ich. In der Freiburger Altstadt ist selbst der Bodenbelag sehenswert. Lest dazu meinen Blogpost über die Pflastermosaike.

Ohne die zurrückgelegte Strecke zu spüren kamen wir irgendwann beim Schwabentor an, welches ich natürlich fotografieren musste.

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Dabei wurde mir klar, das ich obwohl ich schon so oft in Freiburg war, viel zu wenig über die Tore und die Geschichte der Stadt weis. Vielleicht liegt es ja an meinem Lebensalter das mich sowas plötzlich interessiert… jedenfalls habe ich beschlossen demnächst mal eine der vielen Stadtführungen mit zu machen, um mehr zu erfahren.

Geht das Euch auch so? Über Orte die man gut kennt weis man eigentlich nicht viel?

Zum Abendessen kehrten wir im „Großer Meyerhof“ ein. Unweit von der Markthalle, wir sind also mehr oder weniger im Kreis gelaufen, aber das war uns ja egal. Der Meyerhof ist ein echtes altes Wirtshaus, mit Holzdecke und urigen Ambiente und vorallem klassischer regionaler Küche. Hier gibt es Gerichte wie Bibeleskäs und Kutteln und die Preise sind echt preiswert. Das Essen ist frisch und lecker!

Nach dem Abendessen gingen wir zu Fuss auch wieder zurrück zum Busbahnhof, wir haben in 12 Stunden etwa 12km zurrückgelegt (laut Schrittzähler im Handy) aber uns taten die Füsse nicht weh. Okay wir sind beide das Stehen und Gehen aus Beruflichen Gründen gewohnt. Für einen solch ausgiebigen Bummel in Freiburg würde ich auf jeden Fall flache und bequeme Schuhe empfehlen, da die meiste Strecke Kopfsteinpflaster ist.

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Sehenswürdigkeit

Miniatur Wunderland

Hier nun mein Erfahrungsbericht aus dem Miniatur Wunderland in Hamburg. Ich habe diese Ausstellung letzten März mit einer Rollstuhl Fahrerin besucht und kann somit beurteilen ob dieses Ausflugsziel wirklich barrierefrei ist.

Das Miniatur Wunderland ist die weltweit größte Modeleisenbahn. Und jedes Mal wenn ich erzählt habe das ich in Hamburg war musste ich mich fast rechtfertigen warum ich sie nicht besichtigt habe.

Ich verzichte in diesem Blogpost auf viele Fotos, denn es gibt massenhaft davon im Netz und ich finde ein Foto wird der Komplexität und Faszination der Ausstellung nicht gerecht.

Meine Ausrede war stets „das kann man auch machen wenn schlechtes Wetter ist“. Denn ich bin nicht wirklich Modelleisenbahn Fan. Doch ich hatte schon so vieles über diese gant besondere Anlage gehört, jetzt war ich doch neugierig geworden.

Bei diesem Besuch in Hamburg herrscht nun wirklich echtes „Schietwetter“, was ja eigentlich Typisch für Hamburg ist. Bisher hatte ich immer Glück und meistens schönes Wetter wenn ich hier zu besuch war.

Die technischen Daten der Anlage könnt ihr zahlreich im Internet finden. Und sicherlich auch hunderte sehr guter Fotos, denn das Miniatur Wunderland ist ein begehtes Ziel für ambitionierte Hobbyfotografen.

Ich möchte nun meinen persönlichen Eindruck beschreiben. Das Miniatur Wunderland befindet sich in der historischen Speicherstadt direkt neben dem „Hamurg Dungeons“ einer Art Geisterbahn die mich nun gar nicht reizt. Beides nicht sehr weit weg vom Hauptbahnhof. Zu Fuss machbar, aber die Strecke ist nix für einen Rollstuhl, denn die historische Speicherstadt hat überall Kopfsteinpflaster, was für Rollifahrer sehr unangenehm ist.

Die Speicherstadt an sich ist schon sehr sehenswert und bietet unzählige tolle Fotomotive. Dafür solltet ihr Euch auch etwas Zeit nehmen. Wenn ich nen Rat geben kann: macht blos nicht den Fehler und plant Hafenrundfahrt, Speicherstadt, Hamburg Dungeons und Miniatur Wunderland unmittelbar hintereinander! Es liegt zwar alles recht nah zusammen, aber das wird einfach zuviel!!

