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E-Tickets für das Parkschwimmbad Lörrach

Morgen öffnet endlich das Lörracher Parkschwimmbad, doch ein Ticketkauf ist nur online möglich. Wie man es macht um auch wirklich ins Schwimmbad zu dürfen, habe ich ausprobiert. Seit wenigen Minuten bin ich glückliche Besitzerin eines E-Tickets das mich für den Eintritt in das Bad morgen berechtigt.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der … Ihr wisst doch schon Alle wie der Satz weiter geht. Mitte März wurden alle Hallenbäder von jetzt auf gleich geschlossen, so auch das in Lörrach. Die Vorbereitungen für die Öffnung des Freibades wurden schon lange getroffen doch erst seit kurzem ist klar wie eine Öffnung wirklich funktioniert. Es ist etwas kompliziert!

dieses Bild ist aus dem letzten Jahr

Auf der Webseite der Stadt Lörrach findet man den Link zum Parkschwimmbad. Dort muss man erst mal weit herunter Scrollen bis der Gelbe Balken Online Ticket buchen erscheint.

Hier ist schon die erste Hürde, ich denke das alle diejenigen die es nicht gewohnt sind im Internet zu kaufen und zu buchen hier schon zögern und ganz aufgeben.

Klickt man hier an landet man auf einer Seite der Stadtwerke Lörrach, wer nicht weiß das die Schwimmbäder den Stadtwerken gehören der ist hier vielleicht auch irritiert.

Die Genaue Webadresse der Seite ist : https://loerrach.baeder-suite.de/de/customers/login/

Also wer nicht so bewandert ist im Internet bekommt jetzt Angst und es tät mich nicht wundern wenn der eine oder andere Spammfilter diese Seite bockiert.

Dabei wird es hier richtig spannend. Du musst Dich registrieren. Mit Geburtsdatum, voller Adresse und Telefonnummer und Handynummer. Wer seine Daten da nicht angeben mag, der kann halt nicht ins Schwimmbad… Basta!

Auf diese Weise ist sichergestellt das sich später im Bad keine Analphabeten, Senioren, Dumme oder radikale Datenschützer sind. Was wohl auch ein Schutz vor Corona-Infektion ist.

Okay Registrierung mit all meinen Daten, das sehe ich ja noch ein. Ich bin das ja gewöhnt von Restaurants und ähnliches. Geburtsdatum, hmm naja vielleicht als Plausibilitätskontrolle, keine Ahnung wozu sie das brauchen.

Das Formular ist sehr streng, wenn Du nur irgendeinen kleinen Pips nicht richtig ausgefüllt hast geht es nicht weiter. Ich bin nicht doof und ich kann 10-Finger-Tippen, aber ich habe 3 Versuche gebraucht…

nochmals ein versteckter Intelligenztest?

Nach der Registrierung musst Du erst auf eine Mail warten, dauerte bei mir etwa ne Minute bis sie da war. Den Link in der Mail muss man erst mal bestätigen, erst dann ist die Registrierung abgeschlossen.

Auch hier werden alle diejenigen die einen Spamschutz im Mailprogramm haben damit sie nicht versehentlich auf Phishingmails antworten scheitern.

Wieder ein paar Senioren, die sogar E-mail haben, weniger im Bad…

Nach erfolgreicher Registrierung kann man sich dann endlich einloggen und ein Ticket für das Schwimmbad wählen.

Juhu ich bin eingeloggt, ich fürchte nicht jeder Mitbürger kommt so weit

Die Webseite ist für Mobile Geräte optimiert… das heißt im Klartext, der Kalender zum Aussuchen wann man ins Schwimmbad will ist auf dem Handy besser zu überblicken als am PC. Für mich als PC und Handy bewanderter Blogger ist das kein Problem aber ich bin mir sicher das die Unübersichtlichkeit mit ein Grund ist das noch so viele Tickets verfügbar sind.

Wisst ihr noch wie das in anderen Jahren wahr? Am Ersten Tag stand man Schlange, weil einfach alle in Schwimmbad wollten.

Ein Screenshot von heute Nachmittag, wie es aussieht wollen morgen nur 70 Leute in Schwimmbad

Auf meinem Screenshot von der Handyansicht könnt ihr unten die blauen Zahlen sehen. Dort steht 428 Freie Tickets, gemeint ist für die Schicht am Vormittag. Am Nachmittag sind es noch 393. Das heißt im Umkehrschluss, wenn 500 Personen rein dürfen, und noch 428 verfügbar sind. Sind von 9-13:30 nur 71 Personen im ganzen Parkschwimmbad.

Wenn jetzt also nicht noch mein Artikel wahnsinnig viel Werbung macht, dann wird es morgen schööööööööön leeeer sein.

Wenn so wenige Menschen in dem ganzen Schwimmbad sind, dann fällt es nicht schwer mehr wie 2m Abstand zu den anderen zu halten und eine Ansteckung mit Covid-19 oder Fußpilz oder sonst irgendwas ist unmöglich.

Deshalb meine Aufforderung an alle Lörracher Bürger, meldet Euch an, kauft Tickets und helft so, das dieser ganze Verwaltungsaufwand nicht umsonst gemacht wurde.

So funktioniert der Ticketkauf für das Parkschwimmbad Lörrach

Nach dem Einloggen wählt man auf dem Kalender den gewünschten Badetag. Dies ist immer nur 3 Tage im voraus möglich.

Dann erscheinen beide möglichen Zeitfenster. Man kann entweder von 9-13:30 oder von 15-20 Uhr in das Bad. Es soll übrigens nicht erlaubt sein beide Zeitfenster für ein und die selbe Person zu buchen.

Dann erscheint eine Auswahl von 6 ! Verschiedenen Tarifen. Wobei im Grunde nur Kinder ab 6 Jahre und Erwachsene wählbar sind. Die anderen „Tarife“ sind für die Jahreskarteninhaber, die nicht zahlen müssen, aber sich anmelden müssen.

Nach der Auswahl kommt man dann zur Zahlung, ich habe mich für Paypal entschieden, weil ich dieses schon seit Jahren nutze und damit sehr vertraut bin.

Wer lieber bar bezahlen will darf dies NICHT AN DER SCHWIMMBADKASSE sondern kann dies vorher bei der Tourist-Information tun. Hmm wenn jemand auf dem Weg zum Schwimmbad gerne noch in die Innenstadt möchte…

Weitere Zahlungsarten wurden mittlerer Weile hinzugefügt, da ich aber Paypal hinterlegt habe zeigt es mir diese nicht an.