Für das Miniatur Wunderland braucht man aller mindestens 2-3 Stunden. Wenn man Modelleisenbahn Enthusiast ist braucht man noch viel länger.

Der Eintritt ist nicht gerade billig und dann wäre es schade wenn man nur schnell durch hetzt. Die besten Sachen sieht man erst wenn man sich mal Zeit nimmt die Details zu betrachten. Details gibt es schier unendlich viele zu entdecken. Und von einer Person die schon über 10 mal in der Ausstellung war habe ich gehört, das die Anlage nicht nur permanent erweitert wird, sondern auch immer wieder kleine Details verändern werden.

Oft werden auch kleine Gimmicks eingebaut, die eigentlich keinen Sinn machen. So zwerrt ein Nilpferd auf einer Dachterasse an der Wäscheleine. Mitten auf der Autobahnbrücke fährt ein Kind Dreirad. In Mitten einer dramatischen Bergauffahrt eines Radrennens hopst ein Känguru und hinter einer Stauseemauer ist ein versunkenes Dorf in dem kleine lachende Geister wohnen und ein Fotograf macht Bilder von einem Brokkoli (?!).

Mich würde mal interessieren ob jemand von Euch diese Szenen schon entdeckt hat.

Meine persönlichen Erwartungen wurden weit übertroffen. Ich bin gar nicht so Eisenbahn interessiert, und as da überall und kreuz und quer Züge und Autos fahren war fast Nebensache für mich. Ich war komplett fasziniert von den vielen liebevollen Kleinigkeiten.Wäscheleinen mit Wäsche, liebevoll angelegte Gärten mit samt Gärtner und selbst umgefallene Mülltonnen oder pinkelnde Hunde.Es gibt, Hochzeiten, Beerdigungen, Demonstrationen, Rockkonzerte, Volksfeste, Saufgelage, Freizeitparks, Ritterspiele….

Einmal entdeckte ich einen Schlosspark mit Heckenlabyrint und ich wollte eigentlich nachsehen ob da drin vielleicht Personen sind, und stieg auf einen der zahlreichen Tritte… da entdecke ich im Hintergrund Flammen am Fenster des Schlosses… Völlig verdattert sahen wir zu wie gleich 4 Feuerwehr Fahrzeuge vor fuhren. Wenn man sich auf die kleinen Details einlässt entdeckt man immer mehr!

An anderer Stelle brennt ein Dachstuhl und die Feuerwehr ist im vollen Einsatz, selbst der Wasserstrahl aus Löschschlauch ist dargestellt.

Der Flughafen

Besonders faszinierend fand ich den Flughafen, dort ist überall so viel Bewegung das man fast nicht weiß wohin gucken… allein auf dem Flugfeld rollen wohl koordiniert zahlreiche Flugzeuge, Versorgungsfahrzeuge, Schlepper, Busse… da könnte man stundenlang zusehen denn immer tut sich etwas!

Sicher bemerkt da kaum jemand die Sprayer auf dem Flughafen Dach.

Kaum zu übersehen oder überhören (original Geräusche) sind die Starts und Landungen der Flugzeuge auf der Start und Landebahn. Hier drängen sich auch oft die meisten Zuschauer. Und hin und wieder überrascht dann auch mal ein fremdartiges Flugobjekt. Was von den Besuchern auch mal mit Applaus kommentiert wird.

Obwohl ich absolut kein Miniatureisenbahn Fan bin, konnte ich mich stellenweise fast nicht losreißen. Letztlich haben wir die Ausstellung verlassen weil wir müde waren, nicht weil wir den Eindruck hatten alles gesehen zu haben.

Für Kinder gibt es an vielen Orten stufen zum hochklettern, damit sie was sehen können… aber ganz ehrlich ich würde das ganze nicht für Kinder unter 8 oder 10 Jahre empfehlen. Die kleineren verlieren viel zu schnell die Geduld.

Es gab auch viele Familien mit Kinderwagen. Zwar gibt es Aufzug und überall Rampen aber den Wagen mit rein zu nehmen würde ich echt abraten. Ein Kind im Buggy kann gar nix sehen! Wenn es schon sein muss, dann sollte das Kind auf den Arm.

Die gesamte Ausstellung ist Rollstuhltauglich, allerdings gibt es nicht wenige enge Stellen wo ein Rolli nicht durch passt. Man muss auch damit rechnen das due Leute nicht unaufgefordert Platz machen, denn wenn man die Exponate aufmerksam betrachtet nimmt man einen Rollstuhl neben oder hinter sich nicht wahr.

Die Kleinkinder die ich gesehen habe waren eher quengelig und weinerlich. Meiner Meinung nach können sie die Ausstellung nicht wirklich geniessen. Oft sehen sie nicht gut, und die Menge der Details ist für die kleinen einfach zuviel.

Mein Fazit:

ein Erlebnis, nicht nur für Eisenbahnfans. Eher für Erwachsene als für Kinder. Unbedingt genügend Zeit einplanen.

Mein Tipp: wochentags wenn keine Schulferien sind ist am wenigsten los.

Keine großen Taschen oder Rucksäcke mitnehnen, am besten kleine Handtasche am Körper (Taschendiebgefahr, da oft Gedänge und man sehr abgekenkt ist)

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Sehenswürdigkeit Verkehrsmittel

Historische Standseilbahn Stuttgart – eine Schräge Sache

Im Stadtführer für Stuttgart als „schräge Sache“ beschrieben, erweist sich die Standseilbahn als Naturerlebnis und echte Bahnromantik. Ein interessantes Zeugnis historischer Nahverkehrsmittel. Eine Standseilbahn ist eine Bahn bei der die Fahrgastzellen zwar auf Schienen laufen, jedoch hauptsächlich über Seile bewegt werden. So fährt die Stuttgarter Standseilbahn, die den Stadtteil Heslach mit dem Waldfriedhof verbindet sehr energiesparend.

Die 85 Höhenmeter werden dadurch ohne viel Energie Aufwand überwunden weil beide Wagen am gleichen Seil hängen. Fährt ein Wagen hinunter zieht er durch sein Gewicht den anderen Wagen hoch.

Die Holzkabine der Standseilbahn Stuttgart im oberen Bahnhof beim Waldfriedhof
Die Holzkabine im oberen Bahnhof

Die Stuttgarter Standseilbahn wurde 1929 erbaut um den Besuchern des auf dem Berg liegenden Waldfriedhofs den Besuch zu erleichtern. So wurde die Bahn anfangs vorallem von Beerdigungsbesuchern benutzt und erhielt deshalb von der Bevölkerung den Kosenamen „Erbschleicherexpress“.

Innenansicht der Standseilbahn stuttgart Holzbänke

Auf dem Bild nur wenig erkennbar wie schräg die gesamte Kabine ist. Jeder Fahrgast sitzt auf einwm anderen Niveau.

Aufgrund der Bauweise ist die Bahn nicht geeignet für Kinderwägen und Rollstühle. Rollschuhe und Fahrräder sind ebenfalls nicht erlaubt.

Die Bahn verkehrt im 20 Minuten Takt und die Fahrt dauert nur etwa 10 Minuten. Die Geschwindigkeit beträgt nur etwa 11 km/h also kann man die beschauliche Fahrt durch den Wald echt geniessen.

Standseilbahn Stuttgart aussicht aus dem Cockpit. Gegenverkehr,  die zweite Kabine kommt uns entgegen

Beinahe das spekulärste auf der Fahrt… der Gegenverkehr! Logischerweise müssen sich die beiden Kabinen begegnen.

Detail der Holzkabine standseilbahn Stuttgart, historisch steht unter Denkmalschutz

Die Kabinen stehen unter Denkmalschutz und sehen noch genauso aus wie vor 90 Jahren.

Das tolle ist, man braucht keine separate Fahrkarte, es gilt das normale Nahverkehrsticket der SSB (Busse und Straßenbahn).