Das Ticket erhält man als pdf per e-mail. Dieses kann man entweder auf dem Handy vorzeigen (mit QR-Code) oder als Ausdruck mitführen.

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Lörrach Tasse von Seltmann Weiden

Meine bisherigen Blogposts über Lörrach-Spezifische Artikel sind ganz gut bei Euch angekommen. Unter Lörrach-Fanartikel oder Taschen für Lörrach-Fans zeige ich Euch Dinge die als Mitbringsel aus Lörrach oder für Einwohner und Fans geeignet sind.

Heute möchte ich Euch die Porzellantasse von Seltmann Weiden vorstellen. Diese Tasse des Porzellanherstellers aus der Oberpfalz in Bayern ist exklusiv für das Karstadt Warenhaus in Lörrach bedruckt worden und zeigt gleich mehrere Lörrach Motive.

Tasse von Seltmann Weiden mit Motiven aus Lörrach

Als typische Lörrach Motive wurden neben der Burg auch noch ein paar Ansichten aus der Innenstadt ausgewählt. Obwohl es diese Tasse noch gar nicht so lange gibt, ist mindestens eine der Abbildungen schon beinahe historisch.

Auf der Tasse ist das Reiterdenkmal am Bahnhofvorplatz abgebildet, mit dem Postgebäude dahinter… nun dieses gibt es jetzt schon nicht mehr. An gleicher Stelle entsteht gerade ein neues Einkaufszentrum. Diese Fassade wird mit Sicherheit ganz anders aussehen.

Diese Tasse von Seltmann Weiden gibt es nur bei Galeria Karstadt Lörrach.
Es ist damit die einzige Motivtasse auf der die Filiale in der es sie zu kaufen gibt abgebildet ist

Eine weitere Fassade die als typisches Lörrach-Motiv auf der Tasse enthalten ist, ist die des Warenhauses wo es die Tasse zu kaufen gibt. Hier ist der Schriftzug Karstadt zu erkennen. Noch steht der Name an diesem Gebäude, doch die Firma heißt jetzt Galeria und die Schriftzüge an den Filialen werden in den kommenden Monaten ausgetauscht.

Lörrach Tasse von Seltmann
Die Motive auf der Porzellan Tasse, oben die Burg Rötteln und unten das Reiterdenkmal auf dem Bahnhofsvorplatz. Dieses Motiv ist schon nicht mehr aktuell, denn das Gebäude hinter dem Reiter gibt es in dieser Form nicht mehr
Motiv oben das Eingangsportal vom „Burghof“ und unten das Bahnhofsgebäude am Hauptbahnhof

Auch der hier erkennbare Bahnhofsvorplatz sieht schon bald nicht mehr so aus. Die viele Jahre typischen Blumentöpfe mit Palmen gibt es nicht mehr und auch der Rest des Platzes soll in kürze umgestaltet werden.

Die Tasse hat ein normales „Kaffeebecher“-Format und ist etwa 11 cm hoch bei einem Durchmesser von etwa 10 cm. Erhältlich ist die für 9,95€ bei Galeria Karstadt Kaufhof in Lörrach. Nur in der Filiale nicht online!

Da jetzt schon gleich mehrere Motive auf der Tasse „überholt“ sind gehe ich davon aus das es sie nicht mehr lange geben wird.

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Basler Morgenstraich am 02.03.2020: Sonderzüge und – Busse aus dem Landkreis Lörrach — LÖ.mobil

Achtung Update 1.3.2020: der Basler Morgenstraich findet wegen den Corona-Erkrankungen NICHT STATT!

ICH GEHE DAVON AUS DAS AUCH DIE SONDERZÜGE NICHT FAHREN

Heute möchte ich einen Artikel aus einem anderne Blog weitergeben. Lö.mobil haben wiedermal perfekt recherchiert. Dem ist nicht hinzu zufügen.

Achtung !!! Der Basler Morgenstraich ist wegen der Corona-Bedrohung abgesagt! Ich gehe deshalb davon aus das auch die Sonderzüge NICHT FAHREN!!!

Auch in diesem Jahr verkehren aus dem Landkreis Lörrach wieder Sonderzüge und -busse nach Basel zum Morgestraich am 2. März 2020. Sonderzug der SBB Deutschland GmbH auf dem Linienweg der S6: der Sonderzug startet um 2:30 Uhr in Zell (Wiesental) und erreicht Basel Bad Bf um 3:15 – der Zug bedient alle Halte analog der […]

Basler Morgestraich am 02.03.2020: Sonderzüge und – Busse aus dem Landkreis Lörrach — LÖ.mobil
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Lörrach Fanartikel in der Touristikinformation

An der Touristikinformation in der Wallbrunnstraße bin ich immer nur vorbei gelaufen. Auch dem Schaufenster habe ich nie viel Aufmerksamkeit geschenkt, denn ich dachte dort gibt es nichts interessantes für jeanden der in Lörrach zuhause ist. Doch kürzlich meine Schwester zu Besuch war wollte sie unbedingt ein Souvenir aus Lörrach eine Freundin schicken wollte, sind wir endlich mal in den kleinen freundlichen Laden neben der Bücherei Osiander rein gegangen.

Das Angebot hat mich echt überrascht, es gibt dort weit mehr als nur ein paar Postkarten.

Souveniers aus Lörrach:

Im Shop der Touristikinformation gibt es gleich eine ganze Auswahl an Souveniers oder Andenken aus Lörrach, ja man könnte dazu auch „Fanartikel“ sagen. Einen Teil der Artikel kann man auf der Webseite der Stadt Lörrach ansehen. Es gibt darüber hinaus noch weitere.

Lörracher Guzzis, eine nette Mitbringsel-Idee

Lörracher Guzzis

Die Lörracher Guzzis finde ich eine gute Idee als Mitbringsel. Es handelt sich hier um ganz einfache Bonbons in einer hübschen Blechdose. Ich denke die Bonbons sind nix besonderes und werden sich auch mit anderen Aufschriften verkauft. Das schöne daran ist die Blechdose, die der Beschenkte aufheben kann und für andere Dinge nutzen kann. Das Design ist nicht zu kitschig.