Der untere Bahnhof der Standseilbahn Stuttgart steile Trasse

Wie Steil die Fahrt ist erkennt man hier, kurz vor Einfahrt in die Talstation.

So sieht die Trasse der Standseilbahn von unten aus.

Die Trasse von der Talstation aus.

Für Technik Interessierte: an beiden Stationen ist die Technik hinter Glasschreiben und gut beleuchtet zu sehen und es gibt Infotafeln mit den wichtigsten Daten.

In der Kabine fährt immer ein „Fahrer“ mit, der gerne Auskünfte gibt und fragen beantwortet.

Fazit: ein wirklich cooles Fahrerlebnis mit dem ich nicht gerechnet hatte…

Angeblich gibt es in Deutschland nur noch 4 Bahnen mit dieser Bauart.

Ich habe bei Youtube ein gut gemachtes Video von einer Fahrt auf der Standseilbahn entdeckt: Standseilbahn Stuttgart

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Keine Fotos von der Kirschblüte im Eggenertal

Die Kirschblüte im Eggenertal ist weit bekannt und wunderschön. Ein ganzes Tal voller weiss blühender Bäume eingebettet in die schöne Hügellandschaft des Markgräflerlandes.

Ich bin nicht weit weg aufgewachsen und so konnte ich dieses Naturschauspiel schon öfters geniessen. Als ich Kind war haben wir Schulausflüge und Wanderungen dort hin unternommen. Mitschüler aus den Dörfern Obereggenen, Niedereggenen und Schliengen berichteten damals schon von Touristen die Reisebussen anreisten und sehr vielen Wanderern zu dieser Zeit.

Heute gibt es dafür sogar eine Webseite http://www.bluetentelefon.de Seit 2009 kann man sich über den aktuellen Stand der Kirschblüte per Telefon informieren.Dieses Jahr sollte der absolute Höhepunkt der Blüte am 11.4. Gewesen sein.

Da für dieses Wochenende Regen angesagt ist wollte ich nicht bis zu meinem freien Tag nächste Woche warten. Denn bei starkem Regen gehen die Blüten noch schneller kaputt. Als ich heute um 17 uhr Feierabend gemacht habe schien in Lörrach die Sonne. Ich hatte im Hinterkopf ein paar tolle Eindrücke vom blühenden Eggenertal für diesen Blog zu fotografieren und buchte ich mir kurz entschlossen über die Carsharing-App ein Stadtmobil Auto.

Ich wollte die abendlichen Sonnenstrahlen ausnutzen. Doch je weiter ich fuhr umso dunkler und nebeliger wurde. Ich hätte noch 5-6 km vor mir gehabt begann es sogar zu regnen. An gute Fotomotive war nicht mehr zu denken. Deshalb drehte ich um und fuhr die etwa 15 km wieder zurrück.

In Lörrach wieder angekommen schien Sonne und blauer Himmel! Sowas gemeines, kaum vorstellbar, das es nur 18 km weiter so viel schlechteres Wetter ist. Leider ist das sehr oft so. Vor vielen Jahren bin ich diese Strecke mit dem Auto gependelt und es war fast täglich so das es in Lörrach einige Grad wärmer ist als in Müllheim (das Eggenertal liegt nahe bei Müllheim). Doch so krasse Licht unterschiede mitten am Tag, damit hatte ich nicht gerechnet.

Blaue Hauswand anstatt Blauer Himmel


Weil ich nicht ganz ohne Blütenfotos heim wollte hielt ich bei einem weiss blühenden Baum neben einem hellblauen Haus um wenigstens einen netten Farbkontrast zu haben.

Vielleicht versuche ich nächste Woche nochmal mein Glück. Mal sehen ob mir das Wetter nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

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Berlin von oben mit dem Rolli

Vergangene Woche war ich in Berlin unterwegs. Eine faszinierende interessante Stadt. Ich war zum Teil mit einer Freundin,die einen Rollstuhl hat in Bus und U-Bahn unterwegs. Und ich war beeindruckt wie gut das funktioniert!

In Berlin fahren zum Teil Doppeldecker Busse, die gibt es hier nicht. Aber die anderen sehen kaum anders aus als die hier. Sogenannte „Niederflur-Busse“ sind ja fast überall Standart. Aber dass man in diese so gut mit einem Rolli rein und raus kommt hätte ich nicht erwartet.

In meinem Wohnort ist es ja schon fast etwas besonderes, wenn jemand mit Kinderwagen es wagt un den Bus zu wollen. Und alle mit Rollator trauen sich schon gar nicht.

Nicht so in Berlin. Dort sind die Distanzen so groß und es ist völlig normal mit Rollator, Kinderwagen, Einkaufstrolli, Rollenkoffer oder Rollstuhl in den Bus zu steigen.

Und ist der Rollifahrer alleine, steigt der Busfahrer aus kommt zu hinteren Türe und hilft. Gegebenenfalls klappt er (oder Sie, Frauen machen das auch) manuell die Rampe aus.

Diese „Klappe im Boden“ sehe ich oft in öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber ich habe zuvor noch nie einen Busfahrer erlebt der sich die Mühe macht diese zu nutzen.

Letzte Woche habe ich eine Situation erlebt, die mich beeindruckt hat. Im Bus befanden sich bereits viele Leute, ein Rolli und ein großer Kinderwagen. Für mein Empfinden waren wir so gut wie voll. Doch dann standen an der Haltestelle 2 Rollifahrer. Alle Fussgänger im Bus rückten unaufgefordert auf um den Stehbereich bei der hinteren Türe frei zu geben. Unaufgefordert! Keiner musste was sagen. Fremde neben dem Kinderwagen packten mit an um diesen seitlich ganz nah an die Sitze zu stellen. Die Busfahrerin war sofort an der hinteren Türe,um die Rampe auszuklappen, und die erste Dame im Rollstuhl konnte ohne Probleme hineinfahren. Der zweite Rolli war ein großer schwerer Elektro. Dieser fuhr hinein doch dann stellte die Busfahrerin fest dass nun die Klappe nicht mehr rein ging. Alle Fahrgäste versuchten nich etwas mehr Platz zu machen, doch es half nichts. Der Mann im Elektro-Rolli reagierte gelassen und meinte „okay dann nehme ich den nächsten“. Die Busfahrerin entschuldigte sich sogar obwohl es ja nicht ihre Schuld ist, dass der Bus voll ist. Beim Rückwärts hinaus fahren blieb der schwere Rolli mit dem Rad in einer Verkehrsinsel hängen und aus dem Bus rief jemand „er hängt“ die Busfahrerin reagierte beherzt und trat kraftig gegen den Rollstuhl und er kam aus der misslichen Falle.

Der Bus hatte übrigens keine Verspätung!!!

Hier un meiner Gegend hätte ein Busfahrer in der Situation vermutlich nicht mal die Türe aufgemacht und hätte gesagt „wir sind voll, ihr passt nicht rein!“

Wir sind mit diversen Bussen und U-Bahnen gefahren und ich muss sagen die Aufzüge sind überall sehr gut ausgeschildert, funktionierten und waren sauber.

Fast bei jedem Ein-oder Ausstieg boten sich Passanten an zu helfen. Wow!

Wir besuchten natürlich auch den Alexanderplatz und meine Begleitung wusste bereits das man auf den berühmten Fernsehturm nicht mit Rollstuhl oder Gehilfen darf. Ist wohl aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Da hatte ich die Idee man könnte bei einem sehr hohen Hotel ganz in der Nähe schauen ob die eine Aussichtsplattform haben. Haben sie und der Eintritt dort kostet 4,-€… aber nur für Fussgänger, denn die letzten 5 Etagen muss man zu Fuss gehen.

Auf meine Frage wo man denn mit Rolli hoch darf, holte die Angestellte einen Kollegen, der uns sehr freundlich und kompetent beschreiben konnte wo dies möglich ist. Inclusive wo an den U-Bahn-Haltestellen die Aufzüge sind.

Mit dieser nahezu perfekten Wegbeschreibung fanden wir barrierefrei und einfach den Weg zum Panoramapunkt am Potsdamer Platz.