Eine kleine Schokolade als Gruß aus Lörrach

Lörrach Schokoladen

Ein immer wieder gerne geschenktes Mitbringsel ist Schokolade. Die Schokoladen mit diversen Lörrach Motiven gibt es in verschiedenen Packungsgrößen und wahlweise als Milchschokolade oder Zartbitter. Leider habe ich versäumt zu gucken welcher Hersteller dahinter steckt, wir haben das Päckchen für Verwandte schon weg geschickt. Ich gehe allerdings davon aus das es nicht Milka ist. Obwohl wir hier in Lörrach ein Milkawerk ( siehe auch die Milkastrasse gibt es wirklich) haben stellen diese nichts Lörrach-typisches her.

Süße Grüße aus Lörrach, erhältlich in der Touristinformation Lörrach

Espresso Tasse Lörrach

Espressotasse mit dem Logo der Stadt Lörrach

Auch ganz neu ist die Espressotasse mit dem Logo der Stadt Lörrach. Die Tasse mit eckiger Untertasse und passedem Löffel ist aus hochwertigen Porzellan und ist für 24,50€ erhältlich. Hier finde ich das moderne Design sehr chic. Der einzige Grund warum ich mir das nicht kaufe ist, das ich keinen Espresso mag und mich kleine Tassen nur aufregen. Aber ich halte es für ein hübsches Geschenk für Ex-Lörracher.

Diverse Schwarzwald Andenken

Des weiteren gibt es mehrere Schwarzwald-Artikel, die nicht explizit nur auf Lörrach ausgerichtet sind. Einer der berühmt berüchtigsten ist das Monopoly Brettspiel „Schwarzwald Edition“.

Bei der Planung dieses Artikels wollte ich es ganz raffiniert machen und an dieser Stelle einen Link einfügen wo man das Brettspiel online kaufen kann. Aber dieses Scheint bei allen Online-Händlern ausverkauft zu sein. Nur bei Ebay gibt es ein paar gebrauchte.

Also wenn Ihr das kultige Brettspiel haben wollt ab zur Touristinformation. In Freiburg habe ich es auch schon gesehen.

Ein besonderes Mitbringsel für Badener …

Mit diesem Artikel kann nur jemand etwas anfangen der hier in der Gegend aufgewachsen ist und in der Schule und bei gewissen Veranstaltungen das Badenerlied gesungen hat:

Es gibt eine Spieluhr mit de Badnerlied! Der inoffiziellen Hyne von Baden. Mehr Informationen darüber und den Text gibt es bei Wikipedia. Es handelst sich um eine manuelle Spieluhr wie es sie ganz früher schon gab… ein kleines Metallkästchen mit einer Kurbel, dreht man diese mit der richtigen Geschwindigkeit ertönt die Melodie zu dem man heute noch auf feuchtfröhnlichen Weinfesten „Frisch auf Frisch auf mein Badnerland“ singt.

Außenstehende und Kurgäste werden die Melodie wohl nicht zuordnen können, aber für Ex-Badenser ist das eine coole Geschenkidee.

Die Spieluhr habe ich bei Amazon gefunden, aber unter einer ganz eigenartigen Bezeichnung, man merkt das Anbieter keine Ahnung hat was er da verkauft.

Das Badnerlied für die Hosentasche!

Natürlich gibt es in der Touristik Information in der Wallbrunstraße, neben dem alten Rathaus auch die üblichen Andenken-Artikel wie Postkarten, Landkarten, Schirme, Schlüsselanhänger, Magnete usw….

… und auf dem Tresen liegen „Chraftmümpfeli“ … falls Du verstosch was sel isch…

Chaftmümpfeli
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Meine Hamburg-Tipps zusammengefasst

Hamburg ist immer wieder eine Reise wert. Für uns aus Süddeutschland ist die Hansestadt zwar etwas weiter weg, doch ich zeige Euch hier ein paar preiswerte Reisemöglichkeiten.

Wie kommt man preisgünstig nach Hamburg?

Fliegen ab Basel

Easyjet bietet Basel -Hamburg mehrmals täglich an und wenn man frühzeitig bucht kann man hier echte Schnäppchen machen. Lest in meinem Artikel „Fliegen mit Easyjet“ mehr über meine Erfahrungen damit.

Flugzeug ist allerdings nicht gerade die umweltfreundlichste und nachhaltigste Reisemöglichkeit.

Flixbus

Flixbus ist sehr preiswert, und ab Lörrach gibt es sogar eine durchgehende Buslinie. Ich persönlich halte aber davon lieber Abstand. So viele Stunden am Stück in einem Bus ist nichts für meine Beine.

Mit dem Zug

Mit der deutschen Bahn ist die Fahrt nach Hamburg bei weitem angenehmer. Der ICE braucht etwas über 7 Stunden und es gibt Verbindungen ab Basel ohne umsteigen. Allerdings muss man hier sehr früh schon buchen um ein Sparticket zu ergattern, sonst ist die Fahrt recht teuer.

Es sei denn man bucht Zug und Hotel zusammen. Wie ich hier beschrieben habe.

Flixtrain

Mit dem Nachtzug von Flixtrain von Lörrach bzw. Freiburg nach Hamburg fährt man unerreicht preiswert und man kann dabei auch noch schlafen.

Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Hamburg, Museumsschiffe liegen vor der Elbphilharmonie
Von der Haltestelle Landungsbrücken einfach zu Fuß Richtung Hafencity, Die Elbphilharmonie kann man nicht verfehlen

An dieser Stelle darf ich die Elbphilharmonie nicht weglassen. Bei eine Besuch auf der Plaza habe ich viele schöne Bilder gemacht.

Unbedingt ansehen muss man sich in Hamburg den Hafen, die Hafencity sowie die Landungsbrücken. Über diese Sehenswürdigkeiten wurde schon so viel geschrieben, das ich mich in meinen Artikeln eher auf die unbekannteren Details konzentriere:

Wenn es in Hamburg Schietwedder hat:

Fisch Essen in Hamburg

wenn Ihr richtig lecker und authentisch Fisch essen wollt, dann kann ich Daniel Wischer direkt neben dem Rathaus empfehlen. Hier ist es jedoch zu jeder Tageszeit sehr voll. Der Fisch wird frisch und für Hamburger Eingeborene „richtig“ zubereitet. Wenn Ihr jetzt aber chickmicki mit Fischbabel und Muscheln und co erwartet seid ihr dort falsch. Angeboten wird eine Bodenständige Hausmannskost und genau so ist auch die Einrichtung.

Noch mehr „so wie früher“ ist das Ambiente in der ältestenf Fisch-Restaurant Hamburgs, in der „Veddler Fischgaststätte“. Der Name ist passend für dieses Kneipenambiente. Durch verschiedene Bauarbeiten ist die Adresse momentan schwer zu finden. Ich empfehle hier unbedingt mit Googlemaps zu navigieren, denn Google hat die aktuellsten Straßenverlegungen. Lest zuvor meinen zugehörigen Artikel, sonst findet ihr es gar nicht.

Hafenrundfahrt und co.

Hamburger Hafen
Hamburger Hafen, aus jedem Blickwinkel ein interessantes Fotomotiv

Eine Hafenrundfahrt ist interessant und es gibt wirklich viel zu sehen. Aber sie sind recht teuer und die Unterschiede sind groß. Erfahrungsgemäß sieht man mit den kleineren Booten mehr und vor allem versteht man die Moderation meistens besser. Vorsicht ist geboten wenn eher englisch als deutsch angeboten wird… dann könnt ihr davon ausgehen das der „Führer“ kein Hamburger ist und nur erzählt was er im Stadtführer gelesen hat.

Bei schlechtem Wetter fahren oft die kleinen Barken nicht mehr, und je nach Wetterlage würde ich dann auch von einer Rundfahrt in dem größeren Schiff abraten, denn wenn Wind und Wellen ungünstig stehen können die Schiffe nicht nah genug an die Interessanten Stellen fahren, berechnen aber den gleichen Preis. Als Laie kann man das nur so beurteilen, fahren die kleinen Boote noch , ist das Wetter okay, fährt nichts kleines mehr… Vorsicht!

Flutwarnung!

Wird eine Flutwarung heraus gegeben, dann sollte man sich unbedingt daran halten und Hafen und Hafencity weiträumig meiden. Auch wenn es vielleicht spannend ist… aber es kann dann je nach Wasseranstieg passieren das öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr fahren und Straßen gesperrt werden. Ganz viele Parkplätze haben den Hinweis das man bei Sturmwarnung nicht mehr parken darf. Stellt man seit Auto dennoch hin… könnte es irgendwann mal weg sein (wenn Du Glück hattest wurde es abgeschleppt!!!).

Preiswerte Alternative zu Hafenrundfahrt

Wer auf das Geld schauen will aber dennoch am Hamburger Hafen was sehen will, nimmt einfach die Fähren. Diese Kreuzen mehrfach die Routen der Rundfahrtschiffe und kosten nur einen geringen Bruchteil. Sie können mit dem normalen Nahverkehrsticket benutzt werden. Am einfachsten ist ihr geht zu einer der Haltestellen und fragt dort Leute ob jemand Anwohner ist. Bestimmt findest Du einen Einwohner der Dir ein paar Tipps gibt.

Mit 3 Fährfahrten kannst Du im Kreis fahren, um wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Besonders beliebt ist die Strecke Landungsbrücken-Finkenwerder. Fahrplanauskunft gibt es auch an den HVV Automaten.

Ein Fährfahrt von Landungsbrücken nach Blankenese

Auch das ist Hamburg…

Blankenese ist absolut sehenswert. Hier befinden sich die teuren Lokale und die schönen Villen der Superreichen… Und das „Treppenviertel“. Wie der Name schon sagt, ein Stadtviertel mit überall Treppen, als Fremder rechnet man nicht mit sowas in Hamburg. Hier haben sich über die Jahrhunderte immer wieder Kapitäne und andere etwas besser gestellten Bürger niedergelassen und so entstand ein wunderschönes Kleinod mit vielen alten verwinkelten Gebäuden. Sehenswert für Leute die gut zu Fuss sind.

Man kann mit der Fähre von den Landungsbrücken hier her fahren… die Treppen hoch steigen bis zum Süllberg, dort befindet sich ein Restaurant/Cafe mit fantastischen Ausblick. Für Gehbehinderte leider absolut gar nichts.

Das Restaurant kann man selbstverständlich von der anderen Seite her mit dem Auto anfahren und von dort können auch Rollifahrer die Aussicht genießen. (persönliche Anmerkung, ich finde das Treppenviertel von unten spektakulärer als von oben)

Innenstadt und Hafencity mit dem e-Scooter

Wie in fast allen Großstädten Europas gibt es in Hamburg auch mehrere Anbieter die Elektroroller anbieten. Das ist ne Witzige und sportliche Idee für kürzere Strecken. Aber den ganzen Tag würde ich damit nicht rumdüsen. Ich habe die Roller ausprobiert. Das ist wirklich nur etwas für fitte Leute denn es ist trotz elektro Antrieb recht anstrengend und nicht ganz ungefährlich.

Hamburg mit dem Fahrrad

In Hamburg wird an vielen Stellen das Stadtrad angeboten, die ähnlich wie die E-Scooter kurzfristig angemietet werden können, und die man an anderen Standorten wieder abgeben kann. Die Anmeldung erfolgt hier genau wie bei den Elektrorollern über eine App. Leider konnte ich diese noch nicht selbst testen. Habe es aber bald mal vor, denn in Hamburg ist das Fahrradwegenetz sehr umfangreich und gut ausgebaut (oft gut geschützt nicht auf der Stasse!).

Mein Fazit:

Hamburg ist immer wieder eine Reise wert und ich hab sicher noch lange nicht alles gesehen. Ich werde hier sicher noch einige Artikel über die Hansestadt schreiben. Wenn Du Dich für meine Tipps aus Hamburg interessierst, dann leg Dir ein Lesezeichen auf meinen Blog.

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Ausflugziel in Hamburg: Laeiszhalle auch bekannt als Musikhalle 

Bei meinem letzten Besuch bei einer guten Freundin in Hamburg „verdonnerte“ mich diese zu einem Konzertbesuch in der Laeizhalle. Sie machte es spannend und wollte mir vorher auch nicht sagen wen oder was wir da hören würden. Und auch die andere Bezeichnung „Musikhalle“ half mir nicht weiter.

Ich hatte nur mit bekommen das hier demnächst Helmut Lotti auftritt, also konnte es ja nicht ganz klein sein.

Auf meine Frage was ich anziehen soll wurde eine elegante schwarze Hose und ein Pullover für passend gefunden… Also keine Abendrobe… Aber auch keine Jeans.

Als wir an der Halle ankamen war es bereits dunkel, ich konnte das Gebäude also nicht wirklich von aussen sehen. Nur das die Adresse Johannes-Brams-Platz ist und im Gebäude nochmals eine Brahms Skulptur ließ mich vermuten das uns an diesem Abend Klassik erwartet.

Das Treppenhaus der Laeizhalle
Das Treppenhaus der Laeiszhalle

Die Laeizhalle wurde von dem Haburger Reeder Carl Laeiz gespendet. Er hatte in seinem Testament verfügt das er 1,2 Millionen Mark für die Erbauung einer Musikhalle spendet. Seine Wittwe erhöhte den Betrag später auf 2 Millionen.

Die Halle wurde 1903 auf städtische Gelände im Neobarocken Stil errichtet und 1908 eröffnet.

Gedenktafel für die Stifter der Laeiszhalle in Hamburg
Auf einer Marmortafel im Eingangsbereich werden die Stifter geehrt

Der Eingangsbereich und die Treppen der Halle sind schon alleine Sehenswert. Mit ganz viel Marmor und geschwungenen Formen lassen eine Stimmung wie in einem eleganten Schloss entstehen.

Das beeindruckende Treppenhaus der Musikhalle
Das beeidruckende Treppenhaus

Wandleuchte im Eingangsbereich der Laeiszhalle
Eine Wandleuchte im Gang

Die moderne Technik ist stets perfekt in das historische Ambiente eingepasst. Nichts wirkt wie nachträglich dazu gepackt.

Ich habe ein paar Details fotografiert, an und um den Lampen ist überall Gold und man sagte mir das sei angeblich echtes Gold

Deckenleuchte im Gangbereich der Laeizhalle
eine der vielen stilvollen Deckenleuchten

Der Baustiel ist in allen Details erhalten geblieben. Selbst moderne dimmbare LED Beleuchtung ist perfekt in die geschwungene Decke integriert.

Aufzüge in der Laeiszhalle

Da meine Begleitung leicht gehbehindert ist nahmen wir nicht das imposante Treppenhaus sondern einen seitlich etwas versteckten Aufzug. Ich dachte so „oh die haben es geschafft in diesem historischen Gemäuer nachträglich eine Aufzug einzubauen ohne das es das Ambiente dieses wunderschönen Gebäudes zerstört. Doch das war falsch gedacht. Der Aufzug ist nicht später eingebaut.

Der Aufzug befand sich hinter einer alten mit Schnitzereien verzierten Holztüre. Fast wie ein wunderschöner alter Schrank. Die Türe musste man logischer Weise von Hand öffnen und dahinter befand sich die Aufzugkabine.

Bedientafel in dem Holzaufzug in der Laeiszhalle
Selbst die Bedientafel ist im originalen Stil erhalten geblieben

Die Kabine selbst war genauso. Aus Holz mit Schnitzereien und einer kleinen mit roten Samt bezogenen Bank. Soetwas hatte ich noch nie gesehen und ich musste gleich mal die Wand befummeln ob das ganze wirklich echt ist.

Wie wir das von Modernen Aufzügen kennen ist immer irgendwo ein Schild wann er in Betrieb genommen wurde. Und da stand 1908 ! Ähm ich wusste gar nicht das es damals schon Aufzüge gab.

Das Typenschild im Aufzug verrät das es wirklich noch der erste in diesem Gebäude ist.
Das Typenschild im Aufzug verrät wie alt er wirklich ist

Damals wurden die Kabinen mittels Hydraulik nach oben „gedrückt“. Spätesten als der Aufzug los fuhr spürten wir das „andere Fahrgefühl“ ganz langsam bewegten wir uns ins obere Stockwerk.

Der Große Saal der Laeiszhalle

Nochmal mehr beeinduckend ist der große Saal selbst. Ein riesiger Saal in dem fast nichts wirklich gerade ist. Überall geschwungene Linien und Rundungen und auch hier ist alles mit vielen geschmackvollen Details verziert.

Architektur der Laeiszhalle in Hamburg
Die Ränge in der Hamburger Laeiszhalle

Als ich den Saal das erste mal betrat war ich irritiert, draußen war es doch schon Nacht, durch das Glasdach des großen Saals sah es aber aus als sei es heller Tag.

In Wahrheit ist es gar kein Glasdach, über der sichtbaren Glasfläche sind flächendeckend dimmbare LEDs angebracht, so das fast jede Tageszeit simuliert werden kann. Mit dieser Information von meiner Begleitung suchte ich ob ich irgendwo „ne Lampe“ hinter der Glasscheibe ausmachen könnte. Fehlanzeige. Das Dach des großen Saals ist eine perfekte Illusion.

Balkone in der Laeiszhalle, Musikhalle Hamburg
Decken und Balkone sind aufwändig verziert, und alle Linien sind geschwungen

Im Großen Saal der Laeizhalle dominieren die geschwungenen Linien, überall Bögen und Rundungen. Was nicht nur sehr schön aussieht sondern auch zu einer Beeindruckenden Akustik beiträgt.

geschwungene Balkone in der Musikhalle Laeiszhalle
hier sieht man die unterschiedlich geschwungenen Balkone

Der große Saal der Musikhalle bietet Platz für 2000 Zuschauer

Der Saal ist wunderschön, jedoch sind die Sitzreihen recht eng. Denn die roten Samtklappsitze sind auch wie sie ursprünglich mal waren. Der Saal fasst wenn er voll besetzt ist über 2000 Personen. Man empfindet es aber als weit weniger weil man die Menschen auf den den Rängen gar nicht sehen kann. Beziehungsweise wenn man auf einem der Balkone sitzt nimmt man weder die Leute oben noch unten wirklich wahr.

Die Orgel der Musikhalle
Die Orgel der Musikhalle / Laeiszhalle

Über der Bühne eine wunderschöne Orgel, die hier zum Teil zugeklappt ist. Hinter dem Notenständer in der Mitte erkennt man die Türen die Farblich etwas anders aussehen als die Wände. Diese wurde wohl erst später eingebaut und tiefere Informationen gibt es bei Wikipedia.

Während dem Konzert selbst habe ich keine Fotos gemacht, weil ich nicht stören wollte.

Wir hörten ein Konzert mit Auszügen aus diversen Opern. Die 4 Solisten die nicht verstärkt wurden (keine Mikrofone) wurden von einem kompletten Kammerorchester begleitet.

Bei einem Querflöten Solo das der Dirigent selbst gespielt hat (stand mit dem Rücken zu uns) konnte man ihn sogar atmen hören!

Es war echt ein Erlebnis und ich bin dieser Freundin auch sehr dankbar das sie mich da einfach mal „hingeschleppt“ hat.

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Das geheime Umkleidezimmer des Kaisers

Bei meinem gestrigen Spaziergang in Hamburg entdeckte ich viele bekannte und auch unbekannte Motive. Ich war gezielt auf die Foto Pirsch gegangen, aber ich wollte auch ein paar unbekannte Details finden.

Am Baumwall, fast versteckt unter der Trasse der Hochbahn entdeckte ich dieses hübsche kleine Häuschen und ich fragte mich was wohl der Zweck dieses Gebäudes ist.

Das Sielhäuschen am Baumwall in Hamburg
Das kleine Häuschen am Baumwall

Ein Sielhäuschen

Meine Bekannte die in Hamburg lebt und aufgewachsen ist wusste natürlich eine Antwort. Es handelt sich hier um ein Sielhäuschen. Also eine Einstiegstelle in die Sielanlagen unter der Stadt. Sielanlage heißt nichts anderes als Kanalisation, welche Damals in Hamburg hoch modern war und die Hamburger waren so stolz auf ihre technische Neuerung das sie dem damaligen Kaiser eine Besichtigung ermöglichen wollten.

Damit der Kaiser Wilhelm II. nicht wie normale Silarbeiter in einem Gulli eine Leiter herunter klettern musste baute man hier in der Nähe der damals auch neuen Hochbahnlinie einen Einstieg mit Treppe und unterirdischer Anlegestelle, von dort aus war eine Bootsfahrt in den unterirdischen Kanälen geplant. Da es dort sicher sehr gut roch, wurde eigens für den Kaiser unter diesem Häusschen ein Umkleideraum für den Kaiser erbaut. Dieser kleine unterirdischer Raum war wohl kunstvoll gekachelt und geschmückt.

Aber vermutlich hat der Kaiser diese Ausfahrt in die Kanalistion nie gemacht. Aus terminlichen Gründen hatte er bei dem Besuch in Hamburg dafür angeblich keine Zeit. Vermutet wurde aber eher das er keine Lust hatte auf den Exkrementen der Hamburger Boot so fahren. Ob er bei einem späteren Termin die Fahrt nachgeholt hat oder nicht, ist nicht bekannt.

Jedenfalls wurde das Umkleidezimmer aus welchen Gründen auch immer verschlossen und zugemauert und später nicht mehr erwähnt. Hat man sich da für die (Scheiss) Idee geschämt?

Erst 2012 als man die neben dem Sielhäuschen stehende Stautue von Wiliam Lindley dem Konstrukteur/Architekten des Sielsystems, auf die andere Seite stellen wollte kam der Zugemauerte Raum zum Vorschein. Dann erst wurde ermittelt warum er gebaut wurde.

Auf Hamburgs Unterwelt gibt es noch mehr solcher Sehenswürdigkeiten.

Besucht doch auch mal meine anderen Hamburg Artikel:

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Ein Spaziergang mitten in Lörrach vorbei am alten Waschhaus, ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Wieder mal ein Artikel über meinen Wohnort Lörrach. Über fast unbekannte Orte die man aber ganz einfach zu Fuß erreichen kann. Diese Orte erzählen etwas von der Geschichte Lörrachs.

Das ist der Blickwinkel an einem Frühjahrs Nachmittag. Wir blicken in Richtung Tüllinger und kommen gerade von der Baslerstraße und gehen die „Clara-Immerwahr-Str“ hinunter. Von den meisten jüngeren Lörracher wird die Straße immer nur „die zum Mc Donalds“ genannt. Weil sich dieses Restaurant am Ende dieser Straße befindet. So weit gehen wir aber nicht.

Wer war Clara Immerwahr?

Ich hatte keine Ahnung und die Leute die ich gefragt habe auch nicht. Zuerst vermutete ich das diese Frau irgendwas mit Lörrach oder mit der Firma KBC zu tun hatte über deren ehemaliges Arial die Straße führt aber was war weit gefehlt.

Clara Immerwahr war eine der ersten deutschen Chemikerin, zuvor war es noch sehr selten das Frauen studieren durften und dann auch noch diese Fachrichtung. Sie war Jüdin und promovierte als erste Frau an der Universität in Breslau (also kein direkter Zusammenhang mit Lörrach). Später heiratete sie den Chemiker Fritz Haber, der viel später sogar einen Nobelpreis erhielt).

Ihr Mann Fritz Haber war nicht nur erfolgreicher wie sie, er entwickelte auch Dinge mit denen sie absolut nicht einverstanden war. Aufgrund ihrer Fachkenntnisse war ihr sehr früh klar das das was ihr Mann da erforschte nicht wirklich in die Richtung ging die sie gut heißen konnte.

Haber wurde berühmt und erfolgreich, weil er unter anderem eine Chemische Waffe entwickelte, die im ersten Weltkrieg zum ersten mal eingesetzt wurde und tausenden Soldaten den Tot brachte.

Aus Protest gegen diese Fragwürdige Leistung brachte sich Clara Immerwahr um! In ihren Abschiedsbriefen distanzierte sie sich von den Forschungen ihres Mannes.

Warum eine Straße in Lörrach ausgerechnet nach ihr benannt wird konnte ich nicht rausfinden. Wenn Du da mehr darüber weißt würde ich mich über eine Nachricht freuen.

Wir biegen nach der Brücke, Nahe de Metzgerei links auf den kleinen Fahrrad und Spazierweg. Vorbei an einer Wiese mit Obstbäumen.

Natürlich habe ich mich gefragt wieso es hier mitten in der Stadt eine Wiese mit Bäume gibt…

Früher war mal dieses ganze Gebiet Firmengelände der Firma Köchlin, Baumgartner und Cie. besser bekannt als KBC. Hier Standen wohl mal Firmengebäude in den Textilien verarbeitet wurden.

Der Weg führt uns vorbei am Lörracher Waschhaus, man könnte es fast übersehen, aber eine Plattform mit einer Bank und ein Hinweisschild machen uns darauf aufmerksam.

In diesem Waschhaus wurden noch bis etwa 1965 Wäsche gewaschen!

Das Waschhaus war Teil einer Siedlung die die Firma KBC für ihre Gastarbeiter die meist aus Italien kamen angelegt hatte. Die damals sehr modernen Häuser hatten keine Einrichtung zum Wäsche Waschen und Waschmaschinen gab es noch nicht. So traf man sich regelmäßig am Gewerbekanal um größere Wäschestücke zu waschen.

Hier wurde bis in die 50er Jahre die Wäsche gewaschen. Das Wäsche Waschen war eine zeitraubende und anstrengende Arbeit. Zudem mussten die Wäscherinnen aufpassen, denn der Gewerbekanal führte auch das Abwasser der nahe gelegenen Stofffärberei und war deshalb manchmal etwas bunt…

Lust auf eine Stadtführung zum alten Waschhaus?

Es gibt immer wieder mal Führungen zu dem Thema altes Waschhaus. Die Nächste Veranstaltung dieser Art ist am 29. September Weitere Informationen

Wir gehen weiter am Kanal entlang, der eigentlich „Langer Teich“ heißt. Heute ist es dort sehr malerisch und man merkst nichts mehr davon das dieser Kanal eigentlich für Industrielle Zwecke angelegt wurde.

Der Kanal wird in Lörrach von der Wiese abgestaut und der Wasserstand wird durch verschiedene Schleusen und Tore stets gleich gehalten. Er ist nicht sehr groß und Baden oder Bootfahren ist nicht möglich.

Der Lange Teich fließt bis in die Schweiz und bei Riehen bildet er auch mal einen kleinen Teich, vielleicht kommt der Name daher. Das Wasser wird meines Wissens nach nicht mehr industriell genutzt.

Der Gewerbekanal, der eigentlich „langer Teich“ heisst

Heute ist der Bereich des Gewerbekanals eher Naherholungsgebiet, früher reihte sich hier die Industrie.

Von Fabrikhallen und Werkstätten fast nicht mehr zu sehen.

Ich hoffe mein kleine Exkurs in die Lörracher Geschichte hat Euch wenig gefallen. Über Likes und Kommentare freue ich mich und gerne dürft ihr meine Artikel weiter teilen.

Ich plane in Zukunft öfter über Historische Orte in Lörrach zu schreiben doch oft kenne ich die Orte selber noch gar nicht. Wenn Du was interessantes in Lörrach kennst, gib mir gerne einen Hinweis.

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Auf zum Badischen Tretroller Cup!

Am kommenden Sonntag findet in Hügelheim bei Müllheim (ca 30km südlich von Freiburg) der Badische Tretroller Cup statt. Bei diesem Jedermann-Rennen dürfen auch ungeübte Fahrer Teilnehmen und weil ich neugierig auf diese Sportart bin habe ich mich zu dem Rennen als Teilnehmer angemeldet.

Am gleichen Veranstaltungsort finden an diesem Tag auch die Deutsche Meisterschaft im Tretrollerfahren statt. Für die deutsche Meisterschaft ist die Distanz die pro Fahrer zurückgelegt werden muss allerdings etwas höher und da muss man dann schon wirklich gut trainiert sein. Ich nehme nur am Badischen Cup teil. Die Meisterschaft wird vom deutschen Tretrollerverband organisiert. Weitere Informationen auf deren Seite.

Zusammen mit meiner Schwester und einem befreundeten Ehepaar nehmen wir als das Team „die schnellen Schnecken“ teil. Wir starten unter dem Credo „Dabei sein ist alles“ und erhoffen uns den vorletzten Platz, wollen mindestens ein Team hinter uns lassen) denn bis von wenigen Tagen ist keiner von uns jemals mit einem solchen Tretroller gefahren.

Tretroller was ist das?

Wenn ich hier von Tretroller spreche sind nicht etwa Cityscooter oder gar E-Roller gemeint. Richtige Tretroller sind mehr Sportgerät als Verkehrsmittel und haben große Räder mit Luftreifen wie Fahrräder. Charakteristisch für diese Fahrzeuge ist das das hintere Rad meistens kleiner ist als das Vordere.

Tretroller von Markgraefler-Rollertouren
So sieht ein Tretroller aus.

So sieht ein Tretroller aus. Der Lenker ist etwa so hoch wie bei einem Fahrrad, nur das man leicht nach vorne gebeugt steht. Die Größenzuordnung ist nicht ganz so eng wie beim Fahrrad, da man sich auf dem Gerät ja sehr bewegt.

Man steht mit einem Fuß auf der Fläche in der Mitte, diese ist etwa 10-20 cm vom Boden entfernt. Es gibt auch Roller für Gelände und Downhill wo der Tripp etwas höher liegt, doch bei den normalen Standartrollern ist er recht Tief.

Mit dem Anderen Bein „schubst man sich vorwärts“… ähm ja… genau dieses kann man auf zig verschieden Arten tun, langsam und entspannt mit gestrecktem Standbein… oder aber man geht tief in die Knie und hat dadurch einen viel weiteren Weg für den Rückstoß und damit viel mehr Schwung.

In diesem Video wird die Bewegung gut erklärt:

Ich gebe zu ich habe die Bewegung am Anfang komplett unterschätzt. Wenn man richtig schnell vorankommen will muss man sich ins Zeug legen. Das Fahren auf so einem Roller beansprucht Muskeln in den Oberschenkeln, Hintern, Rücken, Bauch und Arme… Nach meinem ersten Training hatte ich überall Muskelkater!

Einen guten Artikel darüber welche Bereiche des Körpers auf einem Tretroller trainiert werden habe ich bei Tretroller-Magazin entdeckt.

Tretroller fahren kann eigentlich fast jeder. Wer Fahrradfahren kann kriegt das mit dem der Balance sowieso hin. Und beobachtet man kleine Kinder, diese lernen Rollerfahren eher als Radfahren. Das hängt auch damit zusammen das man die Füße ja nicht weit weg vom Boden hat und die Grundbewegung die des normalen Laufens sehr ähnlich ist.

Die Geschwindigkeit ist etwa wie beim Fahrradfahren. Man kann sehr langsam fahren ohne um zufallen, aber auch sehr schnell. Spitzensportler kommen auf bis zu 40 km/h. Bergab wird man logischerweise schnell, die Roller haben alle Bremsen wie beim Fahrrad.

Rein rechtlich ist man mit einem Tretroller ein Fußgänger, darf also Fußgängerüberwege und Ampeln usw benutzen. Doch sollte man aufgrund des Tempos eher Radwege benutzen.

Markgräfler-Rollertouren

Markgräfler-Rollertouren sind in Hügelheim einem Stadtteil von Müllheim beheimatet. Das liegt etwas 30km südlich von Freiburg. Der wirklich nette Trainer Thomas Zimber hat uns in Müllheim vom Bahnhof abgeholt und hat mit mir ein individuelles Training gemacht.

unterwegsistdasziel auf dem Tretroller beim Training für den Badischen Tretroller Cup
Das bin ich bei meinem ersten Training auf dem Tretroller

Bei Markgräfler-Rollertouren kann man entweder einzelne Roller leihen oder als Gruppe eine geführte Tour buchen. Ein Video einer Tour mit Jugendlichen gibt es hier: wie man im Video erkennen kann gehen die Touren nicht nur auf geteerten Wegen, sondern auch durch Wälder und Wiesen.

Auf der Webseite von Markgräfler-Rollertouren werden einige mögliche Routen vorgestellt, so zum Beispiel eine Kombination mit einer Weinprobe oder Downhill den Belchen hinunter. Ich habe mir vorgenommen eine solche Tour mal irgendwann mit zu machen und werde sicher darüber berichten.

Kommenden Sonntag zum Rennen

Am Kommenden Sonntag starten die Rennen in Hügelheim bzw Müllheim. Ideale Gelegenheit um sich die Sache mal etwas anzusehen. Wer mutig und sportlich ist kann sich noch zum Jedermann Rennen anmelden!

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es auch eine Verlosung: Es wird ein Tretroller der einen Wert von etwa 500€ hat, verlost!

Dieser Tretroller wird am kommenden Sonntag verlost
Dieser Tretroller wird am Sonntag verlost

Warum ich mit mache?

Vielleicht fragt sich der eine oder andere warum ich so etwas mitmache. Ich bin ja nun schon etwas länger Ü-30 und letztes ging es mir gesundheitlich nicht so ganz gut. Ich hatte mir bei einem Arbeitsunfall den Fuß gebrochen, was aber erst nach einigen Wochen erkannt wurde und dadurch hatte die Sache sich entzündet. Was sehr schmerzhaft war und wodurch ich 4 Monate nicht arbeiten konnte… ich konnte erst im Januar wieder einigermaßen normal laufen und brauchte noch Monatelang Schmerzmittel.

Jetzt nach ziemlich genau einem Jahr bin ich endlich wieder beschwerdefrei und ich habe wieder Spaß an Sport und Bewegung. Ich möchte bei diesem Rennen mitmachen, weil ich es „kann“. Letztes Jahr habe ich die Erfahrung gemacht wie schnell es vorbei sein kann mit dem sich frei bewegen können und mit dieser Teilnahme möchte ich meine Gesundheit feiern!

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Schaffä wie die Brunneputzer

„Schaffen wie die Brunneputzer“ ist eine Redewendung in der Allemanischen und Schwäbischen Mundart. Wörtlich sagt sie das man arbeitet wie eine Person die einen Brunnen reinigt. Aber woher kommt diese Redensart und was bedeutet sie genau?

In früheren Jahrhunderten waren die Brunnen sehr wichtig für die Versorgung und auch immer der Treffpunkt für die Menschen. Als es noch kein Leitungswasser gab war ein sauberer und gepflegter Brunnen überlebenswichtig. In Lörrach erfolgte die Wasserversorgung bis 1888 über die städtischen Brunnen. Nur wer Zugang zu einem Brunnen hatte konnte sich mit sauberem Trinkwasser versorgen.

Ein Brunnen, egal welcher Art braucht immetr regelmäßige Pflege damit der nicht verunreinigst wird. Wird er nicht regelmäßig sauber gemacht kann es passieren das sich Algen und Bakterien ansiedeln und das Wasser dann nicht mehr für Mensch und Tier genießbar ist.

Aus diesem Grunde musste jemand den Brunnen regelmäßig reinigen. Je nach Bauart des Brunnens eine sehr aufwändige und anstrengende Arbeit. Aber auch eine wichtige. Oft musste zuerst der Brunnen mit Eimern leer geschaufelt werden. Das musste schneller erfolgen als frisches Wasser nachläuft. Also mussten mehrere Personen sehr schnell körperlich arbeiten. War der Brunnen dann leer oder fast leer, musste jemand in den Brunnen steigen und dort auch schnell und hart arbeiten.

Je nach Bauart des Brunnens auch in der Tiefe und sehr beengt. Wer diese Arbeit verrichten wollte durfte auf keinen Fall langsam, unachtsam oder nachlässig sein! Alle Personen die auf den Brunnen angewiesen waren, waren auch darauf angewiesen das der „Brunnenputzer“ seine Arbeit gründlich und korrekt macht… denn wenn der Brunnen und damit das Wasser verunreinigt waren konnte das schnell negative Folgen für Mensch und Tier haben.

Der Brunnenputzer war gerne gesehen, denn es war lebenswichtig das der Brunnen sauber blieb. Brunnnenputzer mussten stehts gründlich und schnell arbeiten.

Wenn also jemand sagt „der schafft wie ein Brunnenputzer“ dann will er damit sagen das die Person fleissig und schnell ist. Leider werden diese Attribute immer seltener. Manchmal scheint es das es nicht mehr wirklich erstrebenswert ist eine Arbeit schnell und gewissenhaft zu erledigen.

Ein Brunnenputzer reinigt den Brunnen "Lebensbaum"auf dem Marktplatz Lörrach
Der Brunnen auf dem Lörracher Marktplatz wird gereinigt

Auf meinem Foto das ich diese Woche am Marktplatz in „Brunnenputzer“ bei der Arbeit. In der heutigen Zeit gibt es viele Hilfsmittel die die Arbeit erheblich vereinfachen. Die Dampfschwaden werden durch den eingesetzten Hochdruckreiniger verursacht. Damit kann der Mann diese Arbeit in kürzester Zeit verrichten, die früher in stundenlanger harter Schrubberei erledigt werden musste.

Dieser Brunnen wurde 1981 auf dem neuen Marktplatz errichtet. Er heisst „Lebensbaum“ und wurde von Michael Fischer entworfen. Er stellt einen Baum dar, in dem oben ein Liebespaar sitzt. Leider erkennt man das aus diesem Blickwinkel nicht, ein Bild des Liebespaares gibt es bei Wikipedia.

Hier kann man den Standort exakt sehen.

Arbeiten wie ein Brunnenputzer?

Ich finde das etwas bedenklich das mittlerer Weile ganze Generationen von Arbeitnehmern eher entspannt und chillig ihre Tätigkeit verrichten als schnell und effektiv! Wie siehst Du das? Wie machst Du Deine Arbeit? Erledigst Du die Dir übertragenen Aufgaben „wie ein Brunnenputzer“ ?