Der Höchstgeschwindigkeitsaufzug kostet pro Person 6€. Rollstuhl und Gehilfen sind kein Problem. Der Aufzug fährt wirklich schnell! Im 25. Stockwerk ist man innerhalb weniger als eine halbe Minute! Nicht unbedingt für sehr empfindliche Personen geeignet. Meiner Bekannten im Rollstuhl hat es nichts ausgemacht, aber sie fährt auch gerne Achterbahn usw.

Die Aussicht von der dreieckigen Plattform aus ist beeindruckend. Und das Gemäuer ist so niedrig, dass Personen im Rolli auch wirklich etwas sehen. Man ist dennoch von einem hohen Gitter umgeben, was die Höhenangst etwas verhindert.

An meheren Stellen gibt es Übersichttafeln auf denen wichtige Gebäude markiert sind.

Direkt gegenüber ist der DB Tower. Ein Bürogebäude der deutschen Bahn, und da die gesamte Fassade fast nur Glas ist, kann man direkt in die Büros gucken.

Weitere Informationen findet ihr auch unter http://www.panoramapunkt.de

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Spaziergang im Winter am Stuttgarter Max-Eyth-See 

Der Max-Eyth-See ist ein künstlich angelegter See direkt am Neckar gelegen am Fuße von Weinbergen mitten in Stuttgart, ein im Sommer sehr beliebtes Naherholungsgebiet.

Der Max Eyth see in Stuttgart Naherholungsgebiet
Max Eyth See im Winter

In den 1920ern durch Kiesabbau entstanden würde der See schon Mitte der 1930er als Sportstätte für Ruder und Seegler ausgebaut und avancierte schnell zu einem beliebten Ausflugsziel.

Naherholungsgebiet Stuttgart MaxEyth See
Der Max Eyth-See Naherholungsgebiet Stuttgart

Seit den 60ern steht das Gebiet unter Landschaftschutz. Was bedeutet hier gibt es rund um den See viele schöne große Bäume und es wirkt absolut nichts mehr künstlich.

Eine herbstliche Weide am Max Eyth See in Stuttgart
Weide am max eyth see stuttgart im herbst

Viele große Weiden wie diese, die im November noch das letzte bunte Laub trug, säumen den Rundweg um den See, der bei Joggern und Spaziergängern sehr beliebt ist.

Immer wieder kleine Abzweigungen mit vielen Bänken laden zum Verweilen ein. Insgesamt ist der Rundweg mit Kinderwagen oder Rollstuhl sehr gut nutzbar und nur kleinere Üferbereiche nur über Stufen erreichbar.

Fast vergisst man das man eigentlich mitten im Stadtgebiet von Stuttgart ist, nur oben am Horizont erkennt man Hochhäuser, die nahegelegenen Hänge direkt am Neckar sind Weinberge… also auch grün.

In den Sommermonaten liegen hier Ruder und kleine Segelboote. Das Schwimmen ist seit einigen Jahren verboten um die Fische und die Brutgebiete einiger Vogelarten am Ufer zu schonen.

Was hier aussieht wie eine Baustelle ist ein Bereich der in den Wintermonaten gesperrt ist. Nicht weil hier Bagger tätig werden sondern weil im Winter die Bootsanliegestellen von Zugvögeln besiedelt werden. Jedes Jahr überwintern hier unter anderem über 200 Kormorane.

Auf meinem Foto sind die Vögel kaum erkennbar, das Bild habe ich mit meinem alten Handy dem S5 gemacht welches nicht über einen Zoom verfügt.

Näher ran kann man nicht, denn der Bereich ist weiträumig durch einen stabilen Bauzaun gesichert.

Dennoch halte ich diese Stelle interessant für Vogelinteressierte mit Fernglas oder Teleobjektiv, denn der Zaun ist aus durchsichtigen Gitter.

Der Max-Eyth-See hat eine eigene Stadtbahn-station und ist somit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar (50m Fussweg zum See)

Am See gibt es auch ein gemütliches Kaffee bzw. Speiserestaurant mit schönem Blick und im Sommer kann man hier Tretboot fahren.

Diese Bilder entstanden an einem kalten Novembersonntag kurz bevor es zu regnen begann